IS-Geisel USA bestätigen Echtheit des Enthauptungs-Videos

Die US-Regierung hat bestätigt, dass die Terrorgruppe "Islamischer Staat" eine amerikanische Geisel enthauptet hat. Ein entsprechendes Video sei echt. Barack Obama sprach von einem "Akt des reinen Bösen".

Kassig als Entwicklungshelfer in Syrien: USA bestätigen Enthauptung
AP

Kassig als Entwicklungshelfer in Syrien: USA bestätigen Enthauptung


Washington - Die USA haben die Enthauptung der US-Geisel Peter Kassig durch die Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) bestätigt. Präsident Barack Obama drückte der Familie in einer Ansprache sein Mitgefühl aus. Die Ermordung des Entwicklungshelfers bezeichnete er als einen "act of pure evil", einen Akt des reinen Bösen.

Auf islamistischen Internetseiten war ein Video veröffentlicht worden, in dem ein maskierter Mann behauptet, Kassig ermordet zu haben. Neben dem mutmaßlichen Täter ist ein abgeschlagener Kopf zu sehen. Die Tat selbst wurde diesmal nicht gezeigt, dafür Enthauptungen syrischer Geiseln.

"Peter, der als Soldat der amerikanischen Armee gegen die Moslems im Irak gekämpft hat, hat nicht viel zu sagen", sagte der Vermummte in englischer Sprache mit britischem Akzent. "Seine früheren Mitgefangenen haben bereits in seinem Namen gesprochen." Das Video zeigt die Hinrichtungen von mindestens 14 Männern. Sie sollen Piloten und Offiziere der Armee des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gewesen sein. Die IS-Miliz hatte bereits zwei britische Entwicklungshelfer und zwei US-Journalisten vor laufender Kamera enthauptet und die Filme im Internet verbreitet.

Kassig sei in Nordsyrien nahe der Grenze zur Türkei beerdigt worden, sagte der maskierte Mann weiter. "Hier verscharren wir den ersten amerikanischen Kreuzritter in Dabek." Kassig wurde seinen Eltern zufolge im Oktober 2013 verschleppt, nachdem er nach seiner Zeit bei der US-Armee als Entwicklungshelfer nach Syrien gegangen war. Eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates der USA sagte, sollte es sich das bewahrheiten, sei die US-Regierung "entsetzt über den brutalen Mord an einem unschuldigen amerikanischen Helfer".

"Ich bin entsetzt vom kaltblütigen Mord an Abdul-Rahman Kassig", teilte der britische Regierungschef David Cameron auf Twitter mit. Der "Islamische Staat" habe ein weiteres Mal seine Verdorbenheit gezeigt.

isa/Reuters

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KingTut 16.11.2014
1. Barbarisch
Eine Tragödie für das Opfer und seine Angehörigen. Man muss sich wirklich fragen, was Menschen dazu veranlasst, anderen Menschen so etwas anzutun. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden dieses Mannes. Gleichzeitig gebe ich der Hoffnung Ausdruck, dass man die Täter schnappt und ihrer gerechten Strafe zuführt.
gerdberger28 17.11.2014
2. Letzter Besuch im Paradis
ohne Kompromisse zum Propheten schicken
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