Forderung der EU Flüchtlinge dürfen arbeiten - in der Türkei

Flüchtlinge können ab sofort in der Türkei eine Arbeitserlaubnis beantragen - das erklärte die Regierung in Ankara nun offiziell. Damit kommt das Land der EU ein großes Stück entgegen.

Syrische Flüchtlinge im Camp in Suruc (Archivbild): Können Arbeitserlaubnis beantragen
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Syrische Flüchtlinge im Camp in Suruc (Archivbild): Können Arbeitserlaubnis beantragen


EU-Minister Volkan Bozkir hatte den Schritt angekündigt, nun ist es per Amtsblatt offiziell verkündet: Die Türkei kippt ihr generelles Arbeitsverbot für Flüchtlinge. Hilfesuchende etwa aus Syrien können damit ab sofort eine Arbeitserlaubnis beantragen. Mit dem Schritt soll verhindert werden, dass weiterhin Hunderttausende Flüchtlinge über die Türkei in die EU weiterreisen.

Voraussetzung für die Arbeitserlaubnis ist laut Amtsblatt, dass Ausländer, die "vorübergehenden Schutz" in der Türkei genießen, mindestens sechs Monate im Land registriert sind. Laut Regierungsangaben wurden mehr als zwei Millionen Flüchtlinge allein aus Syrien aufgenommen.

Das bisherige Arbeitsverbot für Flüchtlinge gilt als ein Grund dafür, dass viele Syrer nach Europa weiterziehen. Die EU und die Türkei hatten im November einen Aktionsplan in der Flüchtlingskrise vereinbart. Darin hatte die Regierung in Ankara unter anderem zugesagt, syrischen Flüchtlingen die "Teilnahme an der Wirtschaft" zu ermöglichen.

Konkret steht in dem Gesetz aber auch: In Betrieben darf die Quote der Flüchtlinge künftig zehn Prozent der türkischen Belegschaft in der Regel nicht übersteigen. In Betrieben mit weniger als zehn türkischen Beschäftigten darf maximal ein Flüchtling arbeiten. Für Berufe etwa im Gesundheits- und Bildungssektor müssen Flüchtlinge außerdem für eine Arbeitserlaubnis bestimmte Vorbedingungen erfüllen.

vek/dpa



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eckawol 15.01.2016
1. Einfache bis mittelschwere Hilfsarbeiten
könnten Flüchtlinge auch in Deutschland ausüben, wenn sie denn auch eine Arbeitserlaubnis bekämen. Viele Tätigkeiten bedürfen nicht umfangreicher Deutschkenntnisse und sind nicht groß high-tec-bestimmt. Im mittelständischen Bereich besteht großer Bedarf.
dirk1962 15.01.2016
2. @Stimmt so nicht
Wir hatten auch vor dem Flüchtlingsproblem viele deutsche Arbeitslose, die mangels Qualifikation keine Arbeit gefunden haben, weil einfach nicht genug Stellen für unqualifizierte un Deutschland vorhanden sind. Glauben Sie, die Stellen werden jetzt mehr? Wohl nicht, aber es werden sich mehr Menschen darum bewerben.
säkularist 15.01.2016
3.
Zitat von eckawolkönnten Flüchtlinge auch in Deutschland ausüben, wenn sie denn auch eine Arbeitserlaubnis bekämen. Viele Tätigkeiten bedürfen nicht umfangreicher Deutschkenntnisse und sind nicht groß high-tec-bestimmt. Im mittelständischen Bereich besteht großer Bedarf.
Glaub ich nicht. Alle Statistiken zeigen doch, dass die Arbeitslosigkeit auch unter Deutschen umso höher ist, je geringer die Qualifikation ist. Selbiges gilt für die Löhne. Niedrige Qualifikation niedrige Löhne. Jetzt noch Millionen Geringqualifizierte auf den hiesigen Arbeitsmarkt zu werfen ist ein Verbrechen gegenüber den einheimischen Geringqualifizierten. Wenn Ihr Unternehmen tatsächlich Bedarf an Geringqualifizierten hat, dann dürfte es bei humaner Bezahlung keine Probleme haben auch heute schon Personal zu finden.
L!nk 15.01.2016
4. Teilnahme an der Wirtschaft
Toll: motivierte Flüchtlinge erhalten so die Erlaubnis, sich über eine ernsthafte Integration per se überhaupt Gedanken zu machen.
ForistGump2 15.01.2016
5. Man beachte die Formulierung...
"sie dürfen eine Arbeitsgenehmigung beantragen." Sie dürfen auch um Freibier bitten, das gilt sogar auch für Deutschland. So behandelt man eine EU, die in ihrer Hilflosigkeit erpressbar genug ist.
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