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Frauenschicksale in der Ukraine: Welch ein unerbittlicher Winter

Eine Multimedia-Story von Till Mayer und Hendrik Steffens

Der Krieg stürzt die Ukraine in eine schreckliche Krise. Rentner verarmen, junge Menschen verlieren ihre Heimat und Mütter beweinen ihre Söhne. Drei Frauen, drei Schicksale.

DIE GROSSMUTTER

Till Mayer
Es ist bitter kalt. Der Winter bleibt bei Sofia Wojtsychiwska nicht vor der Tür. "Väterchen Frost klopft nicht erst an, um herein zu kommen", sagt die 82-Jährige. Weit hat er es in dem einst stolzen Bürgerhaus aus k. und k.-Zeiten dabei nicht. Eine zugige Holztür führt direkt von der Straße in das kleine Wohn- und Schlafzimmer der alten Frau. Angenagelte Teppichbodenreste sollen abdichten, wo der Wind durch die Fugen pfeift. Die Holzplatte vor dem kaputten Fenster ebenso.

Den unteren Teil haben vor Jahren ein paar Jugendliche mit Steinen eingeworfen. "Für das Glas und die Handwerker reicht mein Geld nicht", sagt Sofia Wojtsychiwska.

So zieht es an allen Ecken und Enden. Draußen treibt der Wind Schneeflocken über Pflaster und Asphalt, in der Wohnung dampft an besonders kalten Tagen der Atem der alten Frau. Sie steht zwischen den Betten.

Sofia Wojtsychiwska hält nichts auf: Um ihre karge Rente zu verbessern, sammelt sie Kartons und bringt sie zur Sammelstelle.

Die Heizung von Sofia Wojtsychiwska ist kaputt. Eine Reparatur unerschwinglich. So trägt die 82-Jährige im Winter auch zu Hause einen Mantel.

Wenn sie sich einen Tee kocht, wärmt sich Sofia Wojtsychiwska die Hände am Topf.

Rotkreuz-Schwester Wita Dudjak gehört zu den wenigen Besuchern von Sofia Wojtsychiwska. Sie misst ihren Blutdruck, gibt Medikamente und trägt Salben auf.

Einen Großteil ihrer Medikamente bekommt Sofia Wojtsychiwska von der Rotkreuz-Schwester kostenlos. SPIEGEL-ONLINE-Leser haben das kleine Hilfsprojekt für verarmte Rentner möglich gemacht.

Die kinderlose Witwe Sofia Wojtsychiwska nennt Rotkreuz-Mitarbeiterin Wita Dudjak "mein Töchterchen". Die Krankenschwester nimmt sich Zeit für ein Gespräch. Manchmal endet es in Tränen. Das im Osten ihrer Heimat wieder Krieg herrscht, trifft die alte Frau schwer.

Für viele einsame Senioren sind die Rotkreuzschwestern die letzte Hoffnung. Mit ihren 74 Jahren leistet Krankenschwester Olga Roman tapfer ihren Dienst. Für ihre Klienten und Kolleginnen ist sie eine Legende. 50 Euro verdient die betagte Krankenschwester im Monat.

Viele Rentner arbeiten weiter, so lange es nur irgendwie geht, um die karge Rente aufzubessern.

Andere alte Menschen, sehen nur noch im Betteln den letzten Ausweg, um nicht zu hungern. Es ist ein unbarmherziger Winter in Lviv und der ganzen Ukraine.

Ein schmaler Durchgang nur in dem kleinen Zimmer, der zwischen beiden Möbelstücken bleibt. Das eine hat einst ihrem Mann gehört. Sofia Wojtsychiwska vermisst ihn immer noch, als sei er erst gestern gegangen und nicht seit über zwei Jahrzehnten tot. Das Bett aus der Wohnung zu geben, der alten Dame würde es das Herz brechen. Über ihrem hängt der obligatorische Teppich, den wohl jedes Großmütterchen in Lviv an die Wand hängt. Passend zur Zimmertemperatur das Muster: schneebedeckte Berge. "Die schönen Karpaten", nickt Sofia Wojtsychiwska stolz und deutet mit dem Gehstock darauf. Über allem lächelt milde, gerahmt und hinter Glas, die Muttergottes.

Der Gasofen funktioniert schon lange nicht mehr", erzählt Sofia Wojtsychiwska, als sie in die Küche führt. Rotkreuz-Schwester Wita Dudjak, die sie mehrmals in der Woche besucht, hatte sogar einmal einen Fachmann mitgebracht. Doch der schlug nur die Hände über dem Kopf zusammen. Leitungen, Ofen, alles müsste ausgewechselt werden.

