Syrien: Uno-Beobachter im Dorf des Massakers angekommen

Stundenlang hinderten Assads Truppen die Uno-Beobachter daran, in das syrische Dorf Masraat al-Kubair zu gelangen. Dort waren Dutzende Menschen getötet worden. Jetzt sind die Vertreter der Vereinten Nationen am Ort des Massakers eingetroffen.

Uno-Beobachter in Syrien (Archivbild): Masraat al-Kubair erreicht Zur Großansicht
DPA

Uno-Beobachter in Syrien (Archivbild): Masraat al-Kubair erreicht

Damaskus - Die Uno-Beobachter in Syrien sind in der Provinz Hama eingetroffen: Die Vertreter erreichten das Dorf Masraat al-Kubair am Freitag. Sie wollen dort die Aktivisten-Berichte über ein Blutbad prüfen.

In Masraat al-Kubair sollen nach Oppositionsangaben am Mittwoch Dutzende Menschen getötet worden sein. Darunter waren zahlreiche Frauen und Kinder. Nach Oppositionsangaben wurden sie mit Knüppeln erschlagen und mit Messern aufgeschlitzt.

Die Rebellen beschuldigten paramilitärische Einheiten von Präsident Baschar al-Assad, dafür verantwortlich zu sein. Die syrische Regierung sprach hingegen von deutlich weniger Toten und machte Oppositionelle für die Tat verantwortlich.

Im Uno-Weltsicherheitsrat war die Wut am Donnerstag auf Syrien so groß wie nie: Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon, Großbritannien und die USA überboten sich mit Kritik am Assad-Regime. Es habe jede Menschlichkeit verloren, sagte Ban. Der Uno-Syriengesandte Kofi Annan warnte vor einem ausufernden Regionalkrieg.

heb/dpa/AFP

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1. Syrien: Uno-Beobachter im Massaker-Dorf angekommen
PrettyHateMachine 08.06.2012
Ehrlich gemeinte Frage an die, die auch hier wieder in den Rebellen die Schuldigen sehen: wieso hindern dann Assads Truppen die Beobachter, in das Dorf zu gelangen?
2. Diese Meldung
nachdenklich1 08.06.2012
Zitat von PrettyHateMachineEhrlich gemeinte Frage an die, die auch hier wieder in den Rebellen die Schuldigen sehen: wieso hindern dann Assads Truppen die Beobachter, in das Dorf zu gelangen?
hat die gleiche Qualität, wie die Meldungen der westlichen Medien in den letzten Wochen. Nimmt man diese Meldungen für bare Münze stellt man leicht fest. dass Assad aber auch alles tut um endlich von einer westlichen Koalition der Willigen weggebombt zu werden. Man sollte sich einmal die Frage stellen woher all diese Informationen kommen, wo doch keine westlichen Reporter vor Ort sind und es eine Seite gibt die großes Interesse an gemeldeten Bluttaten von Assad hat. Bald wird sie kommen die humanitäre Flugverbotszone= Luftwaffe der Rebellen gegen einen UNO Staat...
3. Die weitere Vorgehensweise in Syrien,
friedland1809 08.06.2012
wird jetzt von den Staaten der SCO bestimmt und nicht mehr von Katar (Fernsehinsel), den Scheichs, den USA als "Bewahrer der Demokratie" auf der arabischen Halbinsel, sowie ihren europäischen Vasallen... Die Welt, hat sich weiterbewegt.....
4. Sco?
cour-time 08.06.2012
Zitat von friedland1809wird jetzt von den Staaten der SCO bestimmt und nicht mehr von Katar (Fernsehinsel), den Scheichs, den USA als "Bewahrer der Demokratie" auf der arabischen Halbinsel, sowie ihren europäischen Vasallen... Die Welt, hat sich weiterbewegt.....
SCO? Volksrepublik China, Russland, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan. Ooooohja!!! Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan. "Die weitere Vorgehensweise in Syrien" wird jetzt von "Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan" bestimmt, wie die gesamte Weltpolitik und die Weltwirtschaft auch! :-)
5. einfach
onizuka 08.06.2012
Zitat von PrettyHateMachineEhrlich gemeinte Frage an die, die auch hier wieder in den Rebellen die Schuldigen sehen: wieso hindern dann Assads Truppen die Beobachter, in das Dorf zu gelangen?
Was heisst hindern.. die UNO Beobachter wurden nur an mehreren Checkpoints angehalten. Aber schließlich durften sie ihre fahrt fortsetzen. Dies ist eine Ganz normale Prozedur. Mann muss sich immer noch im klaren sein das in teilen dieses Landes Bürgerkrieg ähnliche zustände herschen. Kein Land der Welt würde irgendwelche Beobachter ohne Kontrolle usw frei Rumlaufen lassen. Mann muss auch bedenken das der syrische Staat für die Sicherheit der Beobachter verantwortlich ist, das wissen viele erst garnicht.
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