Tunis - Weniger als einen Monat nach den ersten freien Wahlen in Tunesien haben sich die Koalitionsparteien auf die Besetzung der drei wichtigsten Regierungsposten verständigt. Der Generalsekretär der gemäßigt-islamistischen Ennahda, Hamadi Jebali, werde Ministerpräsident, sagte der Sprecher der Partei am Montag.
Der Menschenrechtsaktivist Moncef Marzouki soll Staatspräsident werden, während Moustapha Ben Jaafar, Führer der linksgerichteten Partei Ettakatol, den Posten des Präsidenten der Verfassunggebenden Versammlung übernehmen soll. Die Versammlung wird in ihrer ersten Sitzung am Dienstag über den Staatspräsidenten abstimmen, der dann Jebali mit der Regierungsbildung beauftragen soll.
Das für ein Jahr gewählte Parlament soll die Verfassung neu schreiben. Innerhalb eines Jahres soll es Neuwahlen geben, sagte der Sprecher weiter. In dem nordafrikanischen Land hatte die Bevölkerung im Januar den autokratisch herrschenden Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali gestürzt und damit den Arabischen Frühling in Gang gesetzt.
hen/dpa/dapd
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Tunesien | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH