Vorwürfe an Medien Erdogan fühlt sich verfolgt

Hass auf den Islam, die Türkei und den Präsidenten selbst: Recep Tayyip Erdogan wirft Staaten und Medien vor, ihn und seine Religion gezielt anzugreifen.

Recep Tayyip Erdogan : "Es herrscht ein großer Hass auf den Islam"
AFP

Recep Tayyip Erdogan: "Es herrscht ein großer Hass auf den Islam"


Ankara - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Angriffe gegen sich persönlich, gegen sein Land und den Islam beklagt. "Wir stellen Fragen, die in den vergangenen 200 Jahren nicht gestellt wurden: weshalb uns die Welt angreift", sagte Erdogan am Montag vor Geistlichen in Ankara. "Wir sind Operationen ausgesetzt gewesen, die sowohl national als auch international andauern."

Der Präsident sagte weiter: "Ich wurde angegriffen, als ich fragte, warum Koranunterricht nicht genauso verpflichtend sein könne wie Physik." Der Islam unterstütze Bildung, werde aber als eine Religion dargestellt, die Wissenschaft ablehne. "Sie sagen, Religion und Politik sind falsch, aber die (christliche) Kirche hat eine Beziehung zur Politik. Es herrscht ein großer Hass auf den Islam."

Erdogan warf internationalen Medien vor, ihre Taktik sei es, die Türkei anzugreifen. "Sie wollen uns ruhig halten. Wir sagen Palästina. Wir sagen Demokratie in Ägypten. Wir sagen Gerechtigkeit in Syrien. Wir kritisieren die Struktur der Uno." Erdogan kündigte an, in Schulen werde künftig auch Türkisch aus der osmanischen Zeit unterrichtet werden, "damit die Jugend ihre Geschichte lernt".



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 46 Beiträge
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gewgaw 08.12.2014
1.
Die Kunst, stets im Gespräch zu sein, hat er jedenfalls verinnerlicht, unser heimlicher Nebenkanzler.
Strg+C 08.12.2014
2. Zusammenhang?
Gibt es nicht einen Zusammenhang zwischen authoritären Führungsstil und Verfolgungswahn?
braintainment 08.12.2014
3. Dr.
Ohhhhh, vielleicht kann er sich ja ein paar Streicheleinheiten in seinem neuen Palast gönnen....
greenline87 08.12.2014
4. Willkommen....
Willkommen in der EU!
Eduschu 08.12.2014
5. Alan Parsons Project
What goes up, must come down. Erdogan scheint fest entschlossen, die Fortschritte, die sein Land in den letzten Jahren machte, und für die auch er verantwortlich ist, höchstselbst wieder einzudampfen.
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