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Ukraine-Konflikt: USA drohen Russland mit weiteren Sanktionen

Prorussische Separatisten bei der Übergabe von Todesopfern: "Das ist sinnlos" Zur Großansicht
AP/dpa

Prorussische Separatisten bei der Übergabe von Todesopfern: "Das ist sinnlos"

Bei Gefechten zwischen Militär und Separatisten in der Ostukraine sind Dutzende Menschen gestorben. Die US-Regierung fordert Russland auf, die Aufständischen zu stoppen - andernfalls drohten dem Kreml weitere Sanktionen.

Washington - US-Vizepräsident Joe Biden hat Russland mit weiteren Sanktionen gedroht, wenn es den Separatisten im Osten der Ukraine nicht Einhalt gebiete. In einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko sagte Biden, die USA und ihre Partner würden Moskau weiteren Druck machen, wenn es seinen Einfluss auf die Separatisten nicht nutze, hieß es aus dem US-Präsidialamt.

Die USA und die Europäische Union (EU) haben bislang Sanktionen gegen einzelne Personen und einige Unternehmen verhängt, weil Russland im März die Halbinsel Krim in sein Staatsgebiet eingliederte.

Die Gefechte im Osten des Landes halten unvermindert an. Am Mittwoch kamen mindestens 15 Soldaten und vier Aufständische ums Leben. Zudem seien zahlreiche Militärs verletzt worden, teilte ein Sprecher der Armee mit. Beide Seiten, Militär und Separatisten, vereinbarten in Luhansk die Übergabe von Todesopfern.

Uno-Bericht zur Lage in der Ukraine: Atmosphäre ständiger Angst

Uno-Beobachter warfen den Separatisten die Tötung von Zivilisten, Folter und weitere Verletzungen der Menschenrechte vor. Bewaffnete in den Regionen Donezk und Luhansk hätten eine Atmosphäre ständiger Angst geschaffen, heißt es in einem Bericht der Uno zur Überprüfung der Menschenrechtslage in der Ukraine.

Bei den Kämpfen kamen seit Mitte April mehr als 300 Menschen ums Leben, wobei die weitaus meisten Zivilisten waren. Entsprechende Angaben ukrainischer Behörden konnten aber von den Uno-Beobachtern nicht unabhängig überprüft werden, wie sie einräumten. Zehntausende Menschen hätten die Gebiete in der Ostukraine inzwischen aus Sicherheitsgründen verlassen.

Poroschenkos Vorstoß, eine Feuerpause einzurichten, lehnen die Separatisten ab. "Sie stellen das Feuer ein, wir geben die Waffen ab und sie schnappen sich uns. Das ist sinnlos", sagte der Separatistenführer Denis Puschilin. Poroschenko hatte einen einseitigen Waffenstillstand angekündigt, bei dem die prorussischen Aufständischen ihre Waffen abgeben und auf eine Amnestie hoffen könnten.

Auch Russland kritisierte die Initiative als unzureichend. "Wir erwarten einen allumfassenden Waffenstillstand und keine kurze Feuerpause", sagte Außenminister Sergej Lawrow. Poroschenko müsse Aufständischen einen Dialog anbieten und nicht deren Kapitulation fordern.

