Urteil in Tunesien: Femen-Aktivistin nach wochenlanger Haft frei

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Aktivistin Sboui im Gerichtssaal (Archiv): Entlassung großer Erfolg

Seit Mitte Mai saß die tunesische Femen-Aktivistin Amina Sboui im Gefängnis. Jetzt ist sie wieder auf freiem Fuß. Ein Gericht ordnete die Entlassung der jungen Feministin an. Ihr droht aber weiterhin ein Verfahren wegen "Angriffs auf die guten Sitten".

Tunis - Die tunesische Femen-Aktivistin Amina Sboui ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Ein Gericht im Regierungsbezirk Sousse ordnete dies am Donnerstag an. Die Entscheidung sei ein großer Erfolg, sagte Sbouis Anwalt Ghazi Mrabet dem Sender Radio Mosaique. Der jungen Frau drohe aber weiter ein Prozess wegen "Entweihung einer Grabstätte" und "Angriffs auf die guten Sitten".

Sboui war am 19. Mai festgenommen worden, nachdem sie gegen eine Versammlung von Salafisten protestiert und das Wort "Femen" auf eine Mauer in der Nähe eines Friedhofs geschrieben hatte. Sie wollte damit gegen konservative Islamisten protestieren, wie sie sagte. Der Fall der jungen Feministin hatte international für Schlagzeilen gesorgt.

Zuvor erregte Sboui im März Aufsehen in Tunesien, als sie barbusige Fotos von sich auf Facebook veröffentlichte. Jüngst war sie bereits zu einer Geldstrafe von 140 Euro verurteilt worden, weil sie bei der Festnahme Pfefferspray dabei hatte.

Im Gefängnis wurden gegen die junge Frau weitere Vorwürfe erhoben. Sie soll ihre Gefängniswärter beleidigt haben. Sbouis Anwalt gab an, die Aktivistin der Frauenrechtsgruppe habe lediglich eingegriffen, als ein Wärter eine andere Gefangene geschlagen habe.

In Deutschland hatte der Fall von Sboui vor allem wegen der Protestaktion einer Femen-Aktivistin aus Hamburg Empörung ausgelöst. Sie war in Tunis festgenommen worden, weil sie mit zwei Französinnen mit entblößten Brüsten vor dem Justizpalast für die Freilassung Sbouis demonstriert hatte. Die drei jungen Frauen kamen erst nach vier Wochen Haft wieder frei.

heb/dpa/AFP

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1. Islamisten knicken ein ...
rkinfo 03.08.2013
Nachdem in Tunsien Neuwahlen jetzt anstehen wackelt die Grundlage frauenfeundlicher Aktionen. Zwar dürfte nur eine Minderheit jene junge Frau positiv werten aber sie ist dich Meßlatte für Recht auf freie Persönlichkeitsentwicklung. Wer Scharia will muss das ohne die Menschen organisieren die sowas nicht wollen. Und Strafrecht ist da fehl am Platz.
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