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Russischer Hilfskonvoi: Ukrainischer Geheimdienstchef wirft Moskau Invasion vor

AP

Der russische Hilfskonvoi hat die Grenze zur Ukraine überquert - ohne die Genehmigung Kiews. Der Chef des ukrainischen Geheimdiensts wirft Moskau deswegen eine "direkte Invasion" vor.

Donezk - Russland hat ohne Zustimmung der ukrainischen Regierung erste Lastwagen aus seinem Hilfskonvoi über die Grenze in die Ostukraine fahren lassen. Etwa hundert der insgesamt rund 280 weiß gestrichenen Fahrzeuge hätten den Übergang Donezk-Iswarino passiert, berichteten russische Agenturen am Freitag.

Die Führung in Kiew bestätigte, dass die Lastwagen ohne ihre Zustimmung und ohne Begleitung des Roten Kreuzes losgefahren seien. Der Chef des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU, Valentin Naliwaitschenko, spricht laut der Nachrichtenagentur Interfax Ukraine von einer "direkten Invasion" Moskaus. Es handele sich um "Militärfahrzeuge unter dem zynischen Deckmantel des Roten Kreuzes", sagte Naliwaitschenko. Er kündigte jedoch an, man werde den Konvoi nicht angreifen, um "Provokationen" zu vermeiden.

Präsident Petro Poroschenko teilte mit, Russland verletze mit der Entsendung internationales Recht. Die rund hundert Lastwagen seien ohne Kontrolle der ukrainischen Behörden und ohne Begleitung durch das Internationale Rote Kreuz unterwegs. Das ukrainische Außenministerium rief seine westlichen Partner auf, "die illegalen und aggressiven Aktionen Russlands" entschieden zu verurteilen.

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Russischer Konvoi: Putins weiße Karawane
Das Außenministerium in Moskau hatte zuvor mitgeteilt: "Wir ertragen die offenen Lügen und die Weigerung, eine Einigung zu erzielen, nicht länger - Russland hat beschlossen zu handeln." Der Konvoi starte "in Richtung Luhansk". Präsident Wladimir Putin sei darüber unterrichtet worden, zitierte die Nachrichtenagentur Ria Nowosti Putins Sprecher.

Auch das Internationale Rote Kreuz (IRK) bestätigte auf Twitter, dass die Lkw auf dem Weg in die Ukraine seien. "Wir eskortieren sie wegen der unberechenbaren Sicherheitssituation nicht", schreibt das IRK. Die Mitarbeiter hätten keine ausreichenden Garantien der Konfliktparteien erhalten. Das IRK-Team in Luhansk berichte von schweren Gefechten in der Nacht.

fab/AFP/dpa/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 165 Beiträge
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1. ....
e-ding 22.08.2014
Invasion? Invasion mit Hilfspaketen, die trotz ukrainischer Kontrolle zurückgehalten werden?
2.
daves1111 22.08.2014
Oh man... Die Ukraine steht Russland in Sachen Propaganda in nichts nach. Einfach lächerlich! Ich verstehe die russische Reaktion, warum noch länger warten wenn doch die Lkws schon geprüft wurden?
3. Invasion, klar!
ak-73 22.08.2014
Eine Woche! Eine ganze Woche - mehr als ausreichend Zeit den Konvoi ins Land zu lassen, wenn man das überhaupt will. Kiew wollte es nicht, Moskau setzt darüber hinweg - zu Recht! Die Führung in Kiew hat es verdient, dass man ihren Willen zur Not ignoriert.
4. Sehr verdächtig...
nichtsalsverdrus 22.08.2014
Es ist schon sehr verdächtig, dass 1. nicht der ursprünglich vereinbarte Grenzübergang angefahren wurde 2. ein defacto von der Ukraine nicht kontrollierbarer Grenzübergang benutzt wird 3. ein Grenzübertritt ohne Erlaubnis in einen souveränen Staat erfolgt und 4. die LKW offensichtlich noch nicht einmal halb beladen sind. Was den Verdacht aufkommen lässt, dass Waffen und Munition eingeschmuggelt werden sollen. Nicht auf den Ladeflächen, aber in eigens präparierten Fahrzeugteilen wie Rahmen etc. Und die Fahrer und Beifahrer sind wahrscheinlich auch keine Zivilisten und haben andere Ziele. Die troyanischen Pferde Moskaus. Jetzt warte ich auf die geballten Gegenkommentare der 5. Kolonne Moskaus hier im Forum.
5. Kümmert die Russen doch nicht mehr ...
agathon68 22.08.2014
... denn sie betrachten die Ukraine schon längst als russisches Territorium, was sonst? Da brauchen sie nun wirlich keine Erlaubnis, zumal der Konvoi ja humanitären Zwecken dient, nicht wahr. Erst Brand stiften, dann Feuerwehr spielen! Ein übles Spiel! Da wird sich auch der gute Steinmeier in seinen Bemühungen, einen Dialog zustande zu bringen, die Zähne ausbeißen, denn es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt (altes deutsches Sprichwort).
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