Unbezahlbar für Sofia Wojtsychiwska mit ihren weniger als umgerechnet 50 Euro Minimalrente im Monat. So schläft sie jede Nacht unter einem Deckenmeer, mummelt sich tagsüber in ihren dicken Mantel ein. Unter dem braunen Kopftuch blickt ein gütiges Gesicht mit tiefen Falten. Sie erzählen von einem langen Leben. Und von einem entbehrungsreichen.

30 Jahre hatte sie in einem Kombinat als Näherin gearbeitet. Das Kombinat überlebt den wirtschaftlichen Wandel nicht. Sofia Wojtsychiwska geht putzen, ihr Mann arbeitet bei der Bahn. Als beide Rentner sind, sammelt sie Flaschen und Altpapier, um die Situation ein wenig zu mildern. "Irgendwie ging es immer", sagt sie. Jetzt weiß die 82-Jährige nicht mehr weiter.

Die junge Ukraine erlebt unruhige Zeiten, der Konflikt im Osten bringt das Land an den Rand des Bankrotts. Die kriegsbedingte Inflation lässt die Kaufkraft der Rente und Löhne schwinden. "Vor zwei Jahren war es schon hart für uns Rentner, aber damals hatte ich noch mehr als doppelt so viel zum Leben. Jetzt kann ich nur noch auf Gott vertrauen", sagt die alte Frau. Und auf Rotkreuz-Schwester Wita Dudjak. Die kinderlose Sofia Wojtsychiwska nennt sie "mein Töchterchen".

Kommt die Rotkreuz-Mitarbeiterin, schält sich die alte Dame aus dem dicken Mantel, damit der Blutdruck gemessen werden kann. Dann gibt es eine Spritze und die Schwester holt die Medikamente. Das sind nicht wenige Tabletten. Für das altersschwache Herz, für die schmerzenden Gelenke, Tropfen für die Augen und Aufbauspritzen. Aber vor allem die Polyarthrose macht ihr zu schaffen. "Ui, ui, das schmerzt, dass ich manchmal weinen könnte", sagt die alte Frau.

Wita Dudjak nickt verständnisvoll und streicht dem Mütterchen über dem Kopf. "Zum Glück haben wir einen kleinen Medikamenten-Fonds für unsere Sozialstation, den deutsche Spender ermöglicht haben. Sonst wüssten wir nicht, wie wir unserer Frau Sofia die Medikamente geben könnten", meint die 49-Jährige.

SPIEGEL-ONLINE-Leser hatten nach einem Bericht über Altersarmut 2011 geholfen, dieses kleine Hilfsprojekt ins Leben zurufen (hier der Bericht darüber).

Sofia Wojtsychiwska bekommt den Großteil ihrer Medikamente kostenlos. Trotzdem muss sie heute für die anderen Medikamente mehr bezahlen als vor der Krise. Aufgrund der völlig desolaten Lage verteilen die Rotkreuz-Schwestern jetzt auch regelmäßig Lebensmittelpakete an die Bedürftigsten. Auch Sofia Wojtsychiwska erhält immer wieder ein Paket, doch es kann die Not nur ein wenig lindern. Dabei sind die Helfer selber "Sozialfälle". Rund 50 Euro verdient eine Schwester. Sechs Millionen Rentnerinnen und Rentner fristen in der Ukraine ein erbärmliches Leben mit einer Mindestrente von 1220 Hrywnja.

Die Kaufkraft schwindet weiter durch die kriegsbedingte Inflation. Der DRK-Landesverband "Badisches Rotes Kreuz", der die Gelder kostenfrei verwaltet, hofft auf neue Spenden, um langfristig weiter unterstützen zu können. Sofia Wojtsychiwska hilft sich, soweit es geht, selbst.

Für die Schwester gibt es noch einen Kuss auf die Stirn, als diese geht. Dann marschiert die alte Dame los. Mit einem Wägelchen holt sie jeden Tag Kartons bei einem Geschäft ab. Dann geht es drei Kilometer zur Altpapier-Annahmestelle. Der Wagen rattert über Kopfsteinpflaster, die 82-Jährige zieht ihn mühsam über Bordsteinkanten.

