Ukraine Jazenjuk bleibt Regierungschef

Das Parlament in Kiew stimmte mit großer Mehrheit für ihn: Arsenij Jazenjuk wurde für eine weitere Amtszeit zum Ministerpräsidenten der Ukraine gewählt.

Jazenjuk (l.) und Poroschenko: Sieg für die prowestlichen Parteien
DPA

Jazenjuk (l.) und Poroschenko: Sieg für die prowestlichen Parteien


Kiew - Arsenij Jazenjuk bleibt ukrainischer Regierungschef. Das Parlament wählte ihn am Donnerstag erneut zum Ministerpräsidenten. Die Oberste Rada stimmte in ihrer konstituierenden Sitzung mit großer Mehrheit für Jazenjuk. 341 Abgeordnete sprachen dem Regierungschef ihr Vertrauen aus, deutlich mehr als die erforderlichen 226 Stimmen.

Bei der Parlamentswahl am 26. Oktober hatten die Parteien mit EU-Kurs mehr als 50 Prozent der Stimmen erobert. Die Kommunisten flogen aus dem Parlament in Kiew. Die fünf prowestlichen Parteien verständigten sich auf ein Bündnis - darunter der Block von Präsident Petro Poroschenko und die Volksfront Jazenjuks.

Eine Regierungsbildung wird in den kommenden Tagen erwartet. Die Abgeordneten wählten zudem Wladimir Groisman, einen engen Vertrauten Poroschenkos, zum Parlamentspräsidenten.

als/AFP/dpa

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insgesamt 31 Beiträge
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seneca55 27.11.2014
1. In 4Jahren werden wir die Ukraine nicht wieder erkennen
Wenn das Parlament ihm noch weitere 4 Jahre gibt. Im Augenblick sieht die Ukraine noch schlechter aus, als der Ritter von Nuland mit seiner Maidanrevolte begann und ab Februar dann Ministerpräsident der neuen demokratischen Ukraine startete. Jetzt werden bald Grenzstreifen mit Mauern verstärkt - hoffentlich auch selbst bezahlt - und dann direkt im Bund mit den USA in die NATO gehievt, um mit dem Raketengürtel und den Frackingabkommen seinen Obolus an Nuland, Obama ab zu drücken. Alles wird gut, wenn der Bär erst erlegt ist, oder? Also drauf und dran mit der ukrainischen Volksfront !
Immanuel_Goldstein 27.11.2014
2.
Zitat von seneca55Wenn das Parlament ihm noch weitere 4 Jahre gibt. Im Augenblick sieht die Ukraine noch schlechter aus, als der Ritter von Nuland mit seiner Maidanrevolte begann und ab Februar dann Ministerpräsident der neuen demokratischen Ukraine startete. Jetzt werden bald Grenzstreifen mit Mauern verstärkt - hoffentlich auch selbst bezahlt - und dann direkt im Bund mit den USA in die NATO gehievt, um mit dem Raketengürtel und den Frackingabkommen seinen Obolus an Nuland, Obama ab zu drücken. Alles wird gut, wenn der Bär erst erlegt ist, oder? Also drauf und dran mit der ukrainischen Volksfront !
Haben Sie außer irrwitzigen Behauptungen, unbewiesenen Zukunftsspekulationen und blankem Hass eigentlich auch irgendwelche Fakten zu bieten?
Faktenanalyse 27.11.2014
3. Gibt es keine besseren Kandidaten?
Kaum zu glauben, dass das Parlament keinen besseren Kandidaten finden konnte. Solange Jazenjuk an der Macht ist, kann man mit der Ukraine nicht verhandeln. Der Mann ist ein Demagoge, er polarisiert und spaltet das Land, hetzt gegen Russland, versucht, den Westen zur Aufnahme der Ukraine zu zwingen. So wird das kaum gelingen. Hoffentlich.
recepcik 27.11.2014
4. Der Rechte Block
In der Ukraine wird uns demokratisch und pro westlich präsentiert. Hat man schon vergessen dass gerade die "demokratischen und pro westlichen Kräfte" Andersdenkende aus den Parlament rausgeprügelt haben ?
derandersdenkende 27.11.2014
5. Jazeniuk?
Für viele auch für mich trägt er das Gesicht der profaschistischen Putschisten! Durch die Zensur ist er unter besonderen unverdienten Schutz gestellt. Er profitierte von einer prowestlichen Wahlfarce, bei der demokratische Gegenkandidaten, gezielt beleidigt, bedroht und geschlagen wurden! Eine zutiefst undemokratische Wahl die der Westen gegenüber demokratischen Voten den Vorzug gibt!
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