Unglück vor türkischer Küste Mehr als 30 Flüchtlinge in der Ägäis ertrunken

Bei einem Schiffsunglück vor der türkischen Küste sind mindestens 33 Flüchtlinge ertrunken. Ihr Boot war auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos. 75 Menschen konnten gerettet werden.

REUTERS

Vor der türkischen Küste sind Dutzende Flüchtlinge nach dem Kentern ihres Boots ertrunken. "Mindestens 33 Menschen sind tot, und ich fürchte, dass die Zahl noch steigen wird", sagte der Bürgermeister der Stadt Ayvacik, Mehmet Ünal Sahin, dem Sender CNN Türk.

75 Menschen seien gerettet worden. Unter den Opfern seien mindestens fünf Kinder, meldete die türkische Nachrichtenagentur Dogan. Die Flüchtlinge stammten demnach aus Syrien, Afghanistan und Burma. Sie seien auf dem Weg von der türkischen Provinz Çanakkale zur griechischen Insel Lesbos gewesen.

Wie viele Flüchtlinge sich insgesamt an Bord des Boots befanden, ist unklar. Türkische Rettungsdienste suchen weiter nach Überlebenden und Toten.

Der Seeweg von der Türkei zu den vorgelagerten griechischen Inseln ist seit dem vorigen Jahr die Hauptroute von Flüchtlingen auf dem Weg nach Europa. Mehr als 850.000 Menschen kamen 2015 auf diesem Weg, mehr als 52.000 sind es nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bislang in diesem Jahr.

Seit Jahresbeginn kamen mehr als 200 Menschen ums Leben. Erst am Donnerstag waren 24 Flüchtlinge beim Untergang ihres Boots vor der griechischen Insel Samos gestorben, am Mittwoch ertranken sieben Menschen.

wit/dpa/Reuters

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