Weniger als umgerechnet einen Euro bringen ihr all die Mühen am Ende. Müde zieht sie den leeren Wagen wieder heim. Ihre Gelenke schmerzen. "Das Schlimmste ist, dass wir wieder Krieg haben. Als ich ein Kind war, schlug eine Bombe in meinem Heimatdorf Jasnyska ein. Viele meiner Spielkameraden wurden dabei getötet. Ich hatte damals Glück. Dass das noch einmal passiert, schmerzt mein Herz. Das ist ein Winter für unser ganzes Land."

DIE MUTTER

Till Mayer
Der Schnee knirscht unter den roten Stiefeln von Nahorna Natalja Wadymiwna. Die Wintersonne scheint auf den Lytschakiwski Friedhof. Mit all seinen Mausoleen, den Alleen mit mächtigen Bäumen. Der Friedhof ist ein würdiger Ort in Lviv. Menschen, die die Geschichte der Stadt geprägt haben liegen hier. Polen, Ukrainer, Deutsche… Ein jüdischer Friedhof schließt sich an.

Die berühmtesten Töchter und Söhne der Stadt haben auf dem Lytschakiwski Friedhof ihr letzte Ruhestätte gefunden: Jan Nepomucen Kaminski, der Gründer des ersten Theaters in Lviv. Der Architekt Zygmunt Gorgolewski, Erbauer der stolzen Oper. Der ukrainische Nationaldichter und Denker Iwan Franko, nachdem heute die Universität der Stadt benannt ist. Oder der Schriftsteller Roman Fedoriw.

Der Namen Nahorny Jurij Wasylowytsch ist nicht berühmt, steht in keinen Schulbüchern. Er hat keine Oper erbaut und ist kein Volksdichter.

Nahorny Jurij Wasylowytsch lebte mit und vom Duft von Kaffee, den er für seine kleine Firma röstete. Er liebte eine junge Frau, die er bald heiraten wollte. Seine Freunde hatten ihn den Spitznamen "Heiliger" gegeben, weil er immer bereit war zu helfen. Er war 25 Jahre alt, als er am 11. Juli 2014 nahe Selenopillja im Osten der Ukraine fiel. Er war der Sohn von Nahorna Natalja Wadymiwna.

Nahorna Natalja Wadymiwna hat ihren Sohn verloren. Er starb an der Front im Osten des Landes.

Nahorny Jurij Wasylowytsch hat ein Grab auf dem Lytschakiwski Friedhof bekommen. Fast 18 Monate hatte seine Mutter Nahorna Natalja Wadymiwna nach seinem Leichnam gesucht, um ihn beerdigen zu können.

Frische Soldatengräber: Mehr als 400 Männer aus dem Lviver Gebiet sind schon gefallen.

Als die Mutter die Nachricht vom Tod ihres Jungen bekommt, können ihr die Offiziellen nicht einmal sagen, wo sein Leichnam zu finden ist. So sucht ihn die 53-Jährige. Kämpft gegen Bürokratie und reist schließlich selbst an die Front. "Für mich war klar: Ich werde ihn solange suchen, bis ich ihn finde. Und wenn ich jedes Grab im Osten umgraben muss."

Erst am 28. November 2015 kann sie ihren Sohn in Lviv beerdigen. Neben all den anderen gefallenen Söhnen der Stadt, die hier auf dem Friedhof begraben liegen.

Die Soldatengräber im Lytschakiwski Friedhof erzählen eine traurige Geschichte von einem unruhigen 20. Jahrhundert für die Stadt, die auf Ukrainisch Lviv, auf Polnisch Lwow und auf Deutsch Lemberg heißt. Polnische, ukrainische und Habsburger Soldaten liegen hier begraben. Das junge 21. Jahrhundert bringt schon neue Kriegergräber. Kränze und Rosen, die der Frost steif gefroren hat. Fotos der Toten lehnen an den Holzkreuzen. Nicht selten zeigen sie Teenager, die unter blau-gelben Fähnchen hervorblicken.

406 Männer aus Lviv und der Region sind aus dem Osten nicht mehr zurückgekehrt, 13 Lviver starben während der Unruhen auf dem Maidan.

Nahorna Natalja Wadymiwna stammt aus Russland. Die Liebe brachte sie 1987 nach Lviv in die Ukraine. Eine völkerverbindende Ehe, wie so viele in der Sowjetzeit. Jetzt steht auch ihr Mann an der Front. Als ihr Sohn für die Ukraine fiel, gab es wenig Mitgefühl von den Verwandten in Russland. "Für eine Mutter, die ihren Sohn verloren hat", schüttelt die 53-Jährige den Kopf. Als könnte sie nicht glauben, wie ein Krieg Herzen hart macht.

