Überseeflüge in die USA Behörden warnen vor neuartigen Schuhbomben

Erst Zahnpasta, jetzt Schuhe: US-Sicherheitsexperten befürchten eine steigende Terrorgefahr durch weiterentwickelte Bomben. Eine konkrete Bedrohung gebe es zwar nicht, die Kontrollen sollen trotzdem schärfer werden.

Flugzeuge (in Chicago/Archivbild): Gefahr durch Sprengsätze in Schuhen
REUTERS

Flugzeuge (in Chicago/Archivbild): Gefahr durch Sprengsätze in Schuhen


Washington - Schon bald könnte es für noch mehr Reisende auf dem Weg in die Vereinigten Staaten heißen: Schuhe aus. Die US-Sicherheitsdienste haben am Mittwoch Fluggesellschaften weltweit vor der Bedrohung durch in Schuhen versteckte Sprengsätze gewarnt.

Das Heimatschutzministerium habe eine Warnung an Fluglinien herausgegeben, dass Attentäter versuchen könnten, mit in Schuhen verstecktem Sprengstoff Flugzeuge in die Luft zu sprengen, berichtete der US-Fernsehsender NBC. Die Warnung gilt laut einem CNN-Bericht besonders für Überseeflüge in die USA.

Die Beamten hätten aber verdeutlicht, dass es keine spezifische Bedrohung oder Pläne gebe. Die Warnung des Heimatschutzministeriums an die Fluglinien basiert auf allgemeinen Geheimdienstinformationen. Laut NBC könnten Passagiere künftig verschärften Kontrollen ausgesetzt sein.

An vielen Flughäfen müssen Reisende bereits jetzt ihre Schuhe ausziehen, nachdem im Dezember 2001 der Brite Richard Reid versucht hatte, auf einem Transatlantikflug von Paris nach Miami in seinen Schuhen versteckten Sprengstoff zu zünden. Er konnte jedoch rechtzeitig überwältigt werden.

NBC berichtete, die Informationen über die jüngste Bedrohung bezögen sich nicht auf ein bestimmtes Land, eine bestimmte Zeit oder Fluggesellschaft.

Anfang Februar hatten die US-Sicherheitsdienste Fluggesellschaften bereits vor in Zahnpastatuben verstecktem Sprengstoff gewarnt. Terroristen könnten auf diesem Weg während des Fluges Bomben bauen, so die Befürchtung. Die Bedrohung sei auf Direktflüge nach Russland beschränkt, die außerhalb der USA starten, hieß es in US-Medienberichten damals.

jok/AFP/dpa

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insgesamt 42 Beiträge
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Seite 1
syd_ 20.02.2014
1. So ein Schwachsinn ...
Genau so wie damals die Panikmache mit den Flüssigkeiten. Das ist doch alles nur vorgespielte Sicherheit. Ich habe mal am Flughafen als Fahrer gearbeitet und die Kontrollen bevor man aufs Vorfeld gelassen wird sind ein Witz. Ein Beamter schaut mit der Taschenlampe 10 Sekunden ins Auto und selber muss man durch den Metalldetektor gehen. Das war's auch schon man könnte in den Sitzen, Motorraum etc Unmengen an "illegalem" Zeug Verstecken und in ein Flugzeug schmuggeln.
motzbrocken 20.02.2014
2. optional
Irgendwie muss sich ja die NSA wieder bemerkbar machen. Die Rechtfertigung,für noch mehr Kontrollen sprich Ueberwachung. Ich glaub denen kein Wort.
nick1980 20.02.2014
3. Ausländer dürfen von jetzt an nur noch ohne Schuhe fliegen...
...denn wenn die bekloppte Terrortheorie könnte der US-Schuhindustrie doch Millionen bringen. Die Obama Regierung ist völlig durchgeknallt, von NSA bis zu den Schuhen. Wir müssen vor denen beschützt werden!
alzaimar 20.02.2014
4. Da denkt sich ein Sachbearbeiter...
... eine Möglichkeit aus, vermutlich beim Feierarbendbier mit seinen Kollegen, und -wupps- wird daraus eine Bedrohung. Ich kann es echt nicht mehr hören. Leute: Die Attentäter können die Bombe auch schlucken und dann per Mobiltelefon oder einfaches Furzen zur Explosion bringen. Wollt ihr alle Fluggäste in Zukunft präventiv kotzen lassen und einen Darmeinlauf verpassen? Lieber Heimatschutzbund, ihr seid überflüssig wie ein Kropf. Und deshalb krakeelt ihr in regelmäßigen Abständen hier herum, nur um nicht in Vergessenheit zu geraten.
sohst 20.02.2014
5. Willkommen im Wahnsinn
Das amerikanische Heimatschutzmuseum äh... Zahnputzministerium, sorry: Schuhsolenabwehrsystem... egal... ist zu Recht eine geschlossene Anstalt. Wer solche Szenarien erfindet und damit weitere, schärfere, gründlichere Kontrollen von Milliarden harmloser Menschen anstrebt, gehört a) genauestens untersucht und dann b) ebenso gründlich therapiert. Das ist Wahnsinn 2.0.
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