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Russische Waffen: USA warnen vor "sofortigem" Raketentransfer an Separatisten

Russisches Buk-Raketensystem (Archivbild): Mögliche Lieferung an Milizen Zur Großansicht
DPA

Russisches Buk-Raketensystem (Archivbild): Mögliche Lieferung an Milizen

Die prorussischen Kämpfer in der Ukraine sollen schon "sehr bald" aus Moskau mit schweren Raketensystemen versorgt werden - zu diesem Schluss kommen US-Geheimdienste. Das Kriegsgerät befindet sich demnach in unmittelbarer Nähe der Grenze.

Washington - Die amerikanischen Geheimdienste sprechen eine deutliche Warnung aus. Wie das Pentagon am Freitag mitteilte, steht ein Waffentransfer der russischen Armee an die prorussischen Milizen in der Ostukraine unmittelbar bevor. Diesen Schluss legten Informationen nahe, die die verschiedenen Dienste gesammelt hätten.

Man habe beobachtet, dass schwere Raketensysteme immer näher an die russisch-ukrainische Grenze transportiert worden seien. Dies erklärte Militärsprecher Steve Warren. "Wir haben Indizien, dass Russland schwere und hochentwickelte Raketensysteme bereitstellen will - und das schon sehr bald", so Warren. Um welchen Typ es sich konkret handelt, teilte das Pentagon nicht mit. Eine Übergabe sei praktisch sofort, in jedem Fall aber "noch heute möglich".

Die wahrscheinlichste Theorie zum Absturz des Malaysia-Airlines-Flugs MH17 besagt, dass die Maschine von prorussischen Milizen mithilfe eines russischen Raketensystems abgeschossen worden sein könnte.

Zudem steige die Zahl der russischen Soldaten an der Grenze stetig, so die USA. Man gehe derzeit von rund 12.000 Mann aus, erklärte der Pentagon-Vertreter. Der US-Botschafter bei der Nato sprach am Freitag sogar von 15.000 Soldaten.

In Russland wehrt man sich vehement gegen solche Berichte. In einer Mitteilung des Außenministeriums war von einer "antirussischen Verleumdungskampagne" der USA die Rede. Man lege in Washington keine Belege für seine Behauptungen vor.

Dabei, so der Kreml, trage die US-Regierung selbst eine erhebliche Mitschuld an der Eskalation in der Ukraine. Zuerst habe Washington den verfassungswidrigen Umsturz in Kiew unterstützt und dann das neue Regime zum brutalen Vorgehen gegen die russischsprachige Bevölkerung gedrängt.

Auch gegen die ukrainische Führung erhob Moskau schwere Vorwürfe. Kiew setze in dem Konflikt verbotene Phosphorbomben ein. Generalmajor Wiktor Posnichir listete im Staatsfernsehen mehrere Tatorte und Tage auf. Er berief sich auf Augenzeugenberichte von Flüchtlingen sowie auf Videoaufnahmen. Posnichir forderte ein Ende des illegalen Kampfmitteleinsatzes.

EU will Moskau mit Sanktionen treffen

Nach dem Tod von 298 Menschen beim Absturz von MH17 rücken nun internationale Sanktionen gegen Russland immer näher. Bei einem Treffen ihrer EU-Botschafter einigten sich die Mitgliedstaaten "im Prinzip" auf ein Maßnahmenpaket. Dieses zielt etwa auf Rüstungsgeschäfte und russische Banken, wie ein EU-Diplomat in Brüssel sagte. Die EU-Kommission arbeitet nun die nötigen Gesetzestexte aus.

Die EU wirft der Regierung in Moskau zudem vor, nicht genug getan zu haben, um den Konflikt in der Ukraine zu entschärfen, indem sie etwa ihren Einfluss auf die Separatisten geltend macht.

Einige Details des Pakets sind noch offen, sie sollen bei einem weiteren Treffen der EU-Botschafter am kommenden Dienstag geklärt werden.

jok/Reuters/dpa/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 134 Beiträge
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1. Wieso..
sevastianos68 25.07.2014
stellt sich es so schwer heraus, anstatt Indizien - Beweise vorzulegen ? Worin besteht das Problem ?
2. nach Sanktionen freies handeln
reiisa 25.07.2014
Wenn RUS schon mit Sanktionen vollgepflastert wird, dann ist eh alles egal. Dann kann Putin die Dinge vollends treiben lassen: Waffen liefern, sich einmischen oder auchnicht, diplomatische kanäle zuschütten, sich Gesprächen verweigern und und und... Also, was sollen diese Sanktionen. Jemand der in die Enge getrieben ist, schlägt wild um sich. Wobei ich glaube, Putin ist nicht in der Enge, im Club BRICS hat er noch Freunde. Trotzdem kann er freier agieren, denn mit den Sankltionen hat der Westen seine Munition verschossen.
3. freie Bahn für die Aufrüstung
Halcroves 25.07.2014
als nächstes bekommen dann die Ukrainer moderne Waffensysteme aus dem Westen. Was die Russen durch die Destabilisierung der Ukraine verhindern wollten beschleunigt sich nun von selbst. Das nenn ich klever. Ein Volk dem man jeden Blödsinn als Wahrheit verkaufen kann ist nicht in der Lage über den nächsten Tag hinaus zu sehen.
4. Ist der Raketentransfer nicht schon längst geschehen?
jouric 25.07.2014
Plötzlich ist von neuen Lieferungen die Rede. Was ist mit der Behauptungen, dass die Russen schon lange Raketen in die Ukraina hineingeschleust haben? Worum spricht man plötzlich von der wahrscheinlichsten Theorie zum Absturz und nicht von der Tatsache? Gibt es schon erste Erkenntnisse über Blackbox Auswertung? Man merkt schon einen ganz anderen Ton. Auch die Vorwürfe über Strohbomben werden nicht als Verschwörungstheorien abgetan, sondern mit dem Hinweis auf einen russischen General weitergegeben. Werden wir vielleicht doch Druck auf allen Beteiligen erleben, mit diesem Wahnsinnigem Bruderkrieg aufzuhören? Bloß keine Opfer mehr! So viel Elend und Trauer über die Opfer hat schon für die Ewigkeit gereicht. Jetzt bitte Schluss mit den Waffen, egal von wem und an wen. Die Waffen sollen schweigen, auch die Propagandawaffen, und zwar sofort.
5. Spirale
Mr_luftpumpe 25.07.2014
Was die Russen immer mit Beweisen wollen. Egal, was die USA vorlegen - Russland wird sagen das ist nicht wahr. Und wenn Russland etwas vorlegt sagen eben die Amis es ist nicht wahr. Die sollten endlich mal beide die Hosen runter lassen und Klartext reden
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