Uno Sicherheitsrat besorgt über Gewalt an syrischer Grenze

Seltene Einigkeit im höchsten Gremium: Der Uno-Sicherheitsrat zeigt sich "zutiefst besorgt" über die Lage an der syrischen Grenze zum Libanon. Syriens Regime derweil droht dem Nachbarstaat.

Demonstration in London: Vor zwei Jahren begann der Krieg in Syrien
AFP

Demonstration in London: Vor zwei Jahren begann der Krieg in Syrien


Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat seine Sorge über die ausufernde Gewalt im Syrien-Konflikt ausgedrückt. In einer am Donnerstag verabschiedeten Erklärung zeigte sich das Gremium in seltener Einigkeit "zutiefst besorgt" über Zwischenfälle an der Grenze Syriens zum Libanon, wie Russlands Uno-Botschafter Witali Tschurkin mitteilte.

Der Sicherheitsrat verurteilte demnach "das wiederholte Feuer über die Grenze hinweg, das zu Tod und Verletzungen in der libanesischen Bevölkerung führt". Auch das Überschreiten der Grenze durch Streitkräfte, Waffenhandel und Entführungen wurden verurteilt.

Das mächtigste Uno-Gremium ist in der Syrien-Frage zutiefst gespalten. Die Vetomächte China und Russland verhindern bislang eine Resolution, die den Druck auf die Regierung von Syriens Präsident Baschar al-Assad erhöhen würde. Der syrische Bürgerkrieg dauert seit nunmehr zwei Jahren an. In dem Konflikt starben nach Schätzungen der Vereinten Nationen bislang über 70.000 Menschen.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die der Opposition nahe steht, hatte es am Mittwoch Kämpfe der syrischen Armee mit Aufständischen in der Provinz Homs nahe der libanesischen Grenze gegeben.

Am Donnerstag drohte Syrien dem Libanon mit Angriffen auf libanesischen Boden: "In den vergangenen 36 Stunden sind terroristische Banden in großer Zahl aus dem Libanon auf syrisches Territorium vorgedrungen", schrieb das syrische Außenministerium laut amtlicher Agentur Sana an das Auswärtige Amt des Libanon. "Die syrischen Streitkräfte halten sich bislang zurück und gehen nicht auf libanesischem Territorium gegen diese Banden vor", hieß es in dem Schreiben demnach weiter. "Dabei wird es aber nicht für immer bleiben", warnte die Regierung in Damaskus.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, der Uno-Sicherheitsrat habe eine Resolution zum Syrien-Konflikt verabschiedet. Diese Information beruhte auf einer Agenturmeldung und ist nicht richtig. Wir haben unsere Meldung entsprechend korrigiert.

kha/AFP

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insgesamt 3 Beiträge
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rolandjulius 15.03.2013
1. Syrien-Resolution
Und was wurde beschlossen, um den Terroristen das Handwerk zu legen? Hat Assad kein Recht sein Leben und das seiner Treuen zu verteidigen? Wer Wind sät wird Sturm ernten, und muss dann auch die Konsequenzen tragen.
lebmah 15.03.2013
2. Ja
weil diese Terroristische Banden ,nach Syrien eingedrungen sind und von der syrischen Armee bei kämpfen in Homs getötet wurden sind!Das wurde von der libanesischen Ministerium bestätigt!Die Armee des Libanon ist auch in mehreren Regionen des Landes ,vorallem zur Grenze zur Syrien ran gerückt und hat eine große Menge von Waffen sicher gestellt!Das wurde alles von libanesischen Medien in den letzten paar Tagen berichtet!
digidoila 15.03.2013
3. zutiefst besorgt ist westerwelle auch
und hat auch jeden grund hierzu, denn wenn ein staat im staat beschliesst, sich in den krieg mit einem nachbarstaat /diesmal syrien/ einzumischen, was macht den der andere staat? bei israel ist das allen klar aber in syrien? was macht die arabische liga?
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