Mit ihrer Familie in der alten Heimat hat sie kaum noch Kontakt. Würden sie anrufen, erklänge die ukrainische Nationalhymne als Klingelton.

Nahorna Natalja Wadymiwna steckt am Grab ihres Sohnes eine Zigarette an und legt sie in den Schnee vor das Foto ihre Sohns. Jedes Mal macht sie das, wenn sie ihn besucht. Eine kleine Gabe für den Toten. Sie selber ist zur Kettenraucherin geworden. "Aber ich kann gar nicht sagen, wie mir der Duft von geröstetem Kaffee fehlt. Jetzt riecht es nur noch nach Zigaretten."

Es ist kalt geworden in der Wohnung von Nahorna Natalja Wadymiwna. Was für ein unerbittlicher Winter.

DIE TOCHTER

Till Mayer
Hinter Mascha ragt das Rathaus auf. Ein stolzer Bau, mit hohem Turm. In der kalten Winterluft flattert über allem die blau-gelbe ukrainische Fahne. Die 23-Jährige sieht aus, als würde sie für eine Ansichtskarte posieren: "Schöner Winter in Lviv".

Schlank, leuchtende Augen, unter der Mütze fallen Haarsträhnen heraus. Gut zehn Minuten sind es vom Herzen der Stadt bis zum Medico-Sozialen-Zentrum des Roten Kreuzes. Eine große Dreizimmerwohnung, die den Krankenschwestern als Basis und Waschküche, Rentnern als Treffpunkt bei Kaffeerunden sowie als Schulungsort für Erste-Hilfe-Kurse dient. Unterstützt wird es mit Mitteln des "Badischen Roten Kreuzes".

Jetzt kommt immer wieder eine Gruppe junger Menschen: Flüchtlinge aus dem Osten des Landes und von der Krim. Eine Selbsthilfegruppe für Teenager und Twens, die ihre Heimat verloren haben.

Von Maschas Familie ist nur die Großmutter auf der Krim geblieben. Mascha vermisst sie. Und das Meer, die Wärme und die Sonne. "Aber ich werde nie mehr dort leben können", sagt die 23-Jährige. Selbst wenn die Krim wieder unter Kontrolle der Ukraine wäre. Doch, dass das noch passiert, daran glaubt in Lviv wohl kaum noch einer ernsthaft. "Es ist einfach zu viel passiert. Es gab zu viel Hass. Und wenn ich zurückkehre? Die Menschen dort sind doch die gleichen", sagt Mascha.

Zusammen mit ihrer Freundin Devora ist sie im Rotkreuzzentrum angekommen. Zur Begrüßung gibt es ein lautes "Hallo" und Rotkreuz-Helferin Liudmyla Valko gießt den beiden jungen Frauen Tee ein.

Mascha ist von der Krim geflohen. An eine Rückkehr glaubt sie nicht mehr. Zu viel sei passiert.

Im Medico-Sozialen Zentrum des Roten Kreuzes trifft sie sich mit anderen jungen Flüchtlingen. Mal gibt es Kaffee, Tee und Kuchen, oder es geht ins Kino.

Für die jungen Flüchtlinge ist es wichtig, sich austauschen zu können.

Eine Umarmung kann Kraft geben, wenn die alte Heimat, Freunde und Familie fehlen.

Devora stammt aus Donezk und studiert nach ihrer Flucht in Lviv. Sie könnte sich aber auch vorstellen, in Deutschland zu leben. Die Krise im Land lässt immer weniger jungen Menschen eine Chance.

Das macht auch die Senioren traurig, die sich am nächsten Tag im Medico-Sozialen Zentrum des Roten Kreuzes treffen. Der Konflikt im Osten des Landes bewegt sie sehr. Schlimm, dass das unsere Jugend erleben muss, sagt Marija Felonenko, die in Deutschland die Haft in einem Konzentrationslager überlebte.

