Türkei Tote und Verletzte bei Anschlag mit Autobombe

In der Türkei hat eine Autobombe Medienberichten zufolge zwei Polizisten in den Tod gerissen. Der Anschlag soll sich im Südosten des Landes ereignet haben.


Bei einem Anschlag im Südosten der Türkei sind offenbar zwei Polizisten getötet worden. Das berichten mehrere türkische Medien, darunter die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Den Angaben zufolge explodierte eine Autobombe in der Nähe einer Polizeiwache und einer Unterkunft der Sicherheitskräfte in der Stadt Nusaybin. Laut Anadolu wurden mindestens vier Personen verletzt. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von 35 Verletzten.

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK werde für den Anschlag verantwortlich gemacht, heißt es. Die Detonation habe einen tiefen Krater in die Straße gerissen.

In der Türkei hatten sich in den vergangenen Monaten mehrfach schwere Attentate ereignet. Im Januar wurden bei einem Anschlag in Istanbul mehrere deutsche Urlauber getötet. Im Februar kamen bei einem Selbstmordattentat auf das Militär in Ankara, zu dem sich eine kurdische Extremistengruppe bekannte, 28 Menschen ums Leben.

Am Donnerstag griffen militante Kämpferinnen eine Polizeistation in Istanbul an.Nusaybin, der Ort des jüngsten Anschlags, liegt an der syrischen Grenze und ist eine PKK-Hochburg. Im vergangenen Jahr war die Armee in der mehrheitlich kurdischen Stadt mit ihren mehr als 100.000 Einwohnern gegen Anhänger der PKK vorgegangen, die sich dort verschanzt hatten. Eine rund um die Uhr geltende Ausgangssperre wurde am 24. Dezember aufgehoben. PKK-Kämpfer haben allerdings weiterhin Teile der Stadt unter ihrer Kontrolle. Bewohner befürchten den baldigen Beginn einer erneuten massiven Militäroperation in Nusaybin.

kev/AP/dpa/Reuters



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