Resolution Uno will über Atomwaffenverbot verhandeln

Trotz des Widerstands der Atommächte hat ein Ausschuss der Uno-Vollversammlung Gespräche über ein Verbot von Nuklearwaffen angestoßen. Die Verhandlungen könnten bereits im März beginnen.


Die Vereinten Nationen haben sich für die Aufnahme von Verhandlungen über ein Verbot aller Atomwaffen ausgesprochen. Per Resolution stimmte ein Unterkomitee der Uno-Vollversammlung dafür, im kommenden Jahr zwei Konferenzen zum Beginn solcher Verhandlungen einzuberufen. 123 Mitgliedstaaten votierten dafür, 38 dagegen und 16 enthielten sich.

Österreich, Brasilien, Irland, Mexiko, Nigeria und Südafrika hatten die Resolution zu den Verhandlungen eingebracht. Mehrere Staaten, die Atomwaffen besitzen, hatten sich im Vorfeld deutlich gegen das Dokument gestellt, vor allem die USA. Auch Russland, Frankreich und Großbritannien stimmten mit Nein. China enthielt sich ebenso wie die Atommächte Indien und Pakistan.

Jeglicher Einsatz von Atomwaffen hätte "katastrophale humanitäre Auswirkungen", heißt es in der Resolution. Der Text hat nur empfehlenden Charakter, keinen bindenden. Die Uno-Vollversammlung muss der Resolution noch zustimmen. Die Abstimmung soll in den kommen Wochen stattfinden. Die Konferenzen könnten dann im März und Juni 2017 stattfinden.

brk/dpa/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.