kes/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 126 Beiträge
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1. Na klar !
fabio 19.06.2014
Die USA giessen weiter Öl ins Feuer, Sanktionen werden so oder so gemacht,man sucht konstruiert nur noch einen halbwegs "offensichtlichen" Grund. Die europäischen Bürger glauben dem sowieso nicht mehr,für die amerikanischen Dödels leicht es allemal. Ihr "IM" Poroschenko fühlt sich stark und sieht keinen Grund,ernsthaft zu verhandeln. Die Tschechen sind unterdessen wohl die Einzigen (Hut ab!),welche öffentlich sagen: "Ami-Truppen bei uns? Nein,danke! Und die Ukraine soll endlich aufhören,Öl ins Feuer zu giessen!"
2. Es ist einfach traurig....
Empfinder 19.06.2014
UN-Beobachter warfen den Separatisten die Tötung von Zivilisten, Folter und weitere Verletzungen der Menschenrechte vor.........................................................................................................................................................Falls die internationale Gemeinschaft nicht bald auf das Vorgehen der Kiewer Orde reagiert, dann werden noch mehr unschuldige Menschen sterben, während im Westen von Menschenrechten gelabert wird......
3. Endlich mit dem Morden aufhören
dsd333 19.06.2014
Kiew sollte diesen Konflikt endlich mit friedlichen Mitteln lösen. Wenn sich eine Region abspalten will, muß man sie eben besser behandeln, dann will sie es nicht. Der Westen sollte dieses Morden vom Staat gegen seine Bevölkerung nicht mit Geld finanzieren. Die Medien sollten neutral berichten und nicht weiter die Faschisten in der Ukraine verharmlosen und die Russen dämonisieren, denn so macht sich die Presse mitschuldig an den Morden, ohne Kriegsrecht sind es Morde.
4. Biden und die USA
FKassekert 19.06.2014
hilfloses Gezwitschere eines Politikers, der seinen Sohn in der Ukraine mit einem gutbezahlten Posten versorgt hat !!! Den soll Putin noch ernst nehmen? Die haben es noch immer nicht kapiert, koennen es wohl auch nicht: Putin und Russland gibt den Ton und die Melodie, einschliesslich des Gesangs vor! Regionalmacht - genau in dieser Region ist Russland eine Macht, eine sehr grosse Macht! Und die usa? Ein hilfloser Haufen! Seit Monaten das selbe Lied, es wird dadurch auch nicht besser! Und das viele Geld, dass durch die Essen gejagt wurde! Pfutsch ... na bei den Oligarchen wird schon was haengen geblieben sein, Oder? Ware doch schlimm, wenn nicht so? eu und usa koennen sich nicht endgueltig einigen wer die Gasschulden zahlt, zahlen muss? Na wer wohl? Sollten Snaktionen der usa kommen, eines Tages muss er ja neue aussprechen, sonstist er ja nur noch laecherlich, dann kommen die Sanktionen Russlands! Wen trifft's - die Europaeer! Japan windet sich uebrigens wie es nur geht, um da nicht laenger mitmachen zu muessen. Man hatganz andere Ziele im asiatischen Raum! Man denkt sogar an einen Austritt aus der G7 nach! Keine Berichte hier - warum wohl? Nicht informiert ... Man sollte auch mal ueber den Teich in die andere Richtung schauen!
5. Eigentlich
seine-et-marnais 19.06.2014
Zitat von sysopAP/dpaBei erneuten Gefechten zwischen Militär und Separatisten in der Ostukraine sind Dutzende Menschen gestorben. Die US-Regierung fordert Russland auf, die Aufständischen zu stoppen - andernfalls drohten dem Kreml weitere Sanktionen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-konflikt-usa-drohen-russland-mit-weiteren-sanktionen-a-976066.html
Eigentlich drohen die USA dass die EU Sanktionen verhängt, denn die USA haben ja keine handelsintensiven Beziehungen zu Russland. Oder verhängen die USA Sanktionen und werden, siehe BNP, dann falls die EU keine Sanktionen verhängt Firmen aus dem EU-Raum (natürlich keine in Europa tätigen US-Firmen) willkürlich bestrafen? Einen Artikel weiter im Spon konnte man lesen dass die USA ihrem 'Alliierten' im Irak vor dessen Tür in Bagdad die ISIS steht nicht einmal mit Bombardierungen helfen kann/will?/. Weshalb ist vdL in den USA, wieso will Gauck in den Krieg ziehen? Können oder wollen die USA nicht mehr den Weltpolizisten machen? Weshalb sollen die Europäer da Aufgaben in der Rolle von Hilfssheriffs übernehmen? Ich fürchte die USA übernehmen sich bei der Bekämpfung der 'Regionalmacht' Russland, wie sie sich bei den vielen Farbenrevolutionen übernommen haben, denn da kontrollieren sie nichts mehr und alles geht schief, siehe Libyen, Ägypten, Syrien, Ukraine. Viele Hunde sind des Hasen Tod, das gilt auch für Bunnies.
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(inklusive der Krim, die seit 2014 von Russland annektiert ist)

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