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Manöver "Rapid Trident": Nato-Staaten starten Militärübung in der Ukraine

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AFP

Ukrainische Soldaten bei Übungen: Nato-Manöver im Westen des Landes

Im Westen der Ukraine haben mehrere Nato-Staaten ein Manöver begonnen. Elf Tage lang sollen rund 1200 Soldaten an der seit Langem geplanten Übung "Rapid Trident" beteiligt sein - auch drei Deutsche sind dabei.

Kiew - Unter Führung der USA haben mehrere Nato-Staaten in der Ukraine ein elftägiges Manöver begonnen. Die umstrittene Übung "Rapid Trident 14" (Schneller Dreizack) begann am Montagmorgen in Jaworow in der Nähe der westukrainischen Großstadt Lwiw, wie ein dpa-Reporter vom Truppenübungsgelände berichtete. Bei der Militärübung mit 16 teilnehmenden Staaten ist auch Deutschland mit drei Bundeswehr-Soldaten vertreten. Das Nato-Übungsgelände liegt rund 1200 Kilometer westlich der umkämpften Gebiete in der Ostukraine.

"Augenblicklich steht uns ein Gegner mit einer der mächtigsten Armeen der Welt und Atomwaffen gegenüber", sagte der ukrainische Oberst Alexander Siwak zum Start des Manövers mit Blick auf Russland. Die ukrainische Regierung in Kiew betrachtet das Nachbarland als "Aggressor" in dem seit Monaten schwelenden Konflikt.

Russland kritisiert hingegen die Nato-Präsenz in der zerrütteten Ukraine. Die Übung sei eine "Provokation", hatte Generaloberst Leonid Iwaschow laut der Agentur Ria Nowosti Anfang September gesagt. Es bestehe die Gefahr, dass ein begrenztes Nato-Truppenkontingent nach dem Manöver einfach in der Ukraine verbleiben kann. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuletzt die Einsatzfähigkeit von Truppenverbänden bei einem Großmanöver in Sibirien testen lassen.

Patrouillen und Bombenentschärfungen

Das Nato-Manöver unter dem Namen "Rapid Trident 14" ist seit Längerem geplant und soll am 26. September enden. Die Übung werde jährlich organisiert, teilten die in Europa stationierten US-Streitkräfte mit. Dieses große Feldtraining gebe es ausdrücklich auf Wunsch der ukrainischen Regierung und der Streitkräfte. Geübt würden unter anderem die Entschärfung improvisierter Sprengsätze sowie die Organisation von Patrouillen. Zu den Teilnehmern an dem Manöver gehören neben der Ukraine, den USA und Deutschland unter anderem auch Polen, Großbritannien, Kanada und Norwegen. Außerdem nehmen offizielle Nato-Vertreter an der Übung teil, wie das Kommando der US-Streitkräfte in Stuttgart mitteilte.

Einem ukrainischen Regierungsbeschluss zufolge dürfen an "Rapid Trident" bis zu 400 US-Soldaten sowie maximal 600 Militärangehörige aus anderen Nato-Staaten teilnehmen. Bis Ende Oktober ist zudem das Manöver "Sea Breeze" mit bis zu 800 US-Soldaten und maximal tausend Soldaten aus weiteren Nato-Ländern bewilligt. In der Ukraine fanden bereits mehrfach Übungen mit Nato-Beteiligung statt.

Im Konfliktgebiet in der Ostukraine herrscht seit dem 5. September offiziell Waffenruhe. Allerdings beschuldigte die ukrainische Regierung die prorussischen Separatisten zuletzt, diese zu missachten und so den Friedensprozess zu gefährden. Am Wochenende wurden erneut Gefechte rund um den strategisch bedeutsamen Flughafen nahe der Rebellenhochburg Donezk gemeldet. Reporter berichteten, dass Artilleriegeschütze abgefeuert wurden, Anwohner berichteten vom Beschuss dreier Stadtviertel in Donezk.

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mxw/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 48 Beiträge
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1. Die NATO...
spon-facebook-10000228292 15.09.2014
macht ein Militärmanöver in einem nicht NATO Land, in dem gerade ein Bürgerkrieg tobt und alle Welt sich misstrauisch beobachtet. Chapeau vor so viel Dummheit!
2. Einfach fassungslos
gast2k 15.09.2014
Man stelle sich vor Russland würde sowas auf Kuba machen. Direkt vor den Augen der USA. In was für einer kranken Welt leben wir eigentlich.
3.
Das Pferd 15.09.2014
Zitat von spon-facebook-10000228292macht ein Militärmanöver in einem nicht NATO Land, in dem gerade ein Bürgerkrieg tobt und alle Welt sich misstrauisch beobachtet. Chapeau vor so viel Dummheit!
der "Bürgerkrieg" ist 1200 km weit weg. Und er krankt daran, daß die Bürger sich kaum für den Bürgerkrieg mobilisieren lassen, weshalb man auf fremdländische Urlauber zurückgreifen muß. Natürlich kann so ein Manöver die Sache verschärfen, mir ist auch nicht wohl dabei. Aber andererseits ist das Manöver lange geplant (und damit Russland bekannt) und steht in der Tradition einer Reihe von Manövern mit der Ukrainischen Armee. Das Absagen hätte eben auch den Konflikt verschärft, da es dem Agressor Russland signalisiert hätte, daß man vor seiner Wut Angst hat. Das wäre eine Einladung, sich beliebige Filetstücke aus der Ukraine zu schneiden. Schuld ist nur die Russische Seite, die, weil sie Angst vor einer, sicher unvollkommenen, Entwicklung im Nachbarland hat, dieses Land vorsätzlich destabilisiert.
4. Aufwachen
plies 15.09.2014
Putin hat immer noch nicht verstanden hat das die Ukraine ein unabhängiges Land ist.
5. Nur die Ruhe,
ariovist1966 15.09.2014
Zitat von spon-facebook-10000228292macht ein Militärmanöver in einem nicht NATO Land, in dem gerade ein Bürgerkrieg tobt und alle Welt sich misstrauisch beobachtet. Chapeau vor so viel Dummheit!
wenn NATO-Staaten gegen Russland Krieg führen wollten, so würden diese es nicht mit einem solchen kleinen Manöver beginnen. Die Vorbereitung für einen Krieg ist nahezu bei Null und wird durch dieses Manöver nicht erhöht. Zudem werden sich beide Blöcke voneinander fernhalten. Es handelt sich daher schlicht um ein "Muskelspiel".
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