Warnung vor Putin Poroschenko fordert Zustimmung der SPD zur GroKo

Auch im Ausland blickt man mit Sorge auf die zähe Regierungsbildung in Berlin. Der ukrainische Präsident Poroschenko fordert ein Ja der SPD-Basis zum Bündnis mit der Union. Andernfalls freue sich Putin.

Petro Poroschenko
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Jetzt hängt es an der SPD-Basis. Nach dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen entscheiden die Mitglieder, ob die Sozialdemokraten erneut ein Bündnis mit CDU und CSU eingehen. Gibt es wieder eine Große Koalition oder muss am Ende gar erneut gewählt werden? Anfang März soll das feststehen - klar, dass auch das Ausland mit Spannung auf die Entwicklungen in Berlin blickt.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko appelliert sogar direkt an die SPD-Mitglieder. Die Sozialdemokraten sollen der Koalition mit der Union zustimmen. Der Grund: Wladimir Putin.

Russlands Präsident "freut sich immer dann, wenn es irgendwo auch nur den Ansatz von politischer Instabilität gibt", sagte Poroschenko der "Bild"-Zeitung. "Es ist deshalb nicht nur für Europa, sondern die ganze Welt wichtig, dass es in Deutschland schnell eine Regierung gibt."

Er habe sich sehr über die klaren Aussagen im Koalitionsvertrag zur Ukraine gefreut, fügte der Präsident hinzu. "Diejenigen, die jetzt im Mitgliederverfahren bei der SPD über diese Koalition entscheiden, sollten auch die wichtige deutsche Rolle auf der Welt nicht vergessen."

In dem Interview äußerte sich Poroschenko auch zu Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der um Verständnis für Putin geworben hatte. "Solche Menschen sind einfach uninformiert oder wahnsinnig naiv", sagte Poroschenko.



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kev/dpa

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