Washington - Für diesen Posten hätten sich wohl nur wenige Leon Panetta vorstellen können - und doch will der künftige Präsident Barack Obama ihn Medienberichten zufolge zum neuen Chef des Geheimdienstes CIA machen.
Panetta, der unter Bill Clinton Stabschef im Weißen Haus war, gilt als überraschende Wahl für diesen Posten. Wichtigstes Manko: Er hat keine Erfahrung in der Geheimdienstarbeit. Der langjährige Kongressabgeordnete war Mitglied der sogenannten Iraq Study Group, die Ende 2006 Empfehlungen zu Änderungen in der Strategie Washingtons im Irak-Krieg abgab. Die Bush-Regierung allerdings ignorierte die Vorschläge allerdings weitgehend und stockte die Truppenstärke sogar noch auf, anstatt Soldaten aus dem Irak abzuziehen.
Panetta beschäftigte sich während seiner Zeit im Kongress zwischen 1977 und 1993 vor allem mit Finanz-, Umwelt- und Ernährungsthemen. Von 1994 bis 1997 arbeitete er dann im Weißen Haus. Danach war er in verschiedenen Funktionen an der Staatlichen Universität von Kalifornien tätig.
Wie es weiter hieß, hat sich Obama zudem für den pensionierten Admiral Dennis Blair als Nationalen Geheimdienstdirektor entschieden. Auf diesem Posten wäre Blair, ehemaliger Oberbefehlshaber des US-Pazifikkommandos, für die Koordinierung aller 16 US-Spionagebehörden zuständig.
ffr/AP/dpa/Reuters
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