Türkische Präsidentschaftskandidaten Fünf gegen Erdogan

Ein Häftling als Kandidat, ein Physiklehrer als Volksheld, eine Frau mit Spitznamen Wölfin: Der Wahlkampf in der Türkei ist so spannend wie lange nicht mehr. Wer sind die Herausforderer von Präsident Erdogan?

Türkei/ Wahlen/ Kanditaten/ Kombo/ 16x9
DPA/ Reuters/ AFP

Türkei/ Wahlen/ Kanditaten/ Kombo/ 16x9

Von , Istanbul


Die türkischen Präsidentschaftswahlen 2014 waren vergleichsweiße überschaubar: Die großen Oppositionsparteien nominierten einen gemeinsamen Kandidaten, den blassen Islam-Funktionär Ekmeleddin Ihsanoglu, der gegen Recep Tayyip Erdogan deutlich unterlegen war. Für die einzige Überraschung sorgte Selahattin Demirtas, der Vorsitzende der linken, pro-kurdischen Partei HDP, der auf Anhieb vier Millionen Stimmen holte.

Vier Jahre später ist das Rennen offen: Neben Erdogan und Demirtas, der gezwungen ist, aus der Untersuchungshaft zu kandidieren, bewerben sich drei weitere Männer und eine Frau um das Amt des Präsidenten. Zumindest zwei von ihnen, dem Sozialdemokraten Muharrem Ince und der Nationalistin Meral Aksener, werden realistische Chancen eingeräumt, die Stichwahl am 8. Juli gegen Erdogan zu erreichen.

Der Überblick.



insgesamt 20 Beiträge
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China 22.06.2018
1. 105% der Stimmen
Es kann doch keiner ernsthaft glauben, dass die Möglichkeit einer Wahlniederlage für Herrn Erdogan besteht. Die einziger Gefahr ist, dass er 105% der Stimmen auf sich vereint.
omanolika 22.06.2018
2. Für den Fall der Fälle?
Natürlich darf man immer hoffen, nur ist dieses Rennen nicht offen, denn anderen realistische Chancen einräumen, werden nur all jene, die träumen, und klar, dass Erdogan nun lacht, weil sie sicher ist, seine Macht... Von Herzen gerne ließe ich mich vom Gegenteil überzeugen, doch im Fall der Fälle wird Erdogan eben das Recht beugen...
OhMyGosh 22.06.2018
3. Abwarten!
Sicher ist es auf den ersten Blick erstaunlich, dass RTE es "zulässt", wenn fünf gegenkandidaten gegen ihn antreten. aber noch ist nicht aller Tage Abend: dem Autokraten Erdogan traue ich einen weiteren Theatercoup zu wie den angeblichen "Putsch" 2016, dessen Ausgang wunderbarerweise dafür gesorgt hat, dass RTE heute ist, wofür wir ihn kennen. ein eiskalter Gewaltmensch, der alles niedermachen lässt, was sich ihm in den Weg stellt. Noch wahrt er einen Anschein von Demokratie, aber wehe, das Ergebnis am kommenden Sonntag passt ihm nicht...
verbal_akrobat 22.06.2018
4. Einziger Kommentar von meiner Seite
...ich glaube nicht an unmanipulierte Wählen dort vor Ort!
tales.dom 22.06.2018
5. 5
ohne jede Chance. Der Despot darf nicht verlieren, da er systemrelevant ist. Das finanzielle Erbeben könnte Europa nicht wegstecken. Zu sehr sind die sowieso schon angeschlagenen Länder involviert. Deshalb kann man gut und gerne jede Hoffnung fahren lassen.
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