Uno-Rede May fordert entschlosseneren Kampf gegen Terrorismus

Die britische Premierministerin Theresa May hat bei ihrer Rede vor den Vereinten Nationen für den Anti-Terror-Kampf geworben - und der Uno mit finanziellen Konsequenzen gedroht.

May bei der Uno-Generalversammlung
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May bei der Uno-Generalversammlung


Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat von der Weltgemeinschaft einen entschlosseneren Kampf gegen Terrorismus gefordert. "Wir als Vereinte Nationen haben noch nicht die Mittel gefunden, um es mit dieser Bedrohung aufzunehmen", sagte May am Mittwoch vor der Uno-Vollversammlung. So müssten beispielsweise terroristische Inhalte im Internet schneller reduziert und beseitigt werden.

Den Uno-Generalsekretär António Guterres rief May auf, die Generaldebatte kommendes Jahr zum Thema Terrorismus auszurichten.

Großbritannien war zuletzt mehrfach Ziel von Terroranschlägen geworden. Im Mai war es in Manchester zu einem Anschlag mit 22 Toten und 59 Verletzten gekommen. Vor knapp einer Woche wurden bei einem Anschlag in der Londoner U-Bahn 30 Menschen verletzt.

May drohte der Uno nun mit Mittelkürzungen, sofern die Weltorganisation einzelne Länder nicht stärker in die Verantwortung nehme. Sie lobte das Potenzial der Uno, kritisierte aber ein Zuviel an Bürokratie. Uno-Behörden müssten "unser Vertrauen gewinnen", sagte May. Sie habe knapp ein Drittel der britischen Gelder beiseitegelegt, die nur bei "ausreichenden Ergebnissen" an die Uno ausgezahlt würden. Großbritannien zählt zu den größten Beitragszahlern.

Zuma prangert Korruption an

Die Generaldebatte der Uno-Vollversammlung dauert noch bis Montag. Am Donnerstag steht aus deutscher Sicht die Rede von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel im Fokus.

Am Mittwoch äußerte sich neben May unter anderem auch der südafrikanische Präsident Jacob Zuma vor den Vereinten Nationen. Er prangerte Korruption, Geldwäsche und Steuerhinterziehung in Afrika an. "Das untergräbt die Integrität des globalen Finanzsystems, die effiziente Eintreibung von Steuern und die gerechte Umverteilung von Ressourcen", sagte Zuma. Ihm selbst werden in Südafrika Korruption und Machtmissbrauch vorgeworfen. Vor wenigen Wochen erst setzte die Opposition ein Misstrauensvotum gegen ihn an, das Zuma aber überstand.

aar/dpa

insgesamt 3 Beiträge
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ph.latundan 21.09.2017
1. warum ............
warum faengt sie damit nicht in britanien an ? da gibt es doch genug terroristen.
haresu 21.09.2017
2. Wenn einem gar nkchts mehr einfällt ...
... und man unbedingt von anderen Themen ablenken will dann schwadroniert man vom Kampf gegen den Terrorismus. Im Jemen wütet die Saudis und die Cholera, große Teile Nordafrikas sind destabilisiert, reichlich Aufgaben für die Weltgemeinschaft, aber May blubbert vom Terror. Nein danke!
ykerniz? 21.09.2017
3. Huu
The prime ministers of a small and almost insignificant country, who will not even be a member of the EU in the future, threatens the UN. Guterres will surely have become scared and anxious.
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