Kämpfe in der Ukraine USA planen Millionen-Hilfsprogramm

Notunterkünfte, Essensgutscheine, Trinkwasser: Die USA haben für die Ukraine humanitäre Hilfe angekündigt. Rund 16,4 Millionen Euro sollen den Menschen in den umkämpften Regionen zugute kommen.

Anstehen bei der Rote-Kreuz-Station in Debalzewe: Humanitäre Hilfe
AFP

Anstehen bei der Rote-Kreuz-Station in Debalzewe: Humanitäre Hilfe


Die US-Regierung unterstützt die Ukraine mit einem Hilfspaket im Umfang von 17, 7 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 16,4 Millionen Euro). Das kündigte das Weiße Haus nach einem Telefonat von US-Vizepräsident Joe Biden mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko an.

Das Geld soll den Menschen in den Regionen helfen, in denen Regierungstruppen und prorussischen Kämpfer sich Gefechte liefern. Die Mittel sollen in Notunterkünfte, Essensgutscheine, Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen fließen, hieß es.

Trotz Warnungen der russischen Regierung hatten die USA am Montag mit dem Training vom Einheiten der ukrainischen Nationalgarde begonnen. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte in Washington, etwa 300 US-Soldaten würden die Ukrainer in einem Sicherheitszentrum im westukrainischen Jaworiw nahe der polnischen Grenze ausbilden. Die USA gehen davon aus, binnen sechs Monaten etwa 900 ukrainische Soldaten zu trainieren.

Die US-Militärhilfe sei Teil der Partnerschaft zwischen Kiew und Washington, sagte der ukrainische Präsident Poroschenko zu Beginn der Operation "Fearless Guardian", "furchtloser Wächter". Das ukrainische Militär werde nun neu aufgestellt und "nach einer langen Zeit" wie ein Phoenix aus der Asche zurückkehren.

Die Nationalgarde untersteht dem ukrainischen Innenministerium und setzt sich vor allem aus früheren Maidan-Kämpfern zusammen. Die USA unterstützen Kiew außerdem mit militärischer Ausrüstung wie gepanzerten Fahrzeugen, Schutzwesten, Radarsystemen und Nachtsichtgeräten. Waffenlieferungen lehnt Washington bislang ab.

heb/AP



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 12 Beiträge
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verbloedung 21.04.2015
1. Der Tropfen...
auf den heizen Stein. Was kostet die militärische Unterstützung? Mehr als 16,7 Mio? Wenn ja, sieht man die Prioritäten der USA, wie sie Krisen schlichten oder evtl. lieber anheizen will.
ka-sp 21.04.2015
2.
Pro-russische Kämpfer gegen pro-US-amerikanische Kämpfer. Wo bleiben da denn die Ukrainer selbst? Flüchten nach Russland und Europa? Und während die US-Regierung die Hilfe erst ankündigt, liefert die russische Regierung die Hilfe bereits seit einem Jahr. Verrückte Welt.
Pfaffenwinkel 21.04.2015
3. Etwa 300 US-Soldaten
trainieren nun urkainische Kämpfer, mindestens nochmal so viele Amis dürften sich dort tummeln. Vom amerikanischen Geheimdienst ganz zu schweigen. Toll.
stonecold 21.04.2015
4.
Zitat von ka-spPro-russische Kämpfer gegen pro-US-amerikanische Kämpfer. Wo bleiben da denn die Ukrainer selbst? Flüchten nach Russland und Europa? Und während die US-Regierung die Hilfe erst ankündigt, liefert die russische Regierung die Hilfe bereits seit einem Jahr. Verrückte Welt.
Sie haben nur vergessen, zu erwähnen, dass die russischen Konvois seit der ersten Grenzüberquerung im Westen als "Verletzung der Souveränität der Ukraine" gebrandmarkt werden, und das trotz der ständigen (inzwischen wohl angenommenen) Angebote Russlands, ukrainische Zöllner die Lkw kontrollieren zu lassen.
snoopy 21.04.2015
5. Hilfe für Ukraine ....
wer redet hier von "russischer Hilfe" ? Wer daran glaubt, dem fehlen reale Informationen. Russland kann nicht "humanitär" sondern nur "militärisch". Endlich hilft auch mal jemand auf der ukrainischen Seite. Zugesehen haben wir alle lange genug und haben uns von Putins Statements veralbern lassen. Auch den Menschen auch auf Separatistenseite geht es schlecht, schlechter als viele meinen. Putin hatte es von Anfang an in der Hand, dieses humanitäre Desaster zu beenden, bzw. garnicht erst entstehen zu lassen. Aber Russlands Interessen liegen ja nur in der Destabilisierung der Ukraine. Gebt dem Land eine Chance, sich selbst zu entwickeln, helft, wo Hilfe gebraucht wird und drängt den Menschen nicht die eigene Ideologie auf .... das gilt für beide Seiten !
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