Türkischer Premier Erdogan: Wie der Sultan den Kontakt zum Volk verlor

Türkischer Premier Recep Tayyip Erdogan: Revolte gegen den Sultan Zur Großansicht
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Türkischer Premier Recep Tayyip Erdogan: Revolte gegen den Sultan

Hart reagiert der türkische Premier Erdogan auf die Proteste - und zeigt, dass er seinen politischen Instinkt verloren hat. Der einst vorsichtige Ex-Häftling ist über Jahre zum mächtigen Sultan aufgestiegen. Wie SPIEGEL-Korrespondent Bernhard Zand den Wandel erlebt hat, lesen Sie hier auf Deutsch und Türkisch.

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Übersetzung ins Türkische: Bülent Bilik/Çeviri: Bülent Bilik

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 131 Beiträge
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1. Sehr falsche Analyse
samual.jackson 25.06.2013
Es ist schon verwunderlich, dass Bernhard Zand, obwohl er angeblich Erdogan mehrmals getroffen hat, ihn und insbesondere das türkische Folk nicht kennen gelernt hat. Erdogan wird in den nächsten Wahlen noch stärker hervorkommen als das letzte mal. Erdogan ist ein Politiker, der alle Krisen, die bisher in der Türkei geherscht haben, überlebt hat und noch stärker hervorgegangen ist als vorher. Genau das Gleiche wird nun auch passieren. Die hoch geschworene Krise, die von vielen ausländischen Medien herangetragen werden, existiert in der Türkei gar nicht. Eine Umfrage hat ergeben, dass 98% der Menschen, die an den Protesten teilgenommen haben, bisher nie Erdogans Partei gewählt haben und immer gegen ihn waren. D.h. Erdogan hat gar nichts verloren. Es ist nur eine Wunschvorstellung von vielen ausländischen Mediengesellschaften und möglicher Weise auch ausländischen Staatschefs, dass Erdogan geschwächt wird. Aber er wird jedes Mal noch stärker. Das Gleiche wird nun auch passieren.
2. Furcht
zagreus6 25.06.2013
" Erdogans Umgebung fürchtete sich vor einem Ministerpräsidenten, der eine Machtfülle angesammelt hatte wie kein türkischer Premier vor ihm." Und sie werden wissen, warum sie ihn zu fürchten haben. Er mag ja mit ausländischen Journalisten locker umgehen. Aber das heisst nicht, dass er genauso locker mit Leuten umgeht, die von ihm abhängig sind.
3. Ex-Häftling...
optional_muenchen 25.06.2013
...da kann man nur hoffen, dass sich die Geschichte wiederholt und man das Ex- in naher Zukunft wird streichen können.
4. Rubrik: "Erdogan/Türkei"
cuenal 25.06.2013
Zitat von sysopHart reagiert der türkische Premier Erdogan auf die Proteste - und zeigt, dass er seinen politischen Instinkt verloren hat. Der einst vorsichtige Ex-Häftling ist über Jahre zum mächtigen Sultan aufgestiegen. Wie SPIEGEL-Korrespondent Bernhard Zand den Wandel erlebt hat, lesen Sie hier auf Deutsch und Türkisch. Türkischer Premier: Bernhard Zand über Tayyip Erdogan - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkischer-premier-bernhard-zand-ueber-tayyip-erdogan-a-907618.html)
Vorschlag : es gibt eine spezielle Erdogan/Türkei Rubrik hier in SPON so wie hier jeden Tag Artikel darüber erscheinen, ist das ja schon mehr als gerechtfertigt :-) Und die letzten Pro-Erdogan Demos in verschiedenen Städten mit jeweils Hunderttausenden von Teilnehmern? wird natürlich ignoriert und mann sich so einen Unsinn reinziehen. Allmählich wirken die Artikel wirklich sowas von abgestanden.
5. Was soll den der Quatsch? Sultan?
Grafsteiner 25.06.2013
Die Türkei ist eine Republik und keine anachronistische Monarchie wie die "Freunde" Saudi-Arabien und Katar, die im aktuell die Drecksarbeit des Westens in Syrien erledigen. Die Partei des Ministerpräsidenten Erdogan wurde mit ca. 50 % der Stimmen aller Türken gewählt. Auch in Deutschland. Hier sollte man nicht mit dümmlichen Ausdrücken aus unverdauten Geschichten aus 1001 Nacht versuchen, Affekte zu haschen. Und selbst dann ist es falsch. Erdogan ist Wesir, nicht Sultan.
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Zum Autor
  • DER SPIEGEL
    Bernhard Zand, 45, heute Büroleiter in Peking, ging 1998 als erster SPIEGEL-Korrespondent in die Türkei und hat auch später aus der arabischen Welt noch lange über das Land berichtet. Er ist mit einer Deutsch-Türkin verheiratet, seine Kinder sprechen beide Sprachen. Zand hat den türkischen Premier Erdogan als einer der ersten ausländischen Journalisten nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis getroffen und ihn seither mehrfach interviewt.

Fotostrecke
Machtkampf in der Türkei: Erdogan versus Gül

Fläche: 783.562 km²

Bevölkerung: 74,724 Mio.

Hauptstadt: Ankara

Staatsoberhaupt: Abdullah Gül

Regierungschef: Recep Tayyip Erdogan

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