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Türkei: Minister findet Ehelosigkeit riskanter als Atomkraft

Der türkische Energieminister Yildiz verteidigt den Atomkurs der Regierung auf schräge Weise: Ein Single-Dasein gefährde das Leben eines Menschen schließlich mehr als die Nutzung von Kernkraft, mahnte er. Die Türkei plant den Bau mehrerer AKW.

Ankara - Mit einem ungewöhnlichen Vergleich hat der türkische Energieminister Taner Yildiz die Entscheidung seiner Regierung gerechtfertigt, trotz des Atomunfalls in Japan am Bau der ersten türkischen Atomkraftwerke festzuhalten. Im Grunde sei das Junggesellen-Dasein riskanter als die Atomkraft, sagte der Minister laut Zeitungsberichten vom Dienstag.

Yildiz zitierte soziologische Studien aus den USA, wonach unverheiratete Menschen im Schnitt sechs Jahre früher sterben als verheiratete. Die Atomkraft verkürze das Leben statistisch gesehen aber nur um 0,03 Tage. Der Minister bekräftigte, die in der Türkei geplanten Atomkraftwerke würden modern und erdbebenfest sein.

Die Türkei plant den Bau von mehreren AKW. Ein Verhandlungspartner Ankaras für den Bau eines der AKW ist das japanische Unternehmen Tepco, das wegen des Atomunfalls von Fukushima infolge der Naturkatastrophen in die Kritik geraten ist.

amz/AFP

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