Proteste gegen US-Politik: Unruhen in Soweto vor Obama-Besuch

Proteste gegen Obama in Soweto: Zusammenstoß zwischen Polizei und Demonstranten Fotos
Getty Images

In Soweto ist es im Vorfeld eines Besuchs von US-Präsident Obama zu Ausschreitungen gekommen. Vor der Universität in dem Johannesburger Stadtteil stießen Demonstranten mit der Polizei zusammen. Mehrere hundert Menschen protestierten gegen die Politik Obamas.

Johannesburg - Auf einem Universitätsgelände in Soweto ist es am Samstag zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Nach Angaben von Reportern der Nachrichtenagenturen Reuters und AFP feuerten Polizisten Blendgranaten ab, um die Menge von mehreren hundert Menschen auseinanderzutreiben. Diese hatten sich zuvor auf dem Campus in dem Johannesburger Township versammelt, um gegen einen geplanten Besuch von US-Präsident Barack Obama zu protestieren.

Die Proteste der Demonstranten richteten sich gegen die Auslands- und Geheimdienstpolitik Obamas. Sie hielten Plakate in die Luft, die das Porträt des US-Präsidenten mit Hitler-Bärtchen zeigten. "In Ägypten, Afghanistan und Pakistan sterben Menschen durch Drohnenangriffe", sagte der 54 Jahre alte Demonstrant Ramasimong Tsokolibane der Nachrichtenagentur AFP, "deshalb bezeichnen wir Obama als Hitler. Er ist ein Mörder."

US-Präsident Obama plante den Besuch in Soweto aus Respekt vor dem Kampf vieler Südafrikaner gegen die Rassentrennung. In dem Township starben 1976 mehr als 500 Menschen, als die Polizei Proteste gegen das damalige Apartheid-Regime blutig niederschlug. Obama wollte in der Universität vor Studenten sprechen. Ihm soll außerdem ein Ehrendoktortitel verliehen werden.

Obama wurde am Samstag zunächst vom südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma in Pretoria empfangen. Auf einen Besuch des schwer kranken Nelson Mandela hatte Obama aus Rücksicht auf dessen Gesundheitszustand verzichtet. Stattdessen traf er sich mit Familienangehörigen des südafrikanischen Freiheitskämpfers. Er habe ihnen versichert, dass Mandelas Errungenschaften eine Inspiration für vieler Menschen auf der ganzen Welt seien, auch für ihn persönlich, sagte Obama im Anschluss an das Treffen.

cst/AFP/Reuters

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Freiheit
mischamai 29.06.2013
Es gibt viele Länder die sich für die Freiheit und Menschenrechte stark gemacht haben,ein ganz besonderes Land ist das Land von Mandela.Vielleicht hat er die letzte Kraft ein Zeichen des Friedens zu setzen:Keine Einreise für Obama und Asyl für Snowden.Das wäre ein Zeichen der Unterstützung und eine weltbegrüßende Tat Mandelas.
2. Fragen üde Fragen!
AusVersehen 29.06.2013
Zitat von sysopIn Soweto ist es im Vorfeld eines Besuchs von US-Präsident Obama zu Ausschreitungen gekommen. Vor der Universität in dem Johannesburger Stadtteil stießen Demonstranten mit der Polizei zusammen. Mehrere hundert Menschen protestierten gegen die Politik Obamas. Unruhen in Soweto vor Besuch von Obama - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/unruhen-in-soweto-vor-besuch-von-obama-a-908554.html)
Will Obama da auch Millionen kosten, damit er beschützt wird? Will er da auch den Leuten verbieten ihre eigenen Gärten und Balkons zu betreten? Will er da auch vor einer kleinen Schar handverlesener Applausmongos stehen? Will er ihnen auch diesen verlogenen Senf von Demokratie und Freiheit erzählen? Oder noch verlogener, von Menschenrechten sabbeln? Und was will er ihnen noch sagen? Das gleiche wie in Deutschland "Wir überwachen euch und das ist gut so!" Die US-Regierung sollte sich mal fragen, warum die USA inzwischen von dem absolut größten Teil der Weltbevölkerung gehaßt wird.
3. Unwillkommen !
derandersdenkende 29.06.2013
Zitat von sysopIn Soweto ist es im Vorfeld eines Besuchs von US-Präsident Obama zu Ausschreitungen gekommen. Vor der Universität in dem Johannesburger Stadtteil stießen Demonstranten mit der Polizei zusammen. Mehrere hundert Menschen protestierten gegen die Politik Obamas. Unruhen in Soweto vor Besuch von Obama - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/unruhen-in-soweto-vor-besuch-von-obama-a-908554.html)
War der Deutschlandtrip schon eine Zumutung für viele Bürger dieses Landes, scheint ein Besuch im Land Mandelas genauso unerwünscht. Man stelle sich mal die beiden Friedensnobelpreisträger nebeneinander vor. Der Kriegsfürst und Drohnenmörder neben dem Volkshelden, unzumutbar für den kritischen Betrachter!
4. Hello World!?
Guillermo Emmark 29.06.2013
Zitat von mischamaiEs gibt viele Länder die sich für die Freiheit und Menschenrechte stark gemacht haben,ein ganz besonderes Land ist das Land von Mandela.Vielleicht hat er die letzte Kraft ein Zeichen des Friedens zu setzen:Keine Einreise für Obama und Asyl für Snowden.Das wäre ein Zeichen der Unterstützung und eine weltbegrüßende Tat Mandelas.
Der Mann ist bewusstlos!!! Und könnten Sie ausserdem mal begründen, was Sie mit Ihrer äusserst interessanten Wortschöpfung "weltbegrüssend" genau meinen?
5. Anti-Mandela
tobicus 29.06.2013
Also ich kann diese Proteste schon verstehen. Obama hat gezeigt, dass man Schwarzen keine Macht anvertrauen kann. Zumindestens werden das viele über Jahre glauben und mit Obama begründen. Dieser Mann hat seiner Enthnie mehr geschadet, als jemals ein anderer zuvor. Der absolute Anti-Mandela.
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Fläche: 1.219.000 km²

Bevölkerung: 50,492 Mio.

Hauptstadt: Pretoria

Staats- und Regierungschef: Jacob Zuma

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