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Syrien-Bericht von Unicef: 14 Millionen Kinder leiden im Bürgerkrieg

Syrische Kinder in Aleppo (Archiv): "Krieg ist das Einzige, was sie kennen" Zur Großansicht
AFP

Syrische Kinder in Aleppo (Archiv): "Krieg ist das Einzige, was sie kennen"

Der Bürgerkrieg in Syrien droht eine ganze Generation zu traumatisieren. Unicef warnt: 14 Millionen Kinder sind betroffen, mehr als fünf Millionen erfahren täglich Terror und Elend.

New York - Der Bürgerkrieg in Syrien hat nach Angaben von Unicef Millionen Kinder ins Elend gestürzt. Insgesamt seien 14 Millionen Kinder von Krieg und Terror betroffen, 5,6 Millionen müssten unter verzweifelten Bedingungen ausharren, teilte das Kinderhilfswerk der Uno in New York mit. Zwei Millionen Kinder würden in Regionen leben, die von Helfern kaum erreicht werden könnten.

Weitere zwei Millionen Kinder würden als Flüchtlinge in Lagern in den Nachbarländern Syriens leben. Das habe wiederum Auswirkungen auf die Kinder in den Gastländern. 3,6 Millionen Kinder in Jordanien, dem Libanon und der Türkei würden unter den Folgen des Krieges im Nachbarland leiden.

"Für die kleinsten Kinder ist Krieg das Einzige, was sie kennen", sagte Unicef-Chef Anthony Lake. "Die Heranwachsenden, deren prägende Jahre gerade vor ihnen liegen, sind nicht nur traumatisiert. Die Vergangenheit, die Gewalt und das Leid haben auch ihre Zukunft geprägt." Syrien laufe Gefahr, eine ganze Generation zu verlieren.

mka/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 18 Beiträge
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1. … und die Eltern ?
openklaus 12.03.2015
sind nicht betroffen ?
2. Ein voller Erfolg all der demokratie- und
humptata 12.03.2015
menschenrechtsbewegten Menschen, die damals begeistert den arabischen Frühling in Damaskus begrüßt haben. Wohl wissend, dass auch diese "Volkserhebung" von interessierter westlicher Seite organisiert und finanziert wurde. Tipp für zukünftige Revolutionen: Finanziers checken, und wenn da der Name Soros auftaucht, Finger weg!
3.
Hermes75 12.03.2015
Zitat von humptatamenschenrechtsbewegten Menschen, die damals begeistert den arabischen Frühling in Damaskus begrüßt haben. Wohl wissend, dass auch diese "Volkserhebung" von interessierter westlicher Seite organisiert und finanziert wurde. Tipp für zukünftige Revolutionen: Finanziers checken, und wenn da der Name Soros auftaucht, Finger weg!
Genau, der Westen ist schuld! Von sich aus würden die Menschen in den arabischen Ländern nie auf die Idee kommen, dass es Mist ist sich von diktatorischen Kleptokraten unterdrücken und ausplündern zu lassen. Diese Menschen wissen einfach wie gut es ist einen treu-sorgenden Geheimdienst zu haben, der Störenfriede die nach Demokratie und Menschenrechten rufen in dunklen Kellern verschwinden läßt. Diese Menschen wollen nicht frei sein und über ihr eigenes Schicksal bestimmen. Das wird ihnen nur vom bösen Westen eingeredet. Sie sollten glücklich sein in einer stabilen Dikatur zu leben, nicht wahr?
4. Alles richtig !
flaviussilva 12.03.2015
Aber leider mal wieder kein Lösungsvorschlag mit dabei ! Was wohl daran liegt, das es realistisch betrachtet, keine Lösung gibt ! Es handelt sich um einen Bürgerkrieg wo mittlerweilederart viele Fraktionen mit den unterschiedlichsten Zielen mitmischen das sogar die beteiligten deren genaue Zahl wohl nicht kennen. Gleichzeitig sind aller Anreinerstaaten und noch mehrin den Bürgerkrieg involviert und jeder mit eigenen Interessen. Daraus folgt, das die Warnung berechtigt ist, die Lösungaber die vorort Beteiligten finden müssen !
5. Natürlich
jsteffi 12.03.2015
sind auch die Eltern betroffen. Aber es macht einen erheblichen Unterschied, ob man als Erwachsener jahrelang ein Leben in Frieden führen konnte, oder ob man mit Bomben, Giftgas und in Trümmern gross werden muss. Dazu kommt, dass die selbst traumatisierten Eltern den Kindern und Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer Erlebnisse oft keine Hilfe sein können. Als ehrenamtliche Betreuerin von syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen erlebe ich hier aber oft, dass die Kinder scheinbar schneller vergessen und sich leichter auf die neue Situation einstellen können, evt. weil die Schule auch für Ablenkung sorgt. Trotzdem sind viele Jugendliche in psychologischer Behandlung, schlafen und essen schlecht, haben Panikattacken usw. Wir haben keine Vorstellung davon, was diese Menschen mitmachen. Ich für meinen Teil bin seit Beginn meiner Tätigkeit von meinen vorherigen "Sorgen" weitgehend kuriert.
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Fläche: 185.180 km²

Bevölkerung: 22,265 Mio.

Hauptstadt: Damaskus

Staatsoberhaupt:
Baschar al-Assad

Regierungschef: Wail al-Halki; Imad Khamis (designiert)

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