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Ukraine-Konflikt: Russland kündigt zweiten Hilfskonvoi an

Russland will anscheinend weiter im Ukraine-Konflikt zündeln: Trotz heftiger internationaler Kritik an dem ersten Hilfskonvoi plant die russische Regierung einen zweiten Transport in die Region Donezk.

Berlin/Moskau - Die russische Regierung will einen weiteren Hilfskonvoi in die Ostukraine schicken. Wie Außenminister Sergej Lawrow am Montag mitteilte, hat Moskau die Regierung in Kiew bereits über das Vorhaben informiert. Die Lastwagen sollen noch diese Woche auf derselben Route wie der erste Konvoi fahren, sagte Lawrow.

Moskau hatte am Freitag einen Hilfskonvoi für die Not leidende Bevölkerung in der Ostukraine ohne das Einverständnis Kiews und des Roten Kreuzes nach Luhansk geschickt, am Samstag kehrten die Fahrzeuge nach Russland zurück. Lawrow rief die Ukraine und das Internationale Rote Kreuz auf, bei der Hilfsaktion mitzuarbeiten.

Die Fahrt des Konvois wurde außerhalb Russlands als klare Provokation gegenüber der Regierung in Kiew interpretiert.

Lawrow betonte wiederum, Russland sei bereit, in jedem beliebigen Format zu einer Lösung der Ukraine-Krise beizutragen. Auch Treffen mit Frankreich und Deutschland, der EU und den USA seien möglich, sagte er. Russland sei überdies bereit zu einer Harmonisierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Ukraine und der Eurasischen Zollunion bestehend aus Russland, Weißrussland und Kasachstan.

Die humanitäre Krise im Osten des Landes solle auch beim Gipfeltreffen der Eurasischen Zollunion in Minsk an diesem Dienstag mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko besprochen werden, sagte Lawrow.

flo/dpa/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 227 Beiträge
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1. Wo bleibt der ukrainische Hilfskonvoi
newsoholic 25.08.2014
Eigentlich wäre es doch die Aufgabe der Regierung in Kiew, der Bevölkerung wenigstens zu helfen, wenn man schon das Feuer nicht einstellen möchte.
2. Ouch!
Lexx 25.08.2014
Auch wenn ich die Hilfe für die Bewohner der Ostukraine befürworte, halte ich das doch für übereilt von Russland. Andererseits kann ich das handeln verstehen, da Kiew dafür verantwortlich ist das Wohlergehen der Bevölkerung zu sichern. Aber das ist ihnen scheinbar egal...
3. Es geht in die richtige Richtung...
geddon 25.08.2014
... natürlich sind dies nach wie vor Störfeueraktionen gegenüber der Regierung in Kiew, aber die Äußerungen machen immer mehr deutlich, dass Russland versucht, möglichst ohne Gesichtsverlust aus der Krise herauszukommen. Die Sanktionen wirken. Es tut weh im Portemonnaie.
4. und?
ArnoNyhm1984 25.08.2014
An der Grenze im Beisein des IRK (oder anderer NGOs) auf Waffen kontrollieren, danach ins Land lassen bzw. gefundene Waffen medienwirksam veröffentlichen. - humanitäre Lieferungen = willkommen - Waffenlieferungen = anprangern
5. Warum diese Sprache?
p-schrader 25.08.2014
Russland "zündelt" bei SPON. Zündelt Kiew nicht auch die fanze Zeit? Da wird aber eine solche Sprache nicht verwendet.
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