Krisenregion Nato startet Seemanöver im Schwarzen Meer

Die Nato und Russland haben gleichzeitig mit Seemanövern im Schwarzen Meer begonnen. Die Übungen finden in unmittelbarer Nähe der ukrainischen Hafenstädte Odessa und Mariupol statt - und könnten für neue Spannungen sorgen.


Brüssel - Die Nato hat im Schwarzen Meer mit ihrer Übung "Brise 2014" begonnen. An dem Seemanöver sind Schiffe aus der Türkei, den USA, Großbritannien, Italien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien beteiligt. Parallel dazu führt auch Russland ein Großmanöver in unmittelbarer Nähe der Krisenregion durch. Die Übung sei schon vor der aktuellen Krise um die Ukraine geplant gewesen, sagte ein Nato-Sprecher. Er wolle nicht darüber spekulieren, ob das russische Manöver absichtlich zeitgleich geplant worden sei.

Der lange geplante Flottenbesuch sei "im Lichte der aktuellen Ereignisse umso bedeutsamer geworden", erklärte die Nato in einer Stellungnahme. Er gehöre zu den vom Nato-Rat beschlossenen Maßnahmen, "um unsere gemeinsame Verteidigung zu stärken und die Stärke der Nato-Solidarität zu zeigen". Vier Nato-Schiffe sind dazu ins Schwarze Meer eingelaufen und am Freitag im bulgarischen Hafen Burgas vor Anker gegangen.

Für Russland seien im Schwarzen Meer etwa 20 Kriegsschiffe sowie Jagdbomber vom Typ Suchoi Su-24 und Kampfhubschrauber im Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Auch Tests von Marschflugkörpern seien geplant.

Nach der umstrittenen Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim durch Russland dürfte die Übung für neue Spannungen sorgen. In der Nähe des Manövers liegen etwa die ukrainischen Hafenstädte Odessa und Mariupol, in denen es in dem Konflikt blutige Zusammenstöße gegeben hatte.

vks/dpa



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insgesamt 130 Beiträge
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erasmus89 05.07.2014
1. Jetzt kann jeder sehen,
was passiert wäre, hätte Russland die Krim nicht besetzt. Die Nato hätte sich auf der Krim eingenistet und die Russen rausgeschmissen. Putin hat absolut rational gehandelt, solange die NATO weiterhin vor Russland Manöver, Abwehrschirme und Truppen in Stellung bringt, solange wird Russland auch auf Abschreckung setzen müssen.
mcvitus 05.07.2014
2. Wenn das mal gutgeht!
An solche Zufälle glaube ich nicht, es sieht eher nach einem weiteren Muskelspiel im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in der Ukraine aus. Währenddessen wird in der Ostukraine weiter gnadenlos und ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung gemordet. Unter Beihilfe des Westens.
micsei 05.07.2014
3. Kriegstreiber Rumsfeld
In seinen letzten Monaten möchte er nochmal Unfrieden stiften. Die spinnen bei der NATO. Was haben die im Schwarzen Meer verloren, welche Regierungen unterstützen diese Provokation? Da hat doch jemand die Übersicht verloren!
colonium 05.07.2014
4. falsche Manöver.....
Zitat von sysopREUTERSDie Nato und Russland haben gleichzeitig mit Seemanövern im Schwarzen Meer begonnen. Die Übungen finden in unmittelbarer Nähe der ukrainischen Hafenstädte Odessa und Mariupol statt - und könnten für neue Spannungen sorgen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-nato-und-russland-starten-seemanoever-im-schwarzen-meer-a-979391.html
Griechische, bulgarische und rumänische Kriegsschiffe ... Bleibt zu hoffen, dass den Schiffen nicht der Sprit ausgeht.... Mich überrascht immer wieder, dass für die Bevölkerungen von Ländern kein Geld da ist um eine vernünftige Bildung oder ein vernünftiges Gesundheitssystem zu finanzieren... auch Koruption und Verschwendung kann nicht bekämpft werden..aber für unsinnige Manöver ist Geld da. Vielleicht sollten Länder wie Bulgarien, Rumänien und auch Ungarn erstmal einen anderen kampf führen..den gegen Rassismus und Verfolgung von Minderheiten, zumeist Sinti und Roma. Aber auf diesem " Schlachtfeld" kämpft man nicht, obwohl dies sicher das sinnvollere Manöver wäre..
joG 05.07.2014
5. Wo bei der NATO Flottille ist....
....der deutsche Beitrag?
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