Gefälschte Papiere Ukrainische Soldaten verkauften Kampfhubschrauber ins Ausland

Die Staatsanwaltschaft in Kiew ermittelt gegen ukrainische Nationalgardisten. Ihnen wird vorgeworfen, zwei Kampfhubschrauber illegal ins Ausland verkauft zu haben.

Ukrainischer Mi-24-Hubschrauber (Archiv): Illegal ins Ausland transferiert
REUTERS

Ukrainischer Mi-24-Hubschrauber (Archiv): Illegal ins Ausland transferiert


Die Staatsanwaltschaft spricht von einem Schaden in Höhe von 200.000 Euro: Mitglieder der Nationalgarde der Ukraine sollen zwei Kampfhubschrauber illegal ins Ausland verkauft haben. Die Behörde hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der Abnehmer der beiden Helikopter ist noch nicht bekannt. Der Verkauf war möglich, weil die Täter die Papiere der Hubschrauber fälschten: Die Maschinen des sowjetischen Typs Mi-24R seien im Verkaufsvertrag als zivile Hubschrauber ausgewiesen worden, hieß es.

Das ukrainische Militär hat im Krieg mit prorussischen Separatisten im Donbass auch Kampfhubschrauber eingesetzt. Etwa zehn Maschinen wurden seit Beginn des "Anti-Terror-Einsatzes" vor fast einem Jahr abgeschossen.

Polen startet mit Ausbildung ukrainischer Unteroffiziere

Polen wird im Juni mit der Schulung ukrainischer Unteroffiziere beginnen. Nach Angaben des Warschauer Verteidigungsministeriums handelt es sich um den ersten von insgesamt drei Kursen, die bis Oktober in Polen geplant sind. Damit solle das Ausbildungsniveau der ukrainischen Armee an Nato-Standards angepasst werden, sagte Ministeriumssprecher Jacek Sonta.

Die Kurse hätten etwa 50 Teilnehmer, hieß es unter Berufung auf das ukrainische Verteidigungsministerium. Ähnliche Kurse seien auch in anderen Nato-Staaten vorgesehen.

als/dpa/Reuters



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