Brüssel - Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen jetzt die Sanktionen gegen den gestürzten tunesischen Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali und seine Frau Leïla Trabelsi auch auf deren Umfeld ausweiten.
Bei einem Gipfeltreffen in Brüssel haben die EU-Länder beschlossen, die Vermögen von 46 Vertrauten des Paars einzufrieren. Wie am Freitag aus Diplomatenkreisen verlautete, handelte es sich im Wesentlichen um Familienangehörige des Paares. Die Sanktionsliste der EU fußt auf Empfehlungen der tunesischen Regierung, die ihren Außenminister Ahmed Abderraouf Ounaïs am Mittwoch nach Brüssel geschickt hatte.
Gegen Ben Ali und seine Frau hatte die EU bereits Sanktionen verhängt. Die tunesische Justiz hatte vorige Woche gegen das Ehepaar einen internationalen Haftbefehl ausgestellt, weil es sich illegal bereichert und Geld ins Ausland geschafft haben soll.
Tunesien will in der kommenden Woche den Ausnahmezustand aufheben. Das kündigte der Tourismusminister Mehdi Houass am Freitag an. Der Ausnahmezustand wurde vergangenen Monat als Reaktion auf die Unruhen verhängt.
lgr/AFP/Reuters
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