Treffen mit Putin Merkel soll auf Schließung der russischen Grenze bestanden haben

Kanzlerin Angela Merkel soll bei Wladimir Putin auf einer Grenzschließung zur Ukraine bestanden haben. Diskutiert wurde offenbar auch über den Verlauf einer Waffenstillstandslinie.

Angela Merkel und Wladimir Putin (Juni 2014): Schließung der Ukraine-Grenze gefordert
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Angela Merkel und Wladimir Putin (Juni 2014): Schließung der Ukraine-Grenze gefordert


München/Moskau - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll in ihrem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Freitagabend darauf bestanden haben, dass Russland die Grenze zur Ukraine schließt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ("FAS"). Merkel war gemeinsam mit Frankreichs Präsident François Hollande nach Moskau gereist.

Am Samstag warb die Kanzlerin auf der Münchner Sicherheitskonferenz eindringlich für weitere Gespräche mit Moskau und Kiew und bestand auf einer diplomatischen Lösung des Ukraine-Konflikts. Am Sonntagabend treffen sich Merkel, Hollande, Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erneut zu Gesprächen.

Bei dem Treffen mit Putin in Moskau wurde die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland laut "FAS" nicht ausdrücklich erörtert. Doch habe Merkel schon zuvor klargemacht, dass die Erfüllung des Minsker Abkommens, insbesondere die Schließung der Grenze zur Ukraine, der Schlüssel dafür sei, um die Isolation Russlands aufzuheben.

Ein weiterer Streitpunkt war dem Bericht zufolge, welche Frontlinie für einen Waffenstillstand gelten soll. Merkel und Hollande seien für die im September in Minsk festgelegte Linie, Putin für den aktuellen Frontverlauf gewesen. Seit der Vereinbarung von Minsk haben die Separatisten rund tausend Quadratkilometer zusätzlich erobert.

Merkel, Putin und Hollande sollen auch die Versorgung der Bevölkerung in der umkämpften Region und eine politische Lösung, insbesondere Wahlen in den Separatistengebieten, erörtert haben. Die EU und die Ukraine wollen, dass Wahlen unter internationaler Beobachtung stattfinden. Russland will, dass möglichst viele Fragen in direkten Gesprächen Kiews mit den "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk geregelt werden.



insgesamt 27 Beiträge
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demokroete 08.02.2015
1. Die Vorschläge klingen ja recht vernünftig,
nur wird sich weder Poroschenko noch die Amerikaner darauf einlassen. Die setzen auf eine gewaltsame Lösung. Das geostrategische Ziel der Einkreisung Russlands werden die nicht Frau Merkel zuliebe aufgeben.
bertholdrosswag 08.02.2015
2.
Na, das ist ja das Thema Wahlen endlich mal erwähnt. Doch würde ich als Ostukrainer fordern, dass der illegitime Präsident und die Rada zuvor zurücktritt, eine interimsregierung dieAmtsgeschäfte übernimmt bis ein neuer Präsident und ein neues Parlament in der Gesamtukraine. gewählt ist und sein Amt niederlegt. Daraufhin Neuwahlen
klausruemler 08.02.2015
3. jetzt handeln
machen so wie es sich anhoert, klingt logisch, aufhebung der sanktionen und die themen festzerren. nur nicht mehr die USA reinlassen, ist schon genug chaos erzeugt. die sollen in ihrem eigenen land ordnung schaffen. bei uns laeuft dann die wirtschaft wieder und eine loesung ist EU verdienst. ein bisschen ruhe tut gut. es gibt noch genug andere themen zu loesen!!!
spon-facebook-10000063024 08.02.2015
4.
Zitat von demokroetenur wird sich weder Poroschenko noch die Amerikaner darauf einlassen. Die setzen auf eine gewaltsame Lösung. Das geostrategische Ziel der Einkreisung Russlands werden die nicht Frau Merkel zuliebe aufgeben.
Die Forderung nach einer Schließung der Grenze incl. OSZE überwachung der gesamten Grenze wird von Russland blockert (warum wohl?) um selbige Forderung geht es übrigens in diesem artikel- aber sie gehen darauf garnicht ein....
spon-facebook-10000027390 08.02.2015
5. Menschen flüchten vor dem Krieg
Die Grenze zu Russland darf nicht geschlossen werden, das wäre eine huminatäre Katastrophe! Die Ukrainer haben nur einen Weg in Sicherheit zu gelangen, das ist Russland. Poroschenko hat bereits vorausgesagt, dass er noch mehr Panzer und Soldaten in die Region entsenden will, um Schaden in der Ostukraine zu machen. Während diesen Angriffen brauchen die Menschen dort den Fluchtweg nach Russland. Putin ist sicher nicht so verrückt und lässt seine russischen Freunde dort zu Tode kommen! Eher entsendet er Armeen um die Ostukraine einzunehmen, was auch im Sinne der Ostukrainer ist!
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