Kämpfe in Donezk Separatisten lassen eingekesselte ukrainische Soldaten frei

Putins Ruf fruchtet offenbar: Die prorussischen Separatisten haben eingekesselte ukrainische Truppen durch spezielle Fluchtwege freigelassen. Der Kreml-Chef hatte die Einrichtung eines humanitären Korridors gefordert.

Ukrainischer Innenminister Awakow (Archivbild): Fluchtkorridore für Soldaten
AFP

Ukrainischer Innenminister Awakow (Archivbild): Fluchtkorridore für Soldaten


Kiew/Donezk - Die prorussischen Separatisten haben in der Ostukraine Dutzende eingekesselte ukrainische Soldaten freigelassen. In Ilowaisk im umkämpften Gebiet Donezk seien die eingeschlossenen Einheiten über spezielle Korridore zu ihren Basislagern zurückgekehrt, teilte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow mit.

Offiziellen Angaben zufolge gab es mehrere Stellen, an denen ukrainische Truppen von militanten Aufständischen umzingelt waren. Die Separatisten berichteten von Hunderten betroffenen Soldaten.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die Separatisten am Freitag aufgefordert, einen Fluchtkorridor für ukrainische Regierungstruppen einzurichten. Der Kreml-Chef lobte ausdrücklich den Einsatz der Rebellenoffensive für "Neurussland".

Der "Verteidigungsminister" der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, Wladimir Kononow, betonte, dass nur unbewaffnete Kämpfer die Orte ungehindert verlassen könnten. Weil mehrere Uniformierte versucht hätten, sich mit Panzertechnik und Waffen aus ihrer ausweglosen Lage zu befreien, sei es zu neuen Kämpfen mit Toten und Verletzten gekommen.

Der Kommandeur des ukrainischen Bataillons Donbass, Semjon Semjontschenko, sagte, dass viele Soldaten in Gefangenschaft der Separatisten seien. Präsident Petro Poroschenko habe ihn darüber informiert, dass sie ausgetauscht würden gegen russische Soldaten, die in der Stadt Charkiw festgehalten würden.

bos/dpa

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