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Energielieferung: Ukraine und Russland einigen sich auf Gaspreis für den Winter

Wladimir Putin: Vorübergehende Einigung im Gasstreit Zur Großansicht
REUTERS

Wladimir Putin: Vorübergehende Einigung im Gasstreit

Für den Winter haben sich die Ukraine und Russland auf einen Gaspreis geeinigt. Die Ukraine könnte jedoch Schwierigkeiten haben, diesen zu bezahlen - und hofft auf Hilfe aus Deutschland.

Kiew - Die Ukraine und Russland haben sich auf einen Gaspreis für die Wintermonate geeinigt. Bis zum 31. März soll nun ein Preis von 385 Dollar je 1000 Kubikmeter Gas gelten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Ukraine könnte jedoch auf internationale Hilfe angewiesen sein, das Gas auch tatsächlich zu bezahlen, sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko.

Der Preis liegt nun 100 Dollar über dem früheren. Die Ukraine und Russland hatten seit zwei Jahren darüber gestritten; im Juni dieses Jahres stellte Russland seine Gaslieferungen an die Ukraine ein. Poroschenko hatte sich am Freitag mit Russlands Präsident Wladimir Putin getroffen und von Fortschritten berichtet.

Um die Gaslieferungen bezahlen zu können, hofft er nun auf Hilfe vom IMF. Gespräche über neue Kredite an die Ukraine werden im November geführt.

Ukraine hofft auf mehr Geld aus Deutschland

Die wirtschaftlich angeschlagene Ukraine braucht Außenminister Pawel Klimkin zufolge deutlich mehr Finanzhilfe als die vom Westen zugesagten 30 Milliarden US-Dollar (etwa 23,5 Milliarden Euro). "Im Moment rechnen wir mit einem Rückgang von sieben bis acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ich denke, unser zusätzlicher Finanzbedarf wird gravierend sein", sagte Klimkin der "Wirtschaftswoche". In den von Separatisten beherrschten Gebieten, die bisher ein Siebtel zur Wirtschaftsleistung beigesteuert haben, stünden die Betriebe still.

"Die Deutschen spielen eine große Rolle bei der Finanzierung der Hilfen", sagte Klimkin. "Deutsche Unterstützung brauchen wir bei der Einführung von EU-Standards in der Verwaltung, dem Aufbau eines modernen Steuerwesens, dem Kampf gegen Korruption", meinte er. "Die Erfahrung bei der Integration der ehemaligen DDR könnte uns auch helfen - etwa bei der Neuaufstellung von Polizei und Justiz."

isa/Reuters/dpa

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insgesamt 133 Beiträge
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1. Die Ukraine ….
slob 19.10.2014
Hofft ständig, bekommt aber nichts – auch nichts von Deutschland! Wer braucht diesen Krieg wirklich? Amis ? Amis soll EU endlich verfuckt haben? oder sind wir wirklich so schwach und stimmenlos?
2. Austerität und Niedriglöhne für 20-30% der Bevölkerung
LiRaWiWi 19.10.2014
eine marode Infrastruktur und dann zumindest zweistellige Milliarden Beträge für die nächsten 10 Jahre für ein korruptes Oligarchen-System, das nebenbei rechtsradikale faschistoide Kampfverbände finanziert, den Deutschen erfolgreich zu verkaufen, wird auch für Frau Dr Merkel schwierig werden - aber wahrscheinlich findet die Abwicklung soweit wie möglich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
3. Wir bezahlen für alles
wo_st 19.10.2014
Warum nicht, dann kommt die AfD mit achtzig Prozent.
4. Fr.Merkel
elspaco 19.10.2014
wird schon in die Taschen kommen,es ist ja nicht ihre Kohle,die sie diesen korrupten Neonazis zukommen lässt.
5. Eigenverantwortung
Zaphod 19.10.2014
Auch wenn der Begriff Eigenverantwortung negativ besetzt ist, im Fall der Ukraine sollte er einmal Bedeutung erlangen. Offensichtlich hat es die Ukraine in den letzten Jahren nicht geschafft, ein vernünftiges Verhältnis zu Russland aufzubauen. Statt dessen hofft sie auf dauernde Hilfe von Europa. Warum jedoch sollte Europa einem Staat helfen, der nicht in der Lage ist, mit seinen Nachbarn friedlich zusammen zu leben? Es ist an der Zeit, dass Europa und die EUR der Ukraine klar machen, dass wir nicht Zahlmeister sein können und wollen, um die politischen Fehler der Vergangenheit auszugleichen. Die Ukraine mag in Europa liegen, aber dies berechtigt sie nicht, durch eine törichte Politik stets auf die Hilfe der Europäer zu hoffen!
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Fläche: 603.700 km²
(inklusive der Krim, die seit 2014 von Russland annektiert ist)

Bevölkerung: 45,363 Mio.

Hauptstadt: Kiew

Staatsoberhaupt:
Petro Poroschenko

Regierungschef: Volodymyr Hroisman

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