Rom - Noch immer leiden rund 868 Millionen Menschen an Hunger. Das geht aus dem neuen Welthungerbericht hervor. Obwohl es im Kampf gegen chronische Unterernährung größere Fortschritte gegeben habe als bisher angenommen, sei die Zahl noch immer inakzeptabel hoch, teilte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mit.
2010 hatte die Uno-Organisation noch 925 Millionen Hungernde gezählt, im Jahr davor hatte ihre Zahl sogar die Eine-Milliarde-Grenze überschritten. Bis 2015 soll der Anteil der Hungernden halbiert werden. Noch vor einem Jahr hatten Uno-Organisationen bezweifelt, dass angesichts von Finanz- und Nahrungsmittelkrise dieses Ziel erreichbar ist.
Besonders groß ist der Hunger weiterhin in Entwicklungsländern. Dort haben etwa 850 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Im Schnitt seien dies 14,9 Prozent der dortigen Bevölkerung. Mehr als 100 Millionen sind Kinder unter fünf Jahren. Unterernährung sei die Ursache für den Tod von 2,5 Millionen Kinder im Jahr, hieß es in dem Bericht weiter.
Auch wenn die FAO die Fortschritte im Kampf gegen den Hunger in den vergangenen 20 Jahren als "zufriedenstellend" bezeichnete, warnte die Organisation, es gebe nach wie vor "beträchtliche Unterschiede" in den einzelnen Ländern und Regionen. So sei die Zahl der Hungernden in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara von 170 Millionen im Zeitraum von 1990 bis 1992 auf 234 Millionen zwanzig Jahre später angestiegen.
heb/AFP/dpa
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