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US-Vizepräsident: Biden verordnet Europa Einigkeit in der Ukraine-Krise

Von , Brüssel

US-Vizepräsident Biden: Europäer sind Opfer russischer Propaganda Zur Großansicht
AFP

US-Vizepräsident Biden: Europäer sind Opfer russischer Propaganda

"Unangebracht und ärgerlich": US-Vizepräsident Biden hat die Klagen europäischer Länder wegen kostspieliger Russland-Sanktionen scharf kritisiert. In der Ukraine-Krise sei nun ein klarer, gemeinsamer Kurs gefordert.

Brüssel - US-Vizepräsident Joe Biden hat am Freitag in Brüssel entschieden vor Uneinigkeit der Europäer in der Ukraine-Krise gewarnt. Beim Besuch einer Sondersitzung der Fraktionsvorsitzenden des Europaparlaments sagte Biden laut Teilnehmern, die Klagen mancher EU-Mitgliedstaaten über teure Sanktionen gegen Russland seien unangebracht und ärgerlich.

"Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem die USA und Europa fest zusammenstehen müssen. Russland darf keine neuen Grenzen in Europa ziehen. Doch genau das passiert gerade", so der US-Politiker weiter. Europa und die USA dürften sich ebenso wenig auseinander dividieren lassen wie die Nato.

Kritiker der Sanktionspolitik gegen Moskau sollten bedenken, dass auch sie vom derzeit niedrigen Ölpreis profitierten - und nachdenken, ob dieser nicht im Zusammenhang mit dieser entschlossenen Politik stünde.

Wenn die Einigkeit der Europäer bröckele, würden die Amerikaner über eigene Optionen nachdenken, so der Demokrat. Dabei verwies er auf die Sanktionen, die nicht nur fortgesetzt, sondern im Falle eines Scheiterns der jüngsten diplomatischen Initiative von Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande noch verschärft werden müssten. Ob damit auch umstrittene Waffenlieferungen an die Ukraine gemeint seien, präzisierte Biden nicht.

Jedoch ließ er keinen Zweifel daran, dass diese diplomatische Initiative den Segen der Amerikaner hat - vermutlich auch, weil diese eine Möglichkeit bietet, mit der Kreml-Spitze wieder ins Gespräch zu kommen. Dies strebt die US-Regierung seit Längerem an.

Merkel und Hollande waren am Donnerstag zu einer außerplanmäßigen Reise in die Ukraine und nach Russland aufgebrochen. Dort hoffen sie, die Spannungen zwischen beiden Ländern, die in einem bewaffneten Konflikt ausarten, doch noch abbauen zu können. Am Abend treffen sie mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen.

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insgesamt 323 Beiträge
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1. Europa - Unabhängigkeit verloren?
Volksverdummung-2 06.02.2015
Wenn man ein starkes Europa schon nicht mehr auflösen kann - siehe Balkanisierung - dann eben die Übernahme der Entscheidungen in Politik und Wirtschaft durch die USA! Traurig, das sich so gar keiner dagegen stemmt!
2. Hiermit fordere ich Herrn Biden auf, nicht weiterhin durch
hugahuga 06.02.2015
Einmischen, durch einseitige Stellungnahme für die Kiewer Regierung, durch das Vermischen von privaten und öffentlichen Interessen - Unfrieden in Europa zu stiften. Wenn die Europäer der Meinung sind, dass auf europäischem Boden kein Zerwürfnis einen Krieg rechtfertigt, wenn sie der Meinung sind, dass die von der US Administration forcierte Spaltung Europas zum Nachteil der Bürger Europas ist - dann ist und bleibt das immer noch die Sache der Europäer. Möge Herr Biden seine Sachen, seinen Sohn und seine merkantilen Aktivitäten von Europa und aus der Ukraine in die USA verlagern. Da gehört er hin. Es ist an der Zeit - Amiland die Rote Karte zu zeigen. Wir sollten uns nicht benutzen lassen, denn wir wären die Verlierer.
3. Wenn Biden etwas verordnet,
drent 06.02.2015
dann haben diese schlappen Europäer gefälligst Haltung anzunehmen : Jawoll!
4. Nibelungentreue
Zaphod 06.02.2015
Die USA fordert von den Europäern Nibelungentreue ein, um einen unnötigen Konflikt weiter anzuheizen. Die Sanktionen schaden Europa und Russland, daher sollten sie möglichst rasch aufgehoben werden. Frieden schafft man nicht durch Waffenlieferungen an Kiev, sondern nur durch Druck auf die Ukraine, damit sie sich friedlichen Lösungen, die den Willen der Bewohner der jeweiligen Landstriche respektieren, nicht verstellt.
5. Joe Biden
donemilio 06.02.2015
Iß ja klar, der Pappa Biden hat Angst, daß sein Sohn seinen lukrativen Jop in der Ukaine verliert. Was wir uns eigentlich alles von den blöden Amerikanern (den Offiziellen) anhören müssen. Warum widerspricht eigentlich keiner von unseren Großkopfeten? Nein, ich meine nicht den Opa Gauck. Der kriegt nix mehr mit. Nix für ungut.
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