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Hilfsmission: Russischer Konvoi bricht in die Ukraine auf

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AP/dpa

Eine Frau vor ukrainischen Sicherheitskräften in der Ostukraine: Lebensmittel werden knapp

Knapp 300 russische Lastwagen bringen Hilfsgüter von Moskau aus in die umkämpften Gebiete im Osten der Ukraine. Frankreichs Außenminister Fabius fordert, der Konvoi dürfe nicht ohne Erlaubnis passieren.

Kiew/Moskau - Ein russischer Hilfskonvoi ist Medienberichten zufolge am Dienstagmorgen in die Ostukraine aufgebrochen. 280 Lastwagen mit Hilfsgütern seien in der Nähe der russischen Hauptstadt Moskau gestartet, meldete die Nachrichtenagentur Itar Tass. Die Aktion sei mit der Ukraine abgestimmt, sagte ein Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin dem Hörfunksender Business FM.

Im Osten der Ukraine werden infolge der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten Lebensmittel und Wasser immer knapper, insbesondere in den Rebellenhochburgen Donezk und Luhansk. Die internationale Gemeinschaft hatte deshalb die Lieferung von Hilfsgütern beschlossen.

Laut der regierungsnahen Nachrichtenseite Russia Today transportieren die Trucks aus Moskau 2000 Tonnen an Hilfsgütern - darunter Lebensmittel, Medikamente und Trinkwasser. Zudem würden etwa 12.000 Schlafsäcke und 69 Stromgeneratoren in die Region geliefert, zitierte die Website die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti.

Befürchtungen über militärisches Eingreifen Russlands

Die Ukraine hatte am Montag einem internationalen Hilfskonvoi mit russischer Beteiligung zugestimmt. Voraussetzung Kiews war, dass der Transportzug vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes geleitet wird. An der Mission sollen sich demnach Russland, die Europäische Union, Deutschland und andere Partner beteiligen, wie die ukrainische Präsidialverwaltung mitteilte. Es gehe um einen Einsatz für die besonders von Kämpfen betroffene Region Luhansk.

Der französische Außenminister Laurent Fabius sagte, er fürchte eine militärische Einmischung Russlands. "Wir müssen extrem vorsichtig sein", sagte Fabius. Der Konvoi könne der Deckmantel für ein Eingreifen der russischen Armee in der Ostukraine sein. "Dieser Konvoi ist nur möglich, nur zu rechtfertigen, wenn das Rote Kreuz ihn autorisiert." Ohne diese Erlaubnis, so Fabius, dürfe man die Lastwagen "nicht passieren lassen".

Die Führung in Kiew hatte zunächst die Befürchtung geäußert, Russland könnte unter dem Deckmantel eines Hilfskonvois seine Soldaten in die Ostukraine einmarschieren lassen. Nach Darstellung der Ukraine hat Russland an der gemeinsamen Grenze 45.000 Soldaten in Stellung gebracht. Die Streitkräfte hätten auch schweres Kriegsgerät wie Panzer und Raketenwerfer aufgefahren, sagte der Sprecher der Streitkräfte in Kiew.

Auch die Nato hatte vor einem Einmarsch russischer Soldaten gewarnt. Es gebe eine "hohe Wahrscheinlichkeit", dass Moskau militärisch in den Konflikt im Osten der Ukraine eingreifen werde, teilte ein Sprecher des Verteidigungsbündnisses mit.

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kes/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 488 Beiträge
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1. Stromgeneratoren, Schlafsäcke und Medikamente...
GSYBE 12.08.2014
Tja, wer´s glaubt wird selig. Da würde ich gerne mal Mäuschen spielen und unter die Planen schauen.
2. russian charity
Walther Kempinski 12.08.2014
Na wenn da nicht einige Waffenkisten mit drin sind...
3. Hoffnung
pinky.s.brain 12.08.2014
Hoffentlich ein Anfang in vielerlei Hinsicht.
4. Aus dem Westen
fabio 12.08.2014
die Bomben,aus dem Osten die nötigste Hilfe,inklusive Aufnahme bei der Flucht. Westliche Wertegemeinschaft.
5. Meine Prognose:
geddon 12.08.2014
Ein russisches Fahrzeug wird "zufällig" von einem Geschoss getroffen, um die eigenen Leute zu schützen fliegt Putin Vergeltungsaktionen gegen ukrainische Kräfte, um eine Eskalation zu bewirken.
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