Parlamentsbeschluss Türkei verlegt Truppen nach Katar

Das türkische Parlament hat die Stationierung von Truppen in Katar beschlossen. Wann die Soldaten verlegt werden, ist noch unklar. Zuvor hatte die Türkei die Isolierung des Emirats kritisiert.

Türkische Truppen (Archivbild)
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Türkische Truppen (Archivbild)


Die Türkei hält im Streit in der Golfregion weiter zu Katar. Am Mittwoch billigte das türkische Parlament ein Verteidigungsabkommen mit dem Emirat. Das beinhaltet auch die Stationierung von Truppen. Angaben zur konkreten Zahl der zu stationierenden Soldaten oder zum Zeitpunkt der Stationierung sind in dem Abkommen bislang nicht enthalten.

Die Türkei unterhält gute Beziehungen zu Katar, aber auch zu anderen Golfstaaten. Die Türkei verfügt in Katar über eine Militärbasis, auf der bislang 80 Soldaten stationiert sind. Letztlich könnten es aber bis zu 3000 werden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die von den arabischen Ländern verhängte Blockade gegen Katar am Dienstag als "nicht gut" bezeichnet. Die Türkei werde ihre Verbindungen zu Katar weiter entwickeln.

Katar steht derzeit im Zentrum einer schweren diplomatischen Krise, nachdem Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate am Montag ihre diplomatischen Beziehungen zu ihm abbrachen. Sie werfen Doha vor, Extremistengruppen in der Region zu unterstützen. Zudem sind sie unzufrieden, dass Katar ihren Kurs zur Isolation Irans nicht mitträgt.

max/AFP

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KingTut 08.06.2017
1. Waffenlieferungen und Wirtschaftshilfe
Das ist ein weiterer Grund, keine Waffenlieferungen und auch keine Finanzhilfen an die Türkei zu tätigen und auch keine deutsche Panzerfabrik dort zu bauen. Wir würden uns ansonsten mitschuldig an der Eskalation in der Golf-Region machen, sollte sich die Türkei dort militärisch einmischen. Dem Träumer von einer Wiederauferstehung des Osmanischen Reiches ist das durchaus zuzutrauen.
steinbock8 08.06.2017
2. Herr Erdogan
träumt von einem grosstürkischen reich und stürzt sich in das nächste Abenteuer früher oder später wird er sich die Finger verbrennen mit solchen Abenteuern kann er gut von innenpolitischen Themen ablenken und das volksmütchen befriedigen am Ende werden ihm die Finanzen enge Grenzen setzen und seine großen Pläne kollabieren
bockshorn11 08.06.2017
3. "Nachtigall ick hör dir trappsen!"
"Nachtigall ick hör dir trappsen!" Der Journalismus hat ja nix Erhelldendes zum Syrienkonflikt beisteuern können. So sprechen also die Fakten. Die Milliarden aus Katar und ein größenwahnsinniger Sultan schüren also den Konflikt und stecken hinter dem IS.
michlmeik 08.06.2017
4. Achse des Bösen?
Gibt es sie doch die Achse des Bösen? Jetzt zeigt sich im Nahen Osten wer auf welcher Seite steht und das die Türkei als NATO Mitgliedsland eigentlich immer gegen die Interesser dieser und des Westen handelt.Wenn die nicht bald die Kurve bekommen wird ein großer Konflikt unausweichlich sein
Denkt mal selber nach 08.06.2017
5.
Zitat von KingTutDas ist ein weiterer Grund, keine Waffenlieferungen und auch keine Finanzhilfen an die Türkei zu tätigen und auch keine deutsche Panzerfabrik dort zu bauen. Wir würden uns ansonsten mitschuldig an der Eskalation in der Golf-Region machen, sollte sich die Türkei dort militärisch einmischen. Dem Träumer von einer Wiederauferstehung des Osmanischen Reiches ist das durchaus zuzutrauen.
Schön wenn man im Vorfeld schon einen Schuldigen hat. Zur Eskalation gehören immer mehrere Seiten. Die Türkei als Verbündeter von Katar ist nun am Zug. Wir sollten uns mehr nach Zusammenhängen fragen. Waffendeal und Lobpreisung der Saudis von der Trump-Regierung. Isolation Katars. Anschläge im Iran. Verlegung der deutschen Truppen von der NATO nach Jordanien. Tükische Truppen nach Katar und das alles innerhalb weniger Tage. Angesichts des militrischen Bedrohungpotentials sollten wir besorgt sein. In Katar ist auch eine US-Basis. Das kann schnell außer Kontrolle geraten. Ein neuer kalter krieg läuft. Syrien war offenbar nur der Anfang. Und immer mehr wird deutlich, dass ein Gasfeld auf das zufällig Katar und Iran Anspruch eheben zum Hauptgrund für die Eskalation ist.
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