Uno-Organisation Bereits mehr als 1500 Mittelmeer-Tote in diesem Jahr

Bei der Flucht über das Mittelmeer sind 2018 offenbar schon mehr als 1500 Menschen ertrunken. Insgesamt machten sich laut Uno jedoch weniger Flüchtlinge als zuvor auf den gefährlichen Weg.

Blumen in der Elbe bei Gedenken an Flüchtlinge
DPA

Blumen in der Elbe bei Gedenken an Flüchtlinge


Das fünfte Jahr in Folge haben mehr als 1500 Migranten die Fahrt über das Mittelmeer Richtung Europa nicht überlebt. Das zeigen Zahlen der Internationalen Organisation für Migration (IOM). Demnach ist die Route zwischen Libyen und Italien die gefährlichste - einer von 19 Menschen sterbe bei dem Versuch, sie zu überwinden.

Allerdings machen sich offenbar viel weniger Menschen auf den Weg als in den vergangenen Jahren. In diesem Jahr seien laut der Organisation etwa 55.000 Menschen in Europa angekommen - im Gegensatz zu 111.753, die Europa im vergangenen Jahr um dieselbe Zeit erreicht hatten.

Italien, deren neue Regierung einen strikten Anti-Einwanderungs-Kurs fährt, hat in diesem Jahr etwa 18.130 Menschen aufgenommen. "Trotz der unglaublich niedrigen Ankunftszahlen in Italien sind die relativen Zahlen der Todesfälle möglicherweise so hoch wie nie seit Beginn der Krise", sagte IOM-Sprecher Joel Millmann.

Da Italien viele Häfen geschlossen hat, weichen viele Flüchtlinge und Migranten auf Spanien als Zielland aus. Dort kamen in diesem Jahr bereits etwa 21.000 Menschen an. Fast so viele wie im gesamten vergangenen Jahr.

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Studierende der HFF München

höh/Reuters

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