Seltenes Votum: Uno-Sicherheitsrat verurteilt Gewalt in Syrien scharf

Uno-Sicherheitsrat (bei früherer Syrien-Sitzung im Juli 2012): "Lage inakzeptabel" Zur Großansicht
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Uno-Sicherheitsrat (bei früherer Syrien-Sitzung im Juli 2012): "Lage inakzeptabel"

Der Uno-Sicherheitsrat hat seltene Einigkeit im Syrien-Konflikt gezeigt. Er forderte sowohl Rebellen als auch die Assad-Regierung auf, die Gewalt unverzüglich einzustellen. Unterdessen wächst der Druck auf das wichtigste Uno-Gremium, Hilfslieferungen auf syrisches Gebiet zu erlauben.

New York - Der Krieg in Syrien hat im Uno-Sicherheitsrat immer wieder für heftige Debatten gesorgt, an deren Ende selten ein Ergebnis stand. Nun hat das mächtigste Uno-Gremium sich auf eine scharfe Verurteilung der Gewalt im Bürgerkriegsland geeinigt. Es forderte am Donnerstagabend (Ortszeit) ein sofortiges Ende der Gewalt in Syrien. In einer Erklärung verurteilte das Gremium Menschenrechtsverletzungen sowohl durch die syrische Regierung als auch durch die Rebellen. "Die eskalierende Gewalt ist vollkommen inakzeptabel und muss sofort gestoppt werden", hieß es in der Erklärung.

Bislang hat sich der Sicherheitsrat nicht auf eine einheitliche Position in dem Konflikt verständigen können. Russland und China verhinderten mit ihrem Veto eine Verurteilung oder Maßregelung der Regierung von Präsident Baschar al-Assad. Bislang gab es Verurteilungen von wenigen konkreten Vorfällen, wie dem Massaker in Hula im Mai 2012 und oder den Beschuss von türkischem Staatsgebiet im vergangenen Herbst.

Nach Uno-Schätzungen ist ein Viertel der 22 Millionen Syrer im eigenen Land auf der Flucht vor der Gewalt, 1,3 Millionen haben im Ausland Schutz gesucht. Insgesamt wurden in dem seit gut zwei Jahren andauernden Konflikt mehr als 70.000 Menschen getötet.

Gleichzeitig drängten Hilfsorganisationen am Donnerstag den Sicherheitsrat, Hilfsaktionen auf syrischem Territorium in den Grenzgebieten zu genehmigen. Der Forderung, die zunächst am Montag von Behördenchefs der Vereinten Nationen in einem Beitrag in der "New York Times" erhoben worden war, verliehen nun weitere Organisationen Nachdruck. Der Uno-Direktor von Human Rights Watch, Philippe Bolopion, forderte verstärkte Lieferungen von Hilfsgütern in syrisches Gebiet, "egal ob Syrien zustimmt oder nicht".

fab/AP/Reuters

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insgesamt 17 Beiträge
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1. Warum greift die Arabische Union nicht ein?
udolein 19.04.2013
Es scheint nur ein Debattierklub zu sein. Händlerseelen, denen das schöne Geld dafür leid tut. Die notwendigen Mittel für eine Befriedung Syriens hätten sie.
2. Schwenk der USA ?
robert.haube 19.04.2013
Nachdem die im Kampf tonangebende Al-Nusra erklärt hat, sie sei Teil der Al-Quaida, scheint bei einigen westlichen Kriegstreibern eine Ernüchterung eingekehrt zu sein. Hoffen wir´s mal.
3. ein guter schritt
ziegenzuechter 19.04.2013
die gewalt muss endlich beendet werden. der versuch die regierung zu stürzen ist eindeutig gescheitert und wird auch nicht mehr gelingen. die gemäßigte opposition und assad müssen an einen tisch gebracht werden. die islamisten und terroristen (al-nusra und&co) muss assad natürlich mit aller härte weiterverfolgen.
4. Super!
Stefnix 19.04.2013
Die sind jetzt sicher alle schwer beeindruckt und lassen sofort alle Waffen fallen! *lach*
5. Verehrte Lügner...
darthkai 19.04.2013
nicht China und Russland verhinderten mit ihrem Veto eine Verurteilung, der demokratieschaffende Westen verhinderte fast 2 Jahre lang die Inklusion der Gewalt von Seiten saudischer und quatarischer Söldner (Das sind die guten Stabilitätsanker, gegen die der Iran eine Musterdemokratie ist und an die wir bevorzugt schwere Waffen zum überrollen von ungläubigen liefern;)).
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