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Chef von Uno-Flüchtlingshilfswerk: "Asylsuchende aus dem Balkan blockieren das System"

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DPA

Vincent Cochetel: "Anträge schnell bearbeiten"

Sollen Asylbewerber aus dem Balkan schneller in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden? Der Direktor des Uno-Flüchtlingshilfswerks hält das für notwendig. Das sei "die beste Antwort an fremdenfeindliche Leute".

In Deutschland wird intensiv über den Umgang mit den sogenannten Balkanflüchtlingen diskutiert. Jetzt hat sich auch ein Vertreter der Vereinten Nationen zu Wort gemeldet - mit einer deutlichen Ansage. Die deutsche Flüchtlingspolitik funktioniere gut, sagte Vincent Cochetel, Europa-Chef des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, der Nachrichtenagentur dpa. Viele Asylsuchende aus dem Balkan blockierten jedoch das System, da sie keinen internationalen Schutz benötigten.

"Wirtschaftsmigranten", die kaum Chancen auf Asyl haben, sollten nach Ansicht des Franzosen schneller in ihre Herkunftsländer zurückgebracht werden. "Es braucht faire und effiziente Systeme, die Asylanträge schnell bearbeiten", sagte Cochetel. "Nur so versteht die Bevölkerung, dass diejenigen, die bleiben, wirklich schutzbedürftig sind. Das ist die beste Antwort an fremdenfeindliche Leute."

In der Debatte in Deutschland geht es unter anderem darum, ob weitere Balkan-Staaten zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden sollen. In diesem Fall gehen die Behörden davon aus, dass den Menschen dort politisch keine Gefahr droht und können sie damit schneller abschieben. In Bayern hatte die CSU zudem angekündigt, spezielle Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge vom Balkan errichten zu wollen.

kev/dpa

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