Tillerson in Ankara USA und Türkei wollen Beziehungen normalisieren

Die türkische Offensive in Syrien hat die Spannungen zwischen Ankara und Washington verschärft. Jetzt bemühen sich beide Länder um bessere Beziehungen - wie das konkret aussehen soll, bleibt vage.

Tillerson, Cavusoglu
REUTERS

Tillerson, Cavusoglu


Sie wollen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) besiegen, stabile Zonen schaffen und ein unabhängiges, einiges Syrien sichern - US-Außenminister Rex Tillerson hat bei seinem Besuch in der Türkei demonstrativ die Gemeinsamkeiten beider Staaten betont. Mit seinem Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu nutzte er eine gemeinsame Pressekonferenz, um ein Zeichen zu setzen: Die Beziehungen zwischen Washington und Ankara sollen sich wieder normalisieren.

Beide Nato-Partner liegen im Streit wegen ihres militärischen Engagements in Syrien, wo sie teils gegensätzliche Interessen verfolgen. Die USA unterstützen eine von der kurdischen YPG-Miliz dominierte Streitmacht, die erfolgreich den IS bekämpft. Die Türkei betrachtet die syrische YPG als terroristische Gruppierung und will deren Erstarken an der Grenze verhindern, damit sie nicht der kurdischen Autonomiebewegung in der Türkei Auftrieb gibt.

Wie die Konflikte gelöst werden sollen, bleibt weitgehend vage. Tillerson und Cavusoglu planen allerdings ein weiteres Treffen Mitte März. Die USA akzeptierten zudem das legitime Recht der Türkei auf sichere Grenzen. Der US-Außenminister appellierte zugleich an die Türkei, jede weitere Eskalation zu verhindern.

kev/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.