Devora stammt aus Donezk. Ihre Familie hatte sich dort ein gute Existenz aufgebaut. "Aber es ist viel Schlimmes passiert", sagt die 20-Jährige, erzählt von Soldaten, Kämpfen, Schüssen und Angst. "Ich hoffe auf einen Frieden", sagt sie. In Lviv studiert sie Tourismus und Management, dieses Jahr macht sie noch ein Praktikum in Deutschland. Sie könnte sich auch vorstellen, dort zu leben. "Überall, wo es Sicherheit und Frieden gibt, Gehälter, von denen man leben kann", sagt die 20-Jährige. Mascha will bleiben. Vor kurzem hat sie einen Einheimischen geheiratet und auch in Lviv hat sie sich ein wenig verliebt. "Es ist eine wunderschöne Stadt", sagt sie. Devora nickt. Nur, ob Lviv auch genug Chancen für einen jungen Flüchtling, überhaupt für einen jungen Menschen, bietet. Das weiß sie nicht. 11.581 Menschen aus dem Osten des Landes und der Krim haben (Stand Ende Januar) in der westukrainischen Stadt Zuflucht gefunden.

Till Mayer
Tanya Wynnytska fällt es nicht leicht, in die Altkleiderkammer des Roten Kreuzes zu gehen: "Aber mit meinem Einkommen als Arbeiterin verdiene ich als alleinerziehende Mutter von drei Kindern einfach nicht genug, um zu überleben." Und so sucht sie nach einer Jacke für ihre Jüngste, die kleine Ira. Doch das Mädchen interessiert sich mehr für die Dinge in der kleinen Spieleecke.

20 bis 30 Menschen kommen an den Öffnungstagen in die Kleiderkammer. Manchmal sind es auch mehr. Kinderreiche Familien, Mittellose und Waisenkinder suchen hier nach Passendem.

"Jetzt versorgen wir auch Binnenflüchtlinge. Durch die Kämpfe im Osten ist ihre Zahl gestiegen. Diejenigen, die nach Lviv gekommen sind, erhalten von uns Hilfe", sagt Rotkreuzmitarbeiterin Nelja Leskiw. Benötigt würden vor allem Kopfkissen, Bettzeug, Herrenbekleidung und Schuhe. "Wir sind allen sehr dankbar, die uns helfen. Und wir werden für jede weitere Hilfe dankbar sein."


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Till Mayer

Das Team: Seit einem Buch- und Ausstellungsprojekt über KZ-Überlebende berichtet Till Mayer (2. v. li.) immer wieder für SPIEGEL ONLINE aus der westukrainischen Stadt Lviv und über ihre Menschen. Ehrenamtlich engagiert er sich dabei für Rentner in Not. Durch Unterstützung von SPIEGEL-ONLINE-Lesern wurde ein Hilfsprojekt ins Leben gerufen, das die Verteilung von kostenlosen Medikamenten, Lebensmitteln und den Unterhalt eines Medico-Sozialen Zentrums des Roten Kreuzes ermöglicht. Unterstützung kam bei der jüngsten Recherchereise von Hendrik Steffens (li.). Sie bedanken sich bei Sofia Wojtsychiwska für ihre Geduld, bei Dolmetscherin Olga Halema für ihren Einsatz, beim Roten Kreuz für die Unterstützung und bei ONchAIR Bros für die kollegiale Zusammenarbeit.

Für Spenden: Spendenkonto DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz; Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau IBAN: DE50 6805 0101 0013 0894 89; SWIFT-BIC FRSPDE66XXX Stichwort: Ukraine

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insgesamt 12 Beiträge
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1. Das ist Kapitalismus,
sir wilfried 14.02.2016
liebe Ukrainer. Und ihr wolltet ihn pur. Nun viel Spaß damit.
2. Das bricht einem schlicht das Herz.....
AlexAutumn 14.02.2016
einfach furchtbar traurig.
3.
Halfstep 14.02.2016
Zitat von sir wilfriedliebe Ukrainer. Und ihr wolltet ihn pur. Nun viel Spaß damit.
? Das vorherige System war Ihrer Meinung nach also nicht kapitalistisch?
4. minsker Abkommen
BarisP 14.02.2016
umsetzen, Krieg beenden. Wo ist das Problem?
5. loose loose anstatt win win
bescheiden1 14.02.2016
Zitat von BarisPumsetzen, Krieg beenden. Wo ist das Problem?
dieser Krieg war und ist so unnötig wie ein Kropf, die Menschen leiden und der vorher schon bescheidene Lebensstandard wurde für die Ukrainer unterirdisch. das was der Westen auf dem Maidan mit-veranstaltet hat war Teil davon und die ukrainische Bevölkerung muss dafür einen hohen Preis bezahlen. wir Menschen haben und wollen es immer noch begreifen.
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