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Ostukraine: Separatisten schießen Armee-Hubschrauber ab

Schwarzer Rauch über Slowjansk: Bei einem Hubschrauber-Abschuss starben offenbar 14 Soldaten Zur Großansicht
AP

Schwarzer Rauch über Slowjansk: Bei einem Hubschrauber-Abschuss starben offenbar 14 Soldaten

Prorussische Kämpfer haben offenbar in der Ostukraine einen Hubschrauber abgeschossen. Nach Angaben der Führung in Kiew starben dabei 14 Soldaten - unter ihnen angeblich ein General der Armee.

Slowjansk - In der Ostukraine haben Separatisten offenbar einen Helikopter der ukrainischen Armee abgeschossen. Laut der Regierung in Kiew starben dabei 14 Soldaten. Unter den Opfern sei auch General Serhij Kulschytskij, sagte Übergangspräsident Alexander Turtschynow am Donnerstag laut Medienberichten.

Demnach sollten die Soldaten bei einer Truppenrotation andere Kräfte in dem Kampfgebiet ersetzen. Dabei hätten die Aufständischen den Helikopter mit einem tragbaren Raketenwerfer zerstört, sagte Turtschynow. Er sei dennoch überzeugt, dass die Armee ihren Kampf "gegen die Terroristen zu Ende führen wird und die von Russland finanzierten Kriminellen entweder eliminiert oder auf der Anklagebank landen werden".

Auch ein Reporter der Nachrichtenagentur AP wurde Zeuge des Absturzes. Welche Waffen die Rebellen nutzten, um den Hubschrauber abzuschießen, und was mit der Besatzung geschah, konnte der Augenzeuge jedoch nicht genauer beschreiben.

Häuser von Zivilisten offenbar in Brand

Bei Slowjansk setzten proukrainische Truppen Artillerie und Kampfjets gegen prorussische Kräfte ein. Das berichteten lokale Internetportale. Die Separatisten behaupteten, dass Regierungseinheiten Zivilisten, darunter auch viele Kinder, an der Flucht aus Slowjansk hinderten.

Wie ein Rebellensprecher schildert, sei der Hubschrauber bei schweren Gefechten am südlichen Stadtrand von Slowjansk abgeschossen worden. Demnach wurde durch das Vorgehen des Militärs Häuser von Zivilisten in Brand geraten.

In der etwa 150 Kilometer entfernten Großstadt Luhansk erstürmten Truppen der selbsternannten "Volksrepublik" eine Kaserne der Nationalgarde. Bis zu hundert Einsatzkräfte sollen sich ergeben haben. In Kiew bestätigte die Nationalgarde eine Teileroberung des Geländes.

In der Ostukraine gehen proukrainische Einheiten mit einem "Anti-Terror-Einsatz" gegen Regierungsgegner vor. Dabei wurden allein in den vergangenen Tagen Dutzende Menschen getötet.

OSZE-Team in der Gewalt von Separatisten

Die vier seit Montag vermissten Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) befinden sich in der Gewalt prorussischer Separatisten. Unklar ist allerdings noch, wo genau die Mitarbeiter festgehalten werden.

"Wir haben sie festgenommen", sagte der selbsternannte Bürgermeister der ostukrainischen Rebellenhochburg Slowjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Interfax."Wir werden klären, wer sie sind, wohin sie gingen und warum, und werden sie dann freilassen." Den Beobachtern gehe es gut, sagte Ponomarjow.

Die vermisste Gruppe, deren Mitglieder aus Dänemark, Estland, der Türkei und der Schweiz stammen, war nach OSZE-Angaben am Montagabend in der Region Donezk unterwegs gewesen, als der Kontakt abriss. Offenbar waren sie an einem Kontrollposten der Separatisten gestoppt worden.

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insgesamt 416 Beiträge
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1. Hat Ponomarjow eigentlich für irgendwas kandidiert?
Europa! 29.05.2014
Zitat von sysopREUTERSProrussische Separatisten haben offenbar in der Ostukraine einen Hubschrauber abgeschossen. Nach Angaben der Führung in Kiew starben dabei 14 Soldaten - unter ihnen angeblich ein General der Armee. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-separatisten-schiessen-ukrainischen-hubschrauber-ab-a-972378.html
Sollte er vielleicht. Er hat so ein offenes, ehrliches Gesicht und bisher auch alles gehalten, was er versprochen hat.
2. Und das trotz des neuen Präsidenten?
Spirit in Black 29.05.2014
Es ist schon seltsam, dass Pornoschenko schon am ersten Tag seiner Wahl dutzende Tote Gegener und die Eroberung des Flughafens von Donetzk verkündet hat. Sollte wohl so klingen, als ob er selbst wundertätige Kriegsheldentaten verüben würde. Dabei sollte klar sein, dass solche Manöver schon von langer Hand vorbereitet waren und der Zeitpunkt der Inszenierung gedient hat. Sozusagen eine barbarische Inthronisierung mit Menschenopfern... Nun, die Realität hat ihn und die Medien jetzt wieder eingeholt.
3. (Pro?)russische Kämpfer?
chrisonsax 29.05.2014
Warum spricht man immer von Pro-Russischen Kämpfern? Das "Pro" kann man doch weglassen. Allein die Waffen, mit denen man einen Armee-Hubschrauber abschießen kann, kann man doch nicht im Army-Shop kaufen. Daß Russland seine Untergrund-Söldner in die Ukraine einsickern lässt, und sich dann noch erdreistet, der ukrainischen Regierung vorzuschreiben, daß sie aufhören soll, sich gegen die Angreifer zu verteidigen, ist eine Farce und eine Unverschämtheit ohne Beispiel!
4. Krieg der paramilitärischen Terroristen
christerix 29.05.2014
Mit Raketenwerfern gegen die ukrainische Armee? Die Ukraine sollte einen letzten Aufruf der Waffenniederlegung machen und dann eine Bodenoffensive starten. Vielleicht schaffen sie es auch, das Schlimmste zu verhindern, indem sie versuchen, den Teroristen-Chef (der selbst ernannte "Volksbürgermeister" von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow) aus dem Weg zu räumen - im besten Fall festzunehmen.
5.
Ernst August 29.05.2014
Zitat von sysopREUTERSProrussische Separatisten haben offenbar in der Ostukraine einen Hubschrauber abgeschossen. Nach Angaben der Führung in Kiew starben dabei 14 Soldaten - unter ihnen angeblich ein General der Armee. http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-separatisten-schiessen-ukrainischen-hubschrauber-ab-a-972378.html
Ich wollte nur mal erwähnt haben das die Angaben zur Bevölkerung in der Ukraine falsch sind. Die Ukraine hat ca. 2,3 Millionen Einwohner weniger (also nur ca. 43,2 Millionen) und Russland hat 2,3 Millionen Einwohner mehr als angegeben. Ich bitte um mehr Korrektheit bei den Angaben.
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