US-Wahlkampf Obama legt in Umfrage kräftig zu

Der Aufwand war gigantisch, doch für Barack Obama hat sich der Parteitag der Demokraten offenbar gelohnt: Laut einer Umfrage liegt der US-Präsident plötzlich deutlich vor seinem Herausforderer Mitt Romney. Jetzt wird vor allem ein Thema wichtig: Wie entwickelt sich die Wirtschaft?

AFP

Washington/Los Angeles - Der Nominierungsparteitag der US-Demokraten hat Präsident Barack Obama offenbar Auftrieb gegeben. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos käme der Amtsinhaber bei den Wählern derzeit auf 46 Prozent der Stimmen, sein Konkurrent Mitt Romney nur auf 44 Prozent.

Die Ergebnisse wurden am Freitag veröffentlicht. Einen Tag zuvor hatte Romney noch mit einem Prozentpunkt geführt. Meinungsforscherin Julia Clark sagte, aus der Umfrage könne geschlossen werden, dass der dreitätige Parteitag Obama geholfen habe. Es bleibe aber dabei, dass das Rennen zwischen Obama und Romney vermutlich bis zur Wahl Anfang November sehr knapp sein werde.

Der Parteitag war am Donnerstagabend mit einer Rede von Obama zu Ende gegangen. Die meisten Umfrageteilnehmer dürften aber bereits zuvor befragt worden sein. Auch die enttäuschenden Arbeitslosenzahlen vom Freitag wurden dabei nicht berücksichtigt. Laut US-Arbeitsministerium waren im vergangenen Monat lediglich 96.000 neue Jobs entstanden.

Obama stellt neuen Twitter-Rekord auf

Obamas Rede auf dem Parteitag war nach Zahlen des Datendienstleisters Nielsen von mehr als 35,7 Millionen US-Bürgern live am Fernseher verfolgt worden. Das sind etwas mehr als zehn Prozent der Bevölkerung. Die Rede vor vier Jahren hatten 38,4 Millionen gesehen. Die Ansprache von Romney auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner hatte vor einer Woche 30,3 Millionen Menschen angezogen.

Obama stellte am Donnerstag zudem einen neuen Twitter-Rekord auf: Direkt nach dem Ende seiner Rede wurden 52.756 Tweets pro Minute dazu registriert. Insgesamt löste der letzte Parteitag der Demokraten vier Millionen Tweets aus, etwa so viele wie das gesamte Treffen der Republikaner.

Angesichts der weiter hohen Arbeitslosigkeit setzt der Republikaner Romney im Wahlkampf weiter auf das Thema Wirtschaft. "Dieser Präsident hat keine Verantwortung für seine gescheiterte Wirtschaftspolitik übernommen", warf er Obama am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt in Nashua im Bundesstaat New Hampshire vor. Obama habe "keine Ideen" und "keine Ausreden" mehr.

Obama reiste am Freitag ebenfalls nach New Hampshire, wo er bei einem Auftritt in Portsmouth einräumte, dass es bei der Schaffung von Arbeitsplätzen einen Rückschlag gegeben habe. "Wir wissen, dass es nicht gut genug ist", sagte Obama. "Wir müssen schneller Jobs schaffen, wir müssen das von der Rezession in diesem Jahr hinterlassene Loch schneller stopfen."

stk/Reuters/AFP

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winkdon 08.09.2012
1. Swing States
Zitat von sysopAFPDer Aufwand war gigantisch, doch für Barack Obama hat sich der Parteitag der Demokraten offenbar gelohnt: Laut einer Umfrage liegt der US-Präsident plötzlich deutlich vor seinem Herausforderer Mitt Romney. Jetzt wird vor allem ein Thema wichtig: Wie entwickelt sich die Wirtschaft? http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,854674,00.html
Wichtiger als die Landsweiten Umfragen sind die Umfragen in den "Swing States", um die es in der Wahlt geht. da konnte Präsident Obama seinen Vorsprung recht deutlich ausbauen. Ausserdem konnte er in seiner "Job Approval" einen deutlichen Sprung von 45 auf 52% machen (laut Gallup Polls). Das Rennen wird eng sein bis zum Schluss aber Obama wird gewinnen. Romney müsste bei den TV-Debatten eine Sensation schaffen, um das Blatt noch zu wenden. Das ist aber nicht abzusehen. Obama ist intelligenter, zugänglicher und deutlich charmanter.
doytom 08.09.2012
2. Umfragen sind wie Schall und Rauch...
Zitat von sysopAFPDer Aufwand war gigantisch, doch für Barack Obama hat sich der Parteitag der Demokraten offenbar gelohnt: Laut einer Umfrage liegt der US-Präsident plötzlich deutlich vor seinem Herausforderer Mitt Romney. Jetzt wird vor allem ein Thema wichtig: Wie entwickelt sich die Wirtschaft? http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,854674,00.html
...und sollten als solche wenig Bedeutung beigemessen werden. Wer es trotzdem tut kann ebensogut Wolken mit dem Schmetterlingsnetz fangen
XXYYZZ 08.09.2012
3. Gigantisch
Zitat von sysopAFPDer Aufwand war gigantisch, doch für Barack Obama hat sich der Parteitag der Demokraten offenbar gelohnt: Laut einer Umfrage liegt der US-Präsident plötzlich deutlich vor seinem Herausforderer Mitt Romney. Jetzt wird vor allem ein Thema wichtig: Wie entwickelt sich die Wirtschaft? http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,854674,00.html
Der Aufwand sei gigantisch gewesen, so läutet der Artikel ein. Aber wo im Artikel wird beschrieben, worin der gigantische Aufwand bestand? Es scheint ein ganz normaler Nominierungsparteitag einer amerikanischen Partei gewesen zu sein, die naturgemäß und seit Jahrzehnten gigantischer sind als deutsche Parteitage. War er gigantischer als der der Republikaner? Oder gigantischer als der im Jahre 2008? Mal wieder viel Behauptung ohne Evidenz ...
heineborel 08.09.2012
4. Die Schlussfolgerung...
Zitat von sysopAFPDer Aufwand war gigantisch, doch für Barack Obama hat sich der Parteitag der Demokraten offenbar gelohnt: Laut einer Umfrage liegt der US-Präsident plötzlich deutlich vor seinem Herausforderer Mitt Romney. Jetzt wird vor allem ein Thema wichtig: Wie entwickelt sich die Wirtschaft? http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,854674,00.html
... dass der Parteitag Obama geholfen hat lass ich noch durchgehen, dass Obama wirklich vor Romney liegt wage ich bei 46 vs. 44 zu bezweifeln. Bei einem margin of error von 2.5 bis 3% ist das wohl eher ein statistischen Unentschieden!
2wwk 08.09.2012
5. Ipsos ?? es gibt auch andere Umfragen
bischen einseitig sich auf Ipsos zu beziehen ... habe ich hier in den USA nie gehoert.
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