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Münchner Sicherheitskonferenz: Die wichtigsten Zitate

Ukraine, Irans Atomprogramm, globale Krisen - auf der Münchner Sicherheitskonferenz wurde heftig gestritten. Lesen Sie hier die zentralen Aussagen.

Die Krise in der Ukraine war zentrales Thema auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Gestritten wurde vor allem über die Frage, ob der Westen Kriegswaffen nach Kiew liefern soll. Am Sonntagvormittag vereinbarten Merkel, Hollande, Putin und Poroschenko einen Fahrplan zu einer Friedenskonferenz in Minsk.

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius Zur Großansicht
AFP

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius

"Was wir brauchen, ist Frieden vor Ort und nicht auf dem Papier."

(Frankreichs Außenminister Laurent Fabius am Sonntag)


Bundeskanzlerin Angela Merkel Zur Großansicht
AFP

Bundeskanzlerin Angela Merkel

"Das Problem ist, dass ich mir keine Situation vorstellen kann, in der eine verbesserte Ausrüstung der ukrainischen Armee dazu führt, dass Präsident Putin so beeindruckt ist, dass er glaubt, militärisch zu verlieren. Ich muss das so hart sagen. Es sei denn... Über es sei denn möchte ich nicht sprechen."

(Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag)


Russlands Außenminister Sergej Lawrow Zur Großansicht
DPA

Russlands Außenminister Sergej Lawrow

"Die Welt befindet sich hier an einem Wendepunkt. (...) Es stellt sich die Frage, ob Sie (der Westen) eine Sicherheitsarchitektur mit, ohne oder gegen Russland errichten wollen."

(Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Samstag)


US-Vizepräsident Joe Biden Zur Großansicht
Getty Images

US-Vizepräsident Joe Biden

"Es ist das Ergebnis von Entscheidungen von Putin, dass die Welt heute anders aussieht. (...) Wir glauben nicht, dass es eine militärische Lösung in der Ukraine geben kann."

(US-Vizepräsident Joe Biden am Samstag)


Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko Zur Großansicht
DPA

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko

"Der Friedensplan von Minsk ist keine Speisekarte des Bayerischen Hofes. Man kann sich nicht heraussuchen, was einem gefällt."

(Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko am Samstag)


Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier Zur Großansicht
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Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier

"Wir sind von einer politischen Lösung weit entfernt."

(Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Sonntag)


US-Außenminister John Kerry Zur Großansicht
AFP

US-Außenminister John Kerry

"Es gibt hier keine Spaltung, es gibt hier keine Uneinigkeit. (...) Ich möchte nicht, dass jemand auch nur über Spannungen nachdenkt."

(US-Außenminister John Kerry am Sonntag)


Irans Atomprogramm war das zweite große Thema der Konferenz. Mehrfach trafen sich dazu US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohammed Dschawad Sarif.

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif Zur Großansicht
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Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif

"Entweder wir verlieren gemeinsam oder wir gewinnen gemeinsam. (...) Wenn der Westen dem Atomprogramm nicht vertraut, ist das ein Problem."

(Mohammed Dschawad Sarif am Sonntag)


Steht die Welt also kurz vor einer diplomatischen Eiszeit? Immer wieder wurden auf der Sicherheitskonferenz Parallelen zum Kalten Krieg gezogen. Noch laufen intensive Gespräche, sowohl zur Ukraine als auch zu Iran.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Zur Großansicht
DPA

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg

"Der Kalte Krieg ist Geschichte, und so sollte es auch bleiben."

(Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag)


Uno-Kommissar António Guterres Zur Großansicht
REUTERS

Uno-Kommissar António Guterres

"Wir haben eine chaotische Welt. (...) Krisen können jederzeit überall entstehen."

