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Ukraine-Krise: Nato-Schiffe auf dem Weg ins Baltikum

Nato-Seemanöver: Aufbruch in Kiel Fotos
AP

Die Nato verstärkt in der Ukraine-Krise ihre militärische Präsenz in Osteuropa, ein Minenräumverband ist unterwegs Richtung Baltikum. Die Leitung des Manövers soll ein deutsches Schiff übernehmen.

Kiel - Das Manöver soll Entschlossenheit demonstrieren: Fünf Schiffe des Minenräumverbands der Nato sind am Dienstag in Kiel in Richtung Baltikum aufgebrochen. Hauptziel des Einsatzes in der Ostsee sei es, den baltischen Staaten den Beistand der Nato zu versichern, sagte der stellvertretende Stabschef der Nato-Seestreitkräfte, Arian Minderhoud. Ende Mai soll das deutsche Versorgungsschiff "Elbe" dazustoßen und das Minenräummanöver leiten.

Die Nato hatte angesichts der Ukraine-Krise in der vergangenen Woche angekündigt, ihre militärische Präsenz in Osteuropa zu verstärken. Das sei aber "rein defensiv" und keine Drohung gegen Moskau. Es gehe nur darum, die eigenen Verbündeten zu beruhigen. Aber: "Falls nötig, werden in den kommenden Wochen und Monaten weitere Maßnahmen folgen", sagte Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bei der Bekanntgabe des Beschlusses des Nato-Rates.

Die Schiffe werden in internationalen Gewässern und zum Teil auch in den Hoheitsgebieten der Mitgliedsstaaten unterwegs sein. Derzeit gebe es keine Erkenntnisse über mehr russische Aktivität in der Ostsee als üblich, sagte Minderhoud. "Wir sind auf alle Arten von Aktionen und Reaktionen vorbereitet." Die Nato hatte sich nach SPIEGEL-Informationen bereits Ende März eine stärkere Unterstützung der Länder an der Ostgrenze vorgenommen.

Der multinationale Einsatzverband "Standing Nato Mine Countermeasures Group 1" (SNMCMG1) operiert bereits seit mehr als 40 Jahren in der Ostsee. Ihm gehören fünf Schiffe an, darunter neben dem norwegischen Flaggschiff "Vakyrien" die Minenjagdboote "Makkum" (Niederlande), "Belis" (Belgien) und "Admiral Cowen" (Estland) sowie der norwegische Minensucher "Otra".

Der nun anstehende Einsatz weiche nicht viel von den ursprünglichen Planungen ab. "Aber natürlich wird er ein etwas anderes Profil bekommen", sagte Minderhoud. Er werde "intensiver und auch bedeutender".

vks/dpa/AP

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insgesamt 109 Beiträge
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1. Ja ja ....
barboss123123 22.04.2014
Das ist "rein defensiv" Was wird pasieren wenn Russland 5 Schiffe vor Deutschland postiert ?
2. Fünf Minenräumboote...
retterdernation 22.04.2014
stehen für Entschlossenheit, da muss ich jetzt aber lachen... ist dieses Militärische-Großereigniss nicht ein wenig unterpräsentiert hier in. Spiegel...
3. Kampfjets nach Polen,Natoschiffe ins Baltikum,
analyse 22.04.2014
Androhungen weiterer Sanktionen gegen Rußland: Alles wegen unbewiesener militärischer Präsens in der Ostukraine !Eine wahrhaft falsche,riskante Politik,wo Besonnenheit,Weitsicht und Diplomatie angebracht wäre !Vor allem Weitsicht (Pazifik ) scheint in den USA zu fehlen ! Obama,lassen Sie Europa doch mal alleine europäische Politik betreiben,die USA fordern doch sonst immer ein starkes selbstbewußtes Europa,das auch in der Lage ist, die USA weltpolitisch zu entlasten !Es ist durch Fehler schon schwieriger geworden,aber noch nicht zu spät !
4.
moev 22.04.2014
Zitat von sysopAP/dpaDie Nato verstärkt in der Ukraine-Krise ihre militärische Präsenz in Osteuropa, ein Minenräumverband ist unterwegs Richtung Baltikum. Die Leitung des Manövers soll ein deutsches Schiff übernehmen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-nato-schiffe-auf-dem-weg-ins-baltikum-a-965579.html
Sollte das nicht eher heißen: "Die Schiffe werden in den Hoheitsgebieten der Mitgliedsstaaten und zum Teil auch in internationalen Gewässern unterwegs sein." Das Schiffe in den eigenen Hoheitsgewässern unterwegs sind ist doch weniger besonders als wenn sie dieser verlassen, oder?
5. Nennt man das einen Beitrag zur Deeskalation?
H-Jung 22.04.2014
Es geht um die Glaubwürdigkeit: Man kann die Nato-Aktion leider nur als Anstachelung betrachten. Mit einem Versuch zur Deeskalation hat das schon gar nichts mehr zu tun. Mit der Genfer-Vereinbarung auch nicht (natürlich steht darin nicht, dass die Nato nicht ihre Millli-Präsenz verstärken soll). Es sieht wirklich aus, dass die Nato in die vergammelte Rhetorik des Kalten Krieges gefallen ist.
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