Uno-Bericht: Jeder achte Mensch leidet an Hunger

Der Hunger in der Welt ist nach wie vor groß: Jeder achte Mensch hat nicht genug zu essen - insgesamt sind rund 870 Millionen von chronischer Unterernährung betroffen. Die Zahl sei zwar gesunken, aber immer noch inakzeptabel hoch, mahnte die Welternährungsorganisation.

Mädchen mit Wassereimer in Mauretanien: Afrika besonders betroffenZur Großansicht
REUTERS

Mädchen mit Wassereimer in Mauretanien: Afrika besonders betroffen

Rom - Noch immer leiden rund 868 Millionen Menschen an Hunger. Das geht aus dem neuen Welthungerbericht hervor. Obwohl es im Kampf gegen chronische Unterernährung größere Fortschritte gegeben habe als bisher angenommen, sei die Zahl noch immer inakzeptabel hoch, teilte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mit.

2010 hatte die Uno-Organisation noch 925 Millionen Hungernde gezählt, im Jahr davor hatte ihre Zahl sogar die Eine-Milliarde-Grenze überschritten. Bis 2015 soll der Anteil der Hungernden halbiert werden. Noch vor einem Jahr hatten Uno-Organisationen bezweifelt, dass angesichts von Finanz- und Nahrungsmittelkrise dieses Ziel erreichbar ist.

Besonders groß ist der Hunger weiterhin in Entwicklungsländern. Dort haben etwa 850 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Im Schnitt seien dies 14,9 Prozent der dortigen Bevölkerung. Mehr als 100 Millionen sind Kinder unter fünf Jahren. Unterernährung sei die Ursache für den Tod von 2,5 Millionen Kinder im Jahr, hieß es in dem Bericht weiter.

Auch wenn die FAO die Fortschritte im Kampf gegen den Hunger in den vergangenen 20 Jahren als "zufriedenstellend" bezeichnete, warnte die Organisation, es gebe nach wie vor "beträchtliche Unterschiede" in den einzelnen Ländern und Regionen. So sei die Zahl der Hungernden in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara von 170 Millionen im Zeitraum von 1990 bis 1992 auf 234 Millionen zwanzig Jahre später angestiegen.

heb/AFP/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
rolandjulius 09.10.2012
Jeder Politiker weis von diesem Drama.Es ist aber sicher sehr lukrativer die Waffenlobby mit zehn Prozent desEtats zu unterstützen ,da bleiben für den Hunger eben nur noch drei Promille.
Jeder Politiker weis von diesem Drama.Es ist aber sicher sehr lukrativer die Waffenlobby mit zehn Prozent desEtats zu unterstützen ,da bleiben für den Hunger eben nur noch drei Promille.
Dr.pol.Emik 09.10.2012
… wenn der Hunger liegt so nah. Gedenken wir einen Moment lang der Weltmacht USA, da ist es jeder Sechste, sprich rund 50 Millionen Menschen, die nur noch mit Foodstamps überleben können. Gut sie haben noch etwas zu essen, [...]
… wenn der Hunger liegt so nah. Gedenken wir einen Moment lang der Weltmacht USA, da ist es jeder Sechste, sprich rund 50 Millionen Menschen, die nur noch mit Foodstamps überleben können. Gut sie haben noch etwas zu essen, wahrscheinlich ist dies der Beleg für die Überlegenheit des Systems … ändert leider nichts an der Erkenntnis, dass da doch so einiges faul ist im System und hier ist die Entwicklung nicht besser. QPress | USA siecht auf ganzer Linie und bleibt damit AAA (http://qpress.de/2011/08/02/usa-siecht-auf-ganzer-linie-und-bleibt-damit-aaa/) … kleiner Schmäh diesbezüglich auf die Zustände in den USA. Und ja, dann erinnern wir uns gerne an einen weiteren Vertreter aus dem Lager der oftmals hungerleidenden Nationen, an Mahatma Gandhi. Wie sagte er noch sinngemäß: *„Dieser Planet hat genügend für die Bedürfnisse aller Menschen, aber niemals genug für die Gier einiger weniger!“* Ich denke dem gibt es nicht sonderlich viel hinzuzufügen … (°!°)
vantast64 09.10.2012
die mit Agrarexporten und Diktatorenhilfen für Hunger sorgen, auch alle Fleischesser sind mitverantwortlich für Hunger und erhöhten CO2-Ausstoß.
die mit Agrarexporten und Diktatorenhilfen für Hunger sorgen, auch alle Fleischesser sind mitverantwortlich für Hunger und erhöhten CO2-Ausstoß.
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  • Dienstag, 09.10.2012 – 13:54 Uhr
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