(Uno-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, am Freitag)

che/dpa

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Ratlosigkeit
wahrsager26 08.02.2015
Ist offenbar groß-zu lange hat man sich alles Mögliche schön geredet....Ich wage zu vorherzusagen,dass Europa und die NATO durch zu viele neue Verpflichtungen noch gehörig Ärger bekommen wird-das kann man doch aus der Sicherheitskonferenz herauslesen !Es wird sich noch rächen diese EU so aufgebläht zu haben.Von der dt Idiotie mal abgesehen,dass alles gut wird,wenn man nur möglichst viel redet-Realismus war in den letzten hundert Jahren keine Stärke Deutschlands!Danke
2. Wenn es schon um die
warkeinnickmehrfrei 08.02.2015
"Wir erleben derzeit eine fast beispiellose Zeit des globalen Aufruhrs", sprach Herr Senator McCain in München in die Notizblöcke der Journalisten. Er vergaß darüber zu erwähnen das die USA durch ihr unverantwortliches Handeln speziell im Nahen und Mittleren Osten maßgeblich für diese leidvolle Entwicklung waren und sind.
3.
fluss-fischer 08.02.2015
Was die Amerikanier immer so raushauen... unfaßbar. Die leben ihre eigenen Hollywoodstiries und glauben fest dran. Es gibt eine ganz einfache Möglichkeit solche Krisen zu beenden. Egal was beschlossen wird, die Staatsführer müssen vorangehen. Es eröffnet sich denen eine ganz andere Sicht, wenn sie in der ersten Reihe stehen und nicht die Jugend losschicken.
4. Falsche Frage
humorrid 09.02.2015
scheint unsere Experten, Politiker und Journalisten zu beschäftigen - was will Putin? Die allesamt spekulativen Antworten reichen von rationalen geopolitischen Überlegungen bis Psychoanalyse. Die Frage, die wir uns eigentlich zuerst beantworten sollen, ist - was wollen wir? Sollen wir den Frieden in der Ukraine tatsächlich wollen, dann ist die Frage nach Waffenlieferungen eindeutig beantwortet. Doch hier, so scheint es, spielen die einzelnen Vertreter des "Westens" nicht mal miteinander mit offenen Karten. Symptomatisch für diese Situation war heutiger Presseclub - Herr Neef hatte ja die Antwort in der Hand, hat sich aber nicht getraut sie aufrichtig einzusetzen. Er übersetzte die Schlagzeile einer, übrigens Boulevardzeitung, falsch - die Separatisten würden Donetzk von Ukrainern befreien. Doch die richtige Übersetzung zielt auf die rechten Kampfverbände wie Asow. Und hier wäre ein konstruktiver Anfang. Wenn wir schon Putin zum Feind erklärt haben, sollen wir lernen Ihm zuzuhören. Es ist klar, aussenpolitisch hat Druck nicht viel gebracht. Dann muss man schauen wo Putin innenpolitisch seine Kraft schöpft - in Augen von Putin und der Russen führen die Separatisten keinen Krieg gegen Kiew oder Ukrainer sondern gegen rechte Verbände. Für ein Land, dass im WWII fast 30 Millionen verloren hat, ist dies ein heiliger Krieg. Auch in seiner Rede zu Krim hat Putin immer wieder betont, nur wir haben nicht richtig zugehört - es ist ein heiliger Boden, aber warum? Wegen Kerch, Herson usw. - alles heroische Kämpfe gegen Nazi Deutschland. Der erste Schritt Putin innenpolitische Legitimation zu nehmen, wäre die rechten Verbände zu entwaffnen und aufzulösen. Doch statt dessen wollen wir das Gegenteil, noch mehr Waffen. Aus dieser Perspektive soll es klar sein wie wichtig die anstehende Feier des Sieges ist und dass Deutschland auf gar keinen Fall in die Rolle der Waffenlieferanten von Azow und co. schlüpfen sollte. Mehr Druck auf Moskau geht nur mit mehr Druck auf Kiew - das sollen wir endlich kapieren und sich nicht nur damit beschäftigen zu beweisen, dass wir die Guten sind und im Recht. Kiew möchte nach Westen, aber nur dieser Wunsch macht das Land noch lange nicht demokratisch. Mt Abstellen von sozialen Leistungen an die Ostukraine und Beschuss mit Grad-Raketten durch rechte Verbände eigentlich liefert Poroshenko alles was Putin braucht.
5. Handeln vor Ort!.......
gottfriedjosephbertram 09.02.2015
......je nachdem wie der Verlauf der Verhandlungen in Minsk am Mittwoch sich zeigen wird, wird es notwendig werden Waffen an die Ukraine zu liefern, um Russland/PUTIN Grenzen zu setzen zum Schutze menschlichen Lebens und des Frieden in der Welt!
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