Uno-Stellungnahme IS tötet gezielt Kinder

Der "Islamische Staat" scheut selbst vor Gewalt gegen Kinder nicht zurück. Die Terrormiliz töte gezielt Minderjährige, berichtet ein Uno-Ausschuss.

Anhänger des IS im Irak (Archivbild): Massenhinrichtungen von Jungen
AFP/ YouTube

Anhänger des IS im Irak (Archivbild): Massenhinrichtungen von Jungen


Genf - Der "Islamische Staat" (IS) kennt keine Gnade: Die Terrormiliz foltert und tötet nach Uno-Angaben gezielt Kinder im Irak. Dabei würden junge Angehörige religiöser Minderheiten geköpft, gekreuzigt oder lebendig begraben, wie aus einer Stellungnahme des Uno-Komitees für Kinderrechte hervorging. Zudem gebe es etliche Fälle von Massenhinrichtungen von Jungen, hieß es.

Der Uno-Ausschuss forderte die Regierung in Bagdad auf, mehr zum Schutz der Kinder und ihrer Familien zu unternehmen. Unter anderem müsse sie Zivilisten die Flucht aus gefährlichen Regionen ermöglichen. Der IS kontrolliert im Norden und Westen des Irak weite Teile des Landes.

Nach Uno-Definition sind alle unter 18-Jährigen Kinder. Der Uno-Ausschuss wirft in seiner Stellungnahme auch der irakischen Armee die Verletzung und Tötung von Kindern vor.

mka/dpa/AP

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