Truppenbesuch in Norwegen US-General stimmt Soldaten auf "großen Kampf" ein

"Es wird Krieg geben": Ein ranghoher US-General hat bei einem Truppenbesuch in Norwegen von bevorstehenden Kämpfen gesprochen. Sein Sprecher versucht nun, die Äußerung zu erklären.

General Robert Neller
AP

General Robert Neller


Nach Worten des US-amerikanischen Generals Robert Neller sollen sich die Streitkräfte des Marinekorps der Vereinigten Staaten auf einen "verdammt großen Kampf" ("bigass fight") vorbereiten. "Ich hoffe, dass ich falsch liege. Aber es wird Krieg geben. Vergesst nicht, warum ihr hier seid", sagte der oberste General der Marinestreitkräfte in Norwegen vor 300 Soldaten bei einem Truppenbesuch.

In der Nähe von Trondheim sind Soldaten der US-Armee seit Januar stationiert, um die Nato und das europäische Kommando der USA zu unterstützen. Sie trainieren dort etwa den Kampf unter widrigen Wetterbindungen.

Mehrere US-Medien berichten über die Ansprache des Generals. Als Mitglied des sogenannten "Joint Chiefs of Staff" ist er im Pentagon für die Notfallplanung zuständig.

Nellers Sprecher teilte mit, das Zitat habe sich nicht auf einen konkreten Gegner bezogen, sondern sei dazu gedacht gewesen, die Truppen zu motivieren. "Nellers Äußerungen sollten die Soldaten dazu anspornen, weiter hart zu trainieren", sagte er.

Denn der Gedanke an einen bevorstehenden Krieg motiviere die Soldaten, sich vorzubereiten. "Ich kann mir keinen professionellen Militärführer vorstellen, der seinen Soldaten vorschlägt, nicht an einen Konflikt zu denken", sagte Nellers Sprecher der "Washington Post".

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insgesamt 331 Beiträge
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KingTut 24.12.2017
1. Abschreckung
Der General hofft ja, dass er falsch liegt. Wenn seine Äußerungen dazu dienen, einen potentiellen Aggressor vor militärischen Abenteuern abzuschrecken, dann haben sie einen friedensstiftenden Effekt. Ich hoffe, man hat in Moskau verstanden.
heinrich-wilhelm 24.12.2017
2. Idioten
Die Norweger täten gut daran , diesemn unverantwortlichen Militär. Betonkopf schnellsten als unerwünschte Person des Landes zu verweisen
Ichbins-ungefragt 24.12.2017
3. Wichtig
Der Mann sollte sein Gehirn einschalten, bevor er spricht.
macdani 24.12.2017
4. Schwachmat am Werk
Der soll sich und seinen Soldaten eine PlayStation kaufen und den Rest der Menschheit mit seinen Gewaltphantasien in Ruhe lassen.
charlybird 24.12.2017
5. Man sollte solch
amerikanischen, wahrscheinlich schlecht durchbluteten, Uniformgehirnen einmal die Frage stellen, wann und wo in den letzten Jahrzehnten ihre militärischen Interventionen so etwas wie einen Sieg, sprich nachfolgenden Frieden, Freiheit und Sicherheit gebracht haben. Mir fällt nach 45 eigentlich keine mehr ein.
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