USA Trumps Finanzminister wollte mit Regierungsflieger in die Flitterwochen

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat Ärger wegen eines geplanten Flugs mit einer Regierungsmaschine: Wie US-Medien berichten, wollte er mit einem Luftwaffenjet in die Flitterwochen nach Europa.

Steven Mnuchin, US-Finanzminister
REUTERS

Steven Mnuchin, US-Finanzminister


Der US-amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin muss sich erneut für seine Reisepläne und die zunächst geplante Nutzung einer Regierungsmaschine für einen privaten Trip rechtfertigen.

Mnuchin, Finanzminister der Regierung von US-Präsident Donald Trump, hatte laut einem Bericht des US-Senders ABC vor, mit einem Flugzeug der US-Flugbereitschaft nach Europa zu fliegen, um dort seine Flitterwochen mit seiner Frau in Schottland, Frankreich und Italien zu verbringen.

Wie das US-Finanzministerium auf Anfrage des Senders CNN mitteilte, sei der Plan aber verworfen worden. Mnuchin habe die Nutzung des Regierungsflugzeugs für die Reise angefragt, weil er auch im Urlaub Zugriff auf eine sichere Kommunikationsverbindung in die USA brauche, hieß es demnach.

Das Ministerium habe "die Anfrage zurückgezogen, als eine Möglichkeit für sichere Kommunikation" gefunden war. Es sei für den Minister als Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats "zwingend erforderlich" sicher kommunizieren zu können.

Es ist nicht das erste Mal, dass Mnuchin in Zusammenhang mit einem Flug in einer Regierungsmaschine in die Kritik gerät. Während der Sonnenfinsternis am 21. August stoppte ein Flugzeug der US-Airforce mit Mnuchin und seiner Frau an Bord in Fort Knox im US-Bundesstaat Kentucky. Anschließend musste sich der Minister erklären, ob der Flug tatsächlich dienstlich begründet war.

Für Aufsehen sorgte nach diesem Flug ein Foto von Mnuchins Frau, der Schauspielerin Louis Linton. Sie postete ein Bild auf Instagram, das sie und ihren Mann beim Verlassen der Regierungsmaschine zeigt. Auf dem Instagram-Eintrag hatte Linton Nobelmarken markiert, die sie auf dem Foto trägt. Das Bild sorgte für Spott und den Vorwurf, Linton und ihr Mann, der frühere Goldman-Sachs-Banker Mnuchin, seien abgehoben. Inzwischen hat Linton den Post gelöscht.

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