Geheimdienste Auch Briten und Amerikaner spionierten die Türkei aus

Nicht nur der BND interessierte sich für die Türkei: Nach Informationen des SPIEGEL haben auch die Amerikaner und die Briten die Botschaften des Landes in Washington und bei der Uno in New York überwacht.

NSA-Zentrale in Maryland: "Erfolg in der Ausbeutung von Rechnern der türkischen Führung"
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NSA-Zentrale in Maryland: "Erfolg in der Ausbeutung von Rechnern der türkischen Führung"


Der Nato-Partner Türkei ist auch für die Geheimdienste der USA und Großbritanniens ein Ziel intensiver Überwachung. Laut Geheimdokumenten aus dem Archiv des Whistleblowers Edward Snowden, die der SPIEGEL einsehen konnte, rangiert die Türkei für die amerikanischen Dienste sogar in der Spitzengruppe der Aufklärungsziele. Ein Mitarbeiter des US-Dienstes NSA konnte 2006 melden: "Wir haben den allerersten Erfolg in der Ausbeutung von Rechnern der türkischen Führung erzielt." Erfolgreich waren die US-Dienste auch bei der Ausforschung der türkischen Botschaften in Washington und bei der Uno in New York – unter anderem haben sie dort die IT-Systeme mit Spähprogrammen infiltriert.

Lokalisierungsdaten und Telefonmitschnitte

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Heft 36/2014
Die hektische Suche nach einem entschleunigten Leben

Der britische Nachrichtendienst GCHQ hat neben der türkischen Politik insbesondere den Energiesektor des Landes im Visier: Die britischen Spione erhielten bereits im Oktober 2008 den Auftrag, die Zugänge zum türkischen Energieministerium sowie zu drei Unternehmen zu verbessern. Der Auftrag enthielt auch den damaligen Energieminister Hilmi Güler als Zielperson.

Gleichzeitig haben die NSA und türkische Behörden im Kampf gegen die kurdische Separatistenorganisation PKK äußerst eng kooperiert, wie die Unterlagen belegen. Man habe Lokalisierungsdaten und Telefonmitschnitte von PKK-Mitgliedern an die Türkei übergeben: "Das hat zum Tod oder der Gefangennahme von Dutzenden PKK-Anführern geführt." Zeitweise gab die NSA die Handy-Positionsdaten von PKK-Führern alle sechs Stunden an die Türken weiter, während militärischer Offensiven sogar im Stundentakt.



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