Blauhelme Uno-Sicherheitsrat beschließt Reform der weltweiten Friedenseinsätze

Verantwortungsvoller, transparenter und effizienter: So sollen künftig alle Uno-Friedensmissionen ablaufen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat beschlossen, die Einsätze zu reformieren.

Uno-Generalversammlung
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Fünf Seiten umfasst das Papier, das die neuen Maßstäbe künftiger Friedenseinsätze der Vereinten Nationen definieren soll. Die Reform wurde vom Sicherheitsrat der Uno beschlossen. Demnach sollen die Einsätze "verantwortungsvoller, transparenter und effizienter" ablaufen. Ziel sei "höchste Wirksamkeit und Leistungsstärke" am Boden.

Vor allem die USA, größter Beitragszahler zum sogenannten Peacekeeping, hatten sich für die Überarbeitungen stark gemacht. "Wenn ein Einsatz erfolgreich ist, sollten wir ihn nicht verlängern. Wenn er hinter den Erwartungen zurückbleibt, sollten wir ihn umstrukturieren. Wenn er dauerhaft dabei versagt, den Auftrag zu erfüllen, sollten wir ihn beenden", sagte US-Vizepräsident Mike Pence in der Sitzung. Jeder Uno-Einsatz müsse eine Strategie zum Rückzug haben.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow forderte "afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme" und betonte, die Afrikanische Union müsse stärker in die Pflicht genommen werden. Die Blauhelme sind derzeit vor allem in Afrika und dem Nahen Osten im Einsatz. Ihr Etat für das Haushaltsjahr 2017/2018 umfasst 6,8 Milliarden Dollar (etwa 5,7 Milliarden Euro).

vks